Die Strategie wird von Social-Media-Nutzenden eingesetzt, um zu verhindern, dass ihre Beiträge, die sensible Wörter oder Themen enthalten, auf sozialen Netzwerken in ihrer Reichweite eingeschränkt werden.
Na, könnt Ihr das hier lesen? Ein Beispiel für Algospeak. (© pixabay / Clker-Free-Vector-Images)
Na, könnt Ihr das hier lesen? Ein Beispiel für Algospeak. (© pixabay / Clker-Free-Vector-Images)
Denn Algorithmen beinhalten automatische Filter, um potenziell schädliche Inhalte zu unterdrücken. Diese Einschränkung bestimmter Inhalte durch die Plattformen kann dem Jugendschutz dienen oder soll vor Hassrede schützen. Im Sinne der Meinungsfreiheit müssen Einschränkungen transparent und nicht willkürlich sein.
Jugendschutz vs. Zensur?
Vor allem TikTok ist dabei in der Vergangenheit negativ aufgefallen: 2022 zeigte eine Recherche der Tagesschau, dass über 70 Wörter (z. B. Auschwitz, Drogen, Homo, Prostitution und Sex) in Kommentaren verborgen wurden. Durch veränderte Schreibweisen wollen Social-Media-Nutzende solche Einschränkungen umgehen:
z. B. "le$bisch" statt "lesbisch"
z. B. "🌽" statt "Porno", dahinter steckt die Ähnlichkeit der englischen Wörter "corn" und "porn"
z. B. "Musikfestival" statt "Demonstration", so wurde auf TikTok für die Anti-Trump-Demonstrationen in Los Angeles mobilisiert
"Dog Whistles" als Algospeak
Algospeak ist nicht zwingend ein Mittel für mehr Redefreiheit, sondern kann auch von antidemokratischen Strömungen genutzt werden. Auch sogenannte