Perspektiven zum Social-Media-Verbot
Perspektiven zum Social-Media-Verbot
Kritikerinnen und Kritiker warnen in der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren vor einer digitalen Ausgrenzung der Jugend. Die wissenschaftliche Grundlage für psychische Erkrankungen verursacht durch Social Media sei dünn. Außerdem seien die Plattformen ein Rückzugs- und Vernetzungsort für Jugendliche.
Befürworter betonen demgegenüber den Schutz vor Sucht, Cybermobbing und antisozialem Verhalten. Ein Gesetz würde den sozialen Gruppenzwang zum Online-Sein auflösen und die sensible Hirnentwicklung in der Pubertät vorsorglich vor möglicherweise schädlichen Veränderungen schützen.
Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) fordert: Digitale Teilhabe braucht eine Balance aus Schutz und Befähigung bei kontrollierbaren Risiken.
Die Werkstatt der bpb hat verschiedene Perspektiven auf das Thema eingefangen: von Digital-Expertin Elisa Leidinger, Publizist Philipp Hübl und Franziska Benning von HateAid.