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vor 80 Jahren kam es in der sowjetischen Besatzungszone zur erzwungenen Vereinigung von SPD und KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) zur SED.
📖 Vorgeschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte (USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich) Deutschland in 4 Besatzungszonen auf.
Obwohl das sowjetische Militär versuchte, die KPD zur stärksten Kraft zu entwickeln, erhielt die SPD mehr Zuspruch. Im März 1946 hatte sie mit 680.000 Mitgliedern etwa doppelt so viele wie die KPD.
Führende KPD-Politiker/-innen drängten auf die Gründung einer Einheitspartei. Auf Druck der Sowjetunion wurde am 21.4.1946 die SED gegründet.
🔎 SED
Die Partei war nach dem sog. „demokratischen Zentralismus“ organisiert: Hierarchien bestimmten die Entscheidungsprozesse, Beschlüsse höherer Ebenen waren verbindlich, Minderheiten mussten sich fügen.
Die wichtigsten Parteiorgane waren der alle 5 Jahre tagende Parteitag, das dort gewählte Zentralkomitee (ZK) und Sekretariat, das Politbüro sowie der Generalsekretär des ZK.
Die SED lenkte Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der 1949 gegründeten DDR. Gewaltenteilung, Kontrolle der Staatsgewalt und eine unabhängige Justiz fehlten.
⏳ Folgen
SPD-Mitglieder, die die Zwangsvereinigung ablehnten und nicht in den Westen flohen, mussten mit Repressionen rechnen: Viele wurden verhaftet und teils zu langen Haftstrafen verurteilt.
Formal sollten die Parteiämter zwischen SPD und KPD gleich aufgeteilt werden. Tatsächlich gewannen die früheren KPD-Funktionäre schnell an Einfluss und übernahmen innerhalb weniger Jahre die Führung der SED.
Am 7.10.1989 wurde die SDP (Sozialdemokratische Partei in der DDR) gegründet, am 27.9.1990 schlossen sich SDP und die westdeutsche SPD zusammen. Aus der SED ging die PDS hervor.
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