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die politisch motivierte Kriminalität (PMK) erreichte 2025 einen Höchststand. Was steht im Jahresbericht des Bundeskriminalamtes (BKA) und wie erklären sich die Zahlen?
📝Was wird erfasst
Zur PMK zählen Straftaten mit politischer Zielsetzung, die den demokratischen Willensbildungsprozess beeinflussen sollen, sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richten oder Organe des Staates zum Ziel haben.
Außerdem solche Taten, die sich gegen Menschen oder Institutionen wegen ihrer politischen Haltung richten oder aus eigenen rassistischen, sexistischen oder ideologischen Vorurteilen begangen werden.
Es werden nur Taten erfasst, die polizeilich bekannt geworden sind – das sog. Hellfeld. Die Zuordnung zur PMK erfolgt bei Aufnahme der Ermittlungen.
📊Aktuelle Zahlen
2025 registrierte das BKA 85.837 Fälle. Die Steigerung von 2 % im Vergleich zum Vorjahr wird u.a. mit der Bundestagswahl erklärt: Delikte wie beschädigte Wahlplakate machen allein 16 % der PMK aus.
Linksmotivierte Straftaten stiegen mit einem Plus von 35,3 % am stärksten. Auch antisemitische (+5 %), antiziganistische (+23 %) und frauenfeindliche Taten (+47 %) nahmen zu.
Rechtsmotivierte Straftaten gingen leicht zurück, blieben mit 42.544 Fällen und einem Gesamtanteil von 49,6 % aber der größte Bereich.
🔍Hintergründe
Die Landeskriminalämter melden PMK-Fälle zentral an das BKA. Die Statistik unterscheidet nach den Phänomenbereichen links, rechts, ausländische und religiöse Ideologie und Sonstiges.
Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist mit 2 % gering – zwischen 2023 und 2024 stieg die Zahl um 40 %, von rund 60 Tsd. auf 84 Tsd. Straftaten.
Als eine Ursache der jüngsten Entwicklung sieht das BKA eine stärkere Polarisierung in der Gesellschaft, angetrieben u.a. durch soziale Medien.
➡️ Mehr zur PMK: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3132
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion