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Digital Wellbeing | Ausgewählte Beiträge von Instagram | bpb.de

Digital Wellbeing Werkstatt recherchiert

/ 2 Minuten zu lesen

Haben Schülerinnen und Schüler einen gesunden Umgang mit digitalen Medien? Hier gibt es einen Überblick über das Thema digitales Wohlbefinden.

Digital Wellbeing (deutsch: digitales Wohlbefinden) bezeichnet einen Umgang mit sozialen Medien, mit dem sich Nutzerinnen und Nutzer gut fühlen. Die WHO berichtete 2024, dass junge Menschen, die soziale Netzwerke intensiv nutzen, positive Aspekte wie Vernetzung und Verbindung mit Gleichaltrigen erleben. Gleichzeitig nehme die suchtähnliche Nutzung sozialer Medien unter Jugendlichen zu. Diese gehe mit psychischen und gesundheitlichen Risiken einher.

Krank durch digitale Medien?

Digitale Medien führen nicht pauschal zu psychischen Problemen, aber eine exzessive Social-Media-Nutzung kann sich negativ auf das eigene Wohlbefinden auswirken. Mögliche Folgen sind:

  • soziale Isolation

  • Schlafstörungen

  • Ängste und geringes Selbstwertgefühl

  • Suchtverhalten

Wer weniger Zeit auf Social Media verbringt, reduziert die Berührungspunkte mit negativen Inhalten wie Hate Speech oder einer überfordernden Nachrichtenflut. Viele Nutzerinnen und Nutzer versuchen daher sich durch mehr Offline-Zeit digital zu "entgiften".

Ist Digital Detox (k)eine Lösung?

Digital Detox, also der Verzicht auf digitale Netzwerke, mag individuelle und kurzfristige Entlastung bieten. Die Mechanismen der Plattformen, die das Unwohlsein verursachen, bleiben jedoch bestehen.

Zeit ist Geld – auch für soziale Netzwerke. Sie verdienen Geld, indem sie Nutzenden Werbung anzeigen, ihre Daten sammeln und an Dritte verkaufen. Die Plattformen sind daher so aufgebaut, dass Nutzende möglichst viel Zeit auf ihnen verbringen. Z.B. sorgt der "endless scroll" dafür, dass Nutzenden immer neue Inhalte angezeigt werden, egal wie lange sie scrollen.

Erste Hilfe für digitales Wohlbefinden

  • App-Limits einstellen

  • Apps nutzen, die Zugriff auf Social-Media-Apps zeitlich verzögern

  • Pushbenachrichtigungen ausschalten

  • Accounts, denen man folgt, ausmisten

  • Social-Media-Accounts temporär deaktivieren und Apps löschen

  • Handyzeit unattraktiver gestalten, z.B. durch Schwarz-Weiß-Modus

Langfristige Maßnahmen:

  • Politische Regulierung von Social-Media-Plattformen

  • Im Unterricht: Gemeinsame Reflexion der Mediennutzung und Aufklärung über Plattformlogiken

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