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Debatten in Social Media | Ausgewählte Beiträge von Instagram | bpb.de

Debatten in Social Media Werkstatt recherchiert

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Was haben Social-Media-User und Fische gemeinsam? Sie werden von Ködern angelockt: Auf Social Media sind das Beiträge, die emotionalisieren und so zum Klicken, Kommentieren und Teilen animieren wollen.

Ragebait, Sadbait oder Fearbait sollen Social-Media-User ködern. (© Pexels / Yan Krakau)

Emotionaler Content auf Social Media erzeugt mehr Aufmerksamkeit, führt zu mehr Interaktion und wird so algorithmisch gepusht. Das Problem: Im Kampf um Aufmerksamkeit verlieren sachliche Inhalte oftmals gegen zugespitzte Narrative.

Wer sich aufregt, kommentiert mehr

Wie genau die Plattformen ihre Algorithmen programmieren, um zu entscheiden, welche Inhalte wir sehen, ist nicht bekannt. Aber: Interaktionen und Verweildauer spielen eine zentrale Rolle. Beiträge, die emotionalisieren, provozieren und damit zum Kommentieren oder Weiterleiten animieren, profitieren von diesem Mechanismus. Und Tech-Konzerne haben ein ökonomisches Interesse daran, dass Nutzerinnen und Nutzer viel Zeit auf einer Plattform verbringen. Algorithmisch sortierte Feeds verlängern diese Verweildauer.

Kein Algorithmus ist auch keine Lösung

Algorithmen stellen eine Form der Sortierung und Gewichtung dar. Tech-Konzerne haben damit eine Verantwortung für das, was ihren Nutzerinnen und Nutzern angezeigt wird. Gleichzeitig sollten Algorithmen nicht verteufelt werden. Die Filterblasen-Theorie, die davon ausgeht, dass Algorithmen fragmentierte Teilöffentlichkeiten auf Social Media schaffen würden, gilt als überholt. Und: Chronologische Feeds bringen eigene Probleme mit sich. Sie können sogar mehr Falschinformationen enthalten als algorithmisch sortierte.

Unterrichtsimpulse zu Emotionalisierung auf Social Media

  • Reflexion der eigenen Social-Media-Nutzung:
    Was kommentiere ich? Welche Beiträge schicke ich an Freundinnen und Freunde?

  • Distanz zum eigenen Feed aufbauen:
    Werden in dem Post Emotionen oder Fakten transportiert?

  • Medienkompetenz schulen und Plattformwissen stärken:
    Erkennen emotionaler Manipulation

  • Kritisches Hinterfragen von Sichtbarkeit:
    Unterscheidung zwischen Meinungsvielfalt und Reichweite

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