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Teil 3 der Reihe „Soziale Gerechtigkeit und Generationen“ befasst sich mit der Rente.
📚 Grundbegriffe
Die gesetzliche Rentenversicherung funktioniert nach dem Umlageverfahren: Wer heute arbeitet, finanziert durch Rentenbeiträge die Bezüge der aktuellen Rentner/-innen – und erwirbt zugleich einen Anspruch auf die eigene Rente im Alter.
Diese Solidarität zwischen den Generationen heißt auch „Generationenvertrag“.
Die Rentenhöhe hängt primär von der Erwerbsbiografie ab: Wer länger arbeitet und mehr einzahlt, bekommt später mehr Rente.
📊 Unterschiede
2024 erhielten Frauen in Deutschland (Dtl.) im Schnitt 25,8 % weniger Rente als Männer – ohne Hinterbliebenenrenten von Ehepartner/-innen sogar fast 37 % weniger. Der Grund: Frauen arbeiten seltener in Vollzeit, verdienen oft weniger und unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger.
Laut einer Studie der EU war 2025 fast ein Fünftel der über 65-Jährigen in Dtl. armutsgefährdet, verfügte also über weniger als 60 % des mittleren Einkommens in der Bevölkerung.
Der demografische Wandel führt zu einer Verschiebung in der Rentenversicherung: 1962 kamen auf eine/-n Rentner/-in 6 Beitragszahlende, 2022 waren es 2,2.
🔭 Zukunft der Rente
Ob die alternde Gesellschaft das Rentensystem gefährdet, ist jedoch umstritten. Einerseits sank das Rentenniveau seit 1990 von 55 auf 48 %. Andererseits steigen seit 20 Jahren sowohl die Einkommen als auch die Zahl der Erwerbstätigen konstant.
Derzeit befasst sich eine Rentenkommission im Auftrag der Bundesregierung mit der künftigen Gestaltung der Alterssicherung.
2027 löst u.a. ein steuerlich gefördertes „Altersvorsorgedepot“ die zunehmend unbeliebte Riester-Rente ab. Ziel ist, dass mehr Menschen privat für das Alter vorsorgen.
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