Themen Mediathek Shop Lernen Veranstaltungen kurz&knapp Die bpb Meine Merkliste Geteilte Merkliste PDF oder EPUB erstellen Mehr Artikel im

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

27. April 2026

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl Deine tägliche Dosis Politik

Luftaufnahme des zerstörten Reaktorblocks 4 aus dem Jahr 1986 (© picture alliance / AP Photo | Volodymyr Repik)

☕ Guten Morgen,

gestern jährte sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal.

☢️ ⚠️ Katastrophe

  • Am 26.4.1986 ereignete sich im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl (heutige Ukraine) eine der schwersten Katastrophen der Geschichte der zivilen Atomenergie.

  • Während eines Routine-Sicherheitstests überhitzte der Reaktorkern in Block 4. Mehrere Explosionen zerstörten infolge der Kernschmelze fast den gesamten Block.

  • Große Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Umwelt. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stufte den Unfall auf der höchsten Stufe 7 der Bewertungsskala INES ein.

🚧 📰 Reaktion

  • Die sowjetische Regierung schickte hunderttausende Helfende, sog. Liquidator/-innen, um die Katastrophe einzudämmen. Die Öffentlichkeit erhielt nur schleppend Informationen.

  • Die Bevölkerung in der Nähe war der Strahlung tagelang ausgesetzt. Etwa 330.000 Menschen wurden evakuiert – zum Teil erst über eine Woche nach dem Unfall.

  • Rund um Tschernobyl besteht bis heute eine 4.300 km² große Sperrzone. 2016 wurde eine neue Schutzhülle fertiggestellt, die ca. 440.000 m³ verstrahlten Atommüll einschließt.

🌍 Folgen

  • Wind und Regen verteilten die radioaktiven Stoffe in Europa. In Teilen Bayerns sind Pilze, Wildschweine und Waldbeeren teils immer noch belastet.

  • Nach offiziellen Angaben starben 3 Kraftwerksangestellte bei der Explosion, 28 Bergungsarbeiter durch die akute Strahlung. Die Gesamtopferzahl ist umstritten, ein direkter Zusammenhang zwischen Strahlung und Gesundheitsschäden oft schwer nachweisbar. Schätzungen gehen von hunderttausenden Todesfällen aus.

  • Der Krieg in der Ukraine rückt die Sicherheit der Anlage erneut in den Fokus. Ein Stromausfall könnte eine neue Kernschmelze auslösen. Zudem beschädigte eine russische Drohne die Schutzhülle.

➡️ Mehr Informationen findest du hier: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3092

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

Fussnoten

Weitere Inhalte