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gestern jährte sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal.
☢️ ⚠️ Katastrophe
Am 26.4.1986 ereignete sich im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl (heutige Ukraine) eine der schwersten Katastrophen der Geschichte der zivilen Atomenergie.
Während eines Routine-Sicherheitstests überhitzte der Reaktorkern in Block 4. Mehrere Explosionen zerstörten infolge der Kernschmelze fast den gesamten Block.
Große Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Umwelt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stufte den Unfall auf der höchsten Stufe 7 der Bewertungsskala INES ein.
🚧 📰 Reaktion
Die sowjetische Regierung schickte hunderttausende Helfende, sog. Liquidator/-innen, um die Katastrophe einzudämmen. Die Öffentlichkeit erhielt nur schleppend Informationen.
Die Bevölkerung in der Nähe war der Strahlung tagelang ausgesetzt. Etwa 330.000 Menschen wurden evakuiert – zum Teil erst über eine Woche nach dem Unfall.
Rund um Tschernobyl besteht bis heute eine 4.300 km² große Sperrzone. 2016 wurde eine neue Schutzhülle fertiggestellt, die ca. 440.000 m³ verstrahlten Atommüll einschließt.
🌍 Folgen
Wind und Regen verteilten die radioaktiven Stoffe in Europa. In Teilen Bayerns sind Pilze, Wildschweine und Waldbeeren teils immer noch belastet.
Nach offiziellen Angaben starben 3 Kraftwerksangestellte bei der Explosion, 28 Bergungsarbeiter durch die akute Strahlung. Die Gesamtopferzahl ist umstritten, ein direkter Zusammenhang zwischen Strahlung und Gesundheitsschäden oft schwer nachweisbar. Schätzungen gehen von hunderttausenden Todesfällen aus.
Der Krieg in der Ukraine rückt die Sicherheit der Anlage erneut in den Fokus. Ein Stromausfall könnte eine neue Kernschmelze auslösen. Zudem beschädigte eine russische Drohne die Schutzhülle.
➡️ Mehr Informationen findest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3092
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