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seit Wochen protestieren Schüler/-innen in ganz Frankreich für bessere Lernbedingungen.
Proteste
Die Proteste begannen an einem Gymnasium im Pariser Vorort („Banlieue“) Créteil. Die Bewegung breitete sich schnell aus, an vielen Hundert Schulen kam es zu Unterrichtsausfällen.
Unterstützt werden die Schüler/-innen von Lehrkräften, Eltern, Gewerkschaften und Studierenden. Aus Solidarität protestieren auch Schüler/-innen besser ausgestatteter Schulen.
Teilweise kam es zu Ausschreitungen: Barrikaden und Schulgebäude wurden in Brand gesetzt, bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden auf beiden Seiten Menschen verletzt. Über 6.000 Menschen wurden bisher festgenommen.
🏫 Hintergrund
Neben Problemen im Bildungssystem – etwa fehlenden Lehrkräften und maroden Schulgebäuden – richten sich die Proteste auch gegen soziale Missstände.
Die Schüler/-innen kritisieren eine Reform von 2018. Die Einführung zusätzlicher Wahlfächer habe zu unübersichtlichen Stundenplänen und langen Schultagen geführt.
Zudem wurde die Zuständigkeit für die Schulpolitik vom Staat auf die Regionen übertragen. Dadurch sind die Schulen im Land unterschiedlich gut ausgestattet.
📣 Diskussion
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Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Polizeieinsätze als unverhältnismäßig hart. Bei den Protesten kamen Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschosse zum Einsatz.
Fachleute betonen, die Proteste seien Ausdruck einer tiefsitzenden Unzufriedenheit der Jugend. Sie bemängeln eine fehlende Jugendpolitik, mangelnden Dialog und anhaltende soziale Ungleichheit.
Die Proteste stellen sich auch gegen die Haushaltspläne der Regierung: Sie plant Einsparungen in Höhe von 43 Mrd. €. Gleichzeitig startet der Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im April 2027.
➡️ Wie blickt die europäische Presse auf die Proteste? Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3210
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion