Trust-Checking ist ein von dem gemeinnützigen Verein Externer Link: codetekt entwickelter Ansatz zur Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit von Informationen. Anhand einer Checkliste, die aus fünf Kriterien besteht, soll jede und jeder Informationen eigenständig und schnell checken können.
So funktioniert der Vertrauenscheck
Eine vertrauenswürdige Nachricht gibt Auskunft über ihre Quellen. Sie macht nachvollziehbar, woher die Information stammt und dass entsprechende Expertise vorliegt.
Der Inhalt ist sachlich und nicht diskriminierend oder übertrieben emotional. Die Überschrift passt zum Text. Der Text zeigt verschiedene Perspektiven auf.
Zitate werden korrekt wiedergegeben, sind klar zuordenbar und vollständig oder nachvollziehbar gekürzt. Die zitierte Person verfügt über Fachwissen in Bezug auf das Thema.
Bilder und Videos sind authentisch, passen zum Thema und rufen keine extremen Emotionen hervor.
Das Medium ist unabhängig und es gibt ein vollständiges Impressum. Webseiten sollten professionell wirken und nicht durch unseriöse Werbung auffallen. Social-Media-Profile sollten Hinweise bezüglich der Verantwortlichkeit in der Bio hinterlegen. Die Postings sollten inhaltliche Konsistenz aufweisen.
Vor- und Nachteile von Trust-Checking
Der Ansatz ist neu, die Wirksamkeit bisher empirisch noch nicht belegt. Der Vertrauenscheck hilft nur bei einer ersten Reflexion, er kann die Seriosität von Informationen nicht abschließend bewerten. Aber: Desinformationen beinhalten nicht immer eine konkrete Lüge und können daher nicht in "wahr" oder "falsch" eingeordnet werden. Stattdessen werden z.B. gezielt Ängste zu bestimmten Themen geschürt. Trust-Checking kann auch hier ansetzen und ergänzt andere Ansätze im Kampf gegen Desinformation, wie z.B. Fact-Checking, Prebunking und Debunking.