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Social-Media-Verbot | Ausgewählte Beiträge von Instagram | bpb.de

Social-Media-Verbot Stichwort

/ 1 Minute zu lesen

Sollten soziale Netzwerke für Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren gesetzlich verboten werden? Die Debatte ist auch in Deutschland angekommen.

Perspektiven zum Social-Media-Verbot

Kritikerinnen und Kritiker warnen in der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren vor einer digitalen Ausgrenzung der Jugend. Die wissenschaftliche Grundlage für psychische Erkrankungen verursacht durch Social Media sei dünn. Außerdem seien die Plattformen ein Rückzugs- und Vernetzungsort für Jugendliche.

Befürworter betonen demgegenüber den Schutz vor Sucht, Cybermobbing und antisozialem Verhalten. Ein Gesetz würde den sozialen Gruppenzwang zum Online-Sein auflösen und die sensible Hirnentwicklung in der Pubertät vorsorglich vor möglicherweise schädlichen Veränderungen schützen.

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) fordert: Digitale Teilhabe braucht eine Balance aus Schutz und Befähigung bei kontrollierbaren Risiken.

Die Werkstatt der bpb hat verschiedene Perspektiven auf das Thema eingefangen: von Digital-Expertin Elisa Leidinger, Publizist Philipp Hübl und Franziska Benning von HateAid.

Zitat

Ein Verbot beschränkt das Recht von Kindern auf digitale Teilhabe und macht gleichzeitig die Plattformen keinen Deut besser. Nicht Kinder müssen reguliert werden, sondern Big Tech – davon profitieren wir alle.

Elisa Lindinger Digitalforscherin
Zitat

Durch die digitalen Medien wird antisoziales Verhalten auf erschreckende Weise erleichtert. Das muss man bekämpfen, keine Frage.

Philipp Hübl Publizist & Philosoph
Zitat

Solange Plattformen Kinder und Jugendliche ungeschützt lassen und EU-Recht nicht durchgesetzt wird, bleibt ein Verbot als letzter Ausweg. Doch das eigentliche Ziel muss sein: sichere Plattformen und ein sicheres Online-Umfeld.

Franziska Benning Head of Legal HateAid

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