☀️ Guten Morgen,
derzeit wird viel über eine geplante Gesundheitsreform diskutiert. Worum geht es?
🏥 Gesundheitsreform
Gesundheitsministein Nina Warken (CDU) hat Sparpläne für das Gesundheitssystem vorgestellt. Sie sollen die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um 20 Mrd. € entlasten.
2025 hatte die GKV Ausgaben von 352 Mrd. € (+7,8 %), Tendenz: steigend. Ohne erhöhte Beitragssätze würden sich Finanzierungslücken ergeben.
Die GKV finanziert sich hauptsächlich über die Beiträge ihrer Versicherten, die Arbeitgeber/-innen und Arbeitnehmer/-innen jw. zur Hälfte tragen.
💶 Mögliche Änderungen
Zuzahlungen für verschriebene Medikamente sollen mind. 7,50 und max. 15 € (statt bisher 5 bis 10 €) betragen. Bestimmte Leistungen (u.a. Homöopathie oder Hautkrebsvorsorge ohne Symptome) sollen nicht mehr von der Kasse übernommen werden.
Die bisher kostenfreie Familienversicherung in der GKV für Ehepartner/-innen ohne oder mit geringem Einkommen (z.B. Minijob) soll kostenpflichtig werden.
Langfristig Erkrankte sollen nur noch ein Krankengeld von 65 % statt 70 % ihres Bruttogehalts bekommen, für max. 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren.
💬 Diskussion
SPD und Union streiten u.a. über eine Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehenden: Der Bund zahlt derzeit einen Pauschalbetrag von 144 €/Monat pro Bürgergeldempfänger/-in an die GKV. Da das nicht reicht, tragen die GKV und ihre Versicherten die Differenz. Privatversicherte tragen nicht dazu bei.
Einsparpotenzial sieht die SPD auch bei der Pharmaindustrie, die die CDU aber nicht zusätzlich belasten möchte.
Morgen will die Bundesregierung die Reformpläne beschließen. Anschließend werden sie als Gesetzentwurf dem Bundestag zur Beratung vorgelegt.
➡️ Hier erfährst du mehr über die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3093
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Deine bpb Social Media Redaktion