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vergangenen Mittwoch erschütterten zwei starke Erdbeben Venezuela. Wie ist die Lage vor Ort?
🌎 Erdbeben
Die direkt aufeinanderfolgenden Beben der Stärke 7,2 und 7,5 trafen v.a. den Nordwesten des Landes. Das Epizentrum lag etwa 150 km westlich der Hauptstadt Caracas.
Massive Zerstörungen gab es neben Caracas auch im Bundesstaat La Guaira, wo laut Innenministerium mind. 70.000 Familien betroffen sein sollen. Die Übergangsregierung rief den nationalen Notstand aus.
Mehr als 1.700 Menschen starben, über 5.000 wurden verletzt. UN-Angaben zufolge werden noch mind. 50.000 Menschen vermisst.
🔎 Ausgangslage
Die Erdbeben treffen Venezuela inmitten einer wirtschaftlichen, humanitären und politischen Krise. Bereits vor den Erdbeben waren mehr als 7 Mio. Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Knapp 8 Mio. haben das Land seit 2017 verlassen. Seit Anfang des Jahres gab es erste Rückkehrbewegungen.
Das Gesundheitssystem ist stark geschwächt: Es mangelt an Personal, Ausstattung und Medikamenten. Auch die Strom- und Wasserversorgung ist instabil.
Die Infrastruktur des Landes ist seit Jahren in schlechtem Zustand. Den durch die Beben entstandenen Sachschaden schätzt die UN auf knapp 6 Mrd. €.
💶🛩️ Unterstützung
Die EU stellt humanitäre Hilfe in Höhe von 5 Mio. Euro bereit. Davon sollen insb. Notunterkünfte und medizinische Versorgung finanziert werden. Eine Luftbrücke soll zudem lebenswichtige Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete transportieren.
Auch die USA sagten Venezuela, trotz politischer Konflikte, umfassende Unterstützung zu.
Viele Venezolaner/-innen kritisieren die mangelnde staatliche Präsenz und bürokratische Hürden für freiwillige Helfer/-innen. Ein großer Teil der Hilfe wird von der Bevölkerung selbst organisiert.
➡️ Mehr zur Krise in Venezuela: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3146
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Deine bpb Social Media Redaktion