👋 Guten Morgen!
Vergangene Woche wurden zwei gravierende Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP bekannt. Mit welchen Auswirkungen?
💻 PHP
PHP ist eine Programmiersprache, die die Basis für einen großen Teil der Websites im Internet bildet. Sie wurde von einem Verbund aus Fachleuten entwickelt.
Bei PHP handelt es sich um eine Open-Source-Sprache. Das bedeutet, dass ihr Quellcode, also ihr Bauplan, frei und öffentlich zugänglich ist und durch Dritte verändert oder weitergegeben werden kann – oder dass entdeckte Schwachstellen veröffentlicht werden können, eine Art Frühwarnsystem.
Schätzungen zufolge nutzen heute 70 % aller Webseiten in Deutschland (Dtl.) PHP.
Nachdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor kritischen PHP-Sicherheitslücken gewarnt hatte, wurden zahlreiche Webseiten in Deutschland eingestellt. (© picture-alliance, Bonn.digital | Marc John)
Nachdem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor kritischen PHP-Sicherheitslücken gewarnt hatte, wurden zahlreiche Webseiten in Deutschland eingestellt. (© picture-alliance, Bonn.digital | Marc John)
🔐 Sicherheitslücken
Die Sicherheitslücken erlauben es Kriminellen, einen Schadcode auf verwundbare Servern aufzuspielen. So können sie die Kontrolle übernehmen, sensible Daten abgreifen und die Strukturen für weitere Cyber-Angriffe nutzen.
Als erste Reaktion haben die Entwickler/-innen sogenannte Patches veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Programmänderungen, die die IT-Lücken schließen sollen.
Entdeckt wurden die Sicherheitslücken mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). KI kann jedoch ebenso eingesetzt werden, um solche Lücken auszunutzen.
💾 Folgen
Weltweit hatten Betreiber ihre Seiten zeitweise vom Netz genommen. In Dtl. gingen u. a. Bundesländer, Behörden, Kliniken und Universitäten diesen Schritt.
Seit Bekanntwerden der Sicherheitslücke gibt es zahlreiche Angriffsversuche durch Cyberkriminelle. Wie erfolgreich diese sind und welcher Schaden entsteht, wird erst in den kommenden Wochen und Monaten feststellbar sein.
Für Nutzende besteht beim Surfen im Internet v. a. ein indirektes Risiko: Von ungeschützten Websites können z. B. eingegebene Daten oder Passwörter abfließen.
➡️ Das sagt die europäische Presse zur Sicherheitslücke: Externer Link: https://kurz.bpb.de/dtdp3223
Viele Grüße
Deine bpb Social Media Redaktion