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Entschädigung von NS-Zwangsarbeiter/-innen | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

15. Juni 2026

Entschädigung von NS-Zwangsarbeiter/-innen Deine tägliche Dosis Politik

(© picture-alliance, IPON / Stefan Boness)

☕ Guten Morgen!

Heute vor 25 Jahren begannen die Entschädigungszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter/-innen durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

📖 Vorgeschichte

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg litten viele ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter den Folgen der Verbrechen des Nationalsozialismus und erhielten weder persönliche Entschädigungen noch Lohnnachzahlungen.

  • Stattdessen zahlte Deutschland im Rahmen von Globalabkommen Geld an einzelne Staaten (z.B. Israel und Polen).

  • In den 1990er Jahren klagten verstärkt Betroffene gegen deutsche Unternehmen, die von Zwangsarbeit profitiert hatten. Schließlich brachten die Sammelklagen, öffentliche Kritik sowie politische Initiativen Bewegung in das Thema.

⚖️ Die Stiftung

  • Nach langen Verhandlungen wurde die Stiftung EVZ am 12.08.2000 durch ein Bundesgesetz gegründet. Ziel war es, die Entschädigung unbürokratisch zu ermöglichen.

  • Die Stiftung wurde mit 10 Mrd. D-Mark ausgestattet. Eine Hälfte kam vom Bund, die andere von deutschen Unternehmen.

  • Am 15. Juni 2001 begannen die Auszahlungen. Bis 2007 erhielten über 1,6 Mio. Überlebende Einmalzahlungen zwischen 500 und 7.700 Euro.

💶 Leistungen und Lücken

  • Entschädigt wurden vor allem ehemalige Häftlinge in Konzentrationslagern sowie verschleppte Zwangsarbeiter/-innen aus Mittel- und Osteuropa. Die Höhe der Zahlungen richtete sich nach Herkunft und erlittenem Unrecht.

  • Für viele Überlebende war die Zahlung angesichts großer Armut sehr wichtig. Auch öffnete die Debatte den Blick auf die NS-Zwangsarbeit und ihre Opfer.

  • Viele Betroffene blieben von Zahlungen ausgeschlossen, darunter westeuropäische zivile Zwangsarbeiter/-innen sowie Kriegsgefangene, die nicht in Konzentrationslagern inhaftiert waren, aber auch Zwangsarbeit leisten mussten.

➡️ Hier erfährst du mehr zum Thema: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3131

Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion

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