30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
Afghanen nach einer Bombenexplosion am 14. November 2010 in Dschalalabad, östlich von Kabul.

Geschichte

Mit dem Einfall der Indoarier vom iranischen Plateau kommend über den Khyber-Pass nach Südasien taucht Afghanistan in den geschichtlichen Quellen auf. Die afghanische Geschichtsschreibung verortet die Heimat der Arier in Baktrien – das dem heutigen Nordafghanistan entspricht. Baktrien diente auch als Schauplatz der antiken Geschichtsschreibung, so in Herodots Historien, dem ersten Geschichtswerk der Antike aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Seit dieser Zeit hat das Land viele innere Konflikte erlebt und war genauso Zankapfel äußerer Mächte, die hier um eine Vormachtstellung kämpften.

Blick auf die Afghanische Berglandschaft in der Nähe von Lashkar Gah, der Provinzhauptstadt von Helmand in Süd-Afghanistan.

Conrad Schetter

Afghanistan im 19. und 20. Jahrhundert

Seit den ausgehenden 1970er Jahren befindet sich Afghanistan in einem permanenten Bürgerkriegszustand. Staatliche Strukturen, die im 20. Jahrhundert etabliert worden waren, erodieren wieder. Als Staat hatte sich das Land erst im 19. Jahrhundert zwischen Russland und Britisch Indien allmählich gebildet.

Mehr lesen

Die Blaue Moschee in Masar-e Scharif gilt als Begräbnisstätte Ali ibn Abi Talibs, des Schwiegersohns Mohammeds und einer der wichtigsten Persönlichkeiten des Islam. Auch die Imam-Ali-Moschee im irakischen Nadschaf reklamiert diesen Anspruch.

Conrad Schetter

Mittelalter und Neuzeit

Seit Mitte des 7. Jahrhunderts n. Chr. dringen arabische Invasoren in Afghanistan ein. In der Folge verbreitet sich der Islam rasant in der gesamten Region. Bis ins 19. Jahrhundert erlebt das Land unzählige kleine und große Herrscher und steht unter massivem Einfluss seiner Nachbarn.

Mehr lesen

So sah die größte Buddha-Statue der Welt (53 Meter) 1973 aus.

Conrad Schetter

Frühgeschichte und Antike

Afghanistan wird oft als "Durchgangsland" beschrieben. So fielen in der Antike und im Mittelalter immer wieder Völker aus Zentralasien in die Region des heutigen Afghanistans ein. Reiche entstanden, die selten mehr als wenige Generationen währten und häufig durch die Ankunft eines neuen Nomadenvolks wieder zerstört wurden. Erstaunlich ist die Ausdehnung, die viele dieser Imperien hatten, reichten sie doch oft von den Steppen Zentralasiens bis in die Gangesebene.

Mehr lesen