Publikationen für den Unterricht

Schulnewsletter Februar 2021: Kolonialismus und seine Folgen

Sehr geehrte Lehrerin, sehr geehrter Lehrer,

die Bedeutung und Auswirkungen des Kolonialismus sind immens. Dieses historische Kapitel sollte dabei nicht allein aus der Sicht der ehemaligen Kolonialmächte betrachtet, sondern vielmehr die Perspektive der ehemaligen Kolonien eingebracht werden. Dabei kann im Unterricht untersucht werden, was der historische Kolonialismus heute auf beiden Seiten für Folgen hat und wie damit umgegangen wird. Im aktuellen Schulnewsletter werden verschiedenste Materialien zur Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus vorgestellt: Von Hintergrundberichten und ausführlichen Informationsquellen, über Filme, Podcasts oder altersgerechten Fluter-Artikel bis hin zu Arbeitsblättern und fertigen digitalen Unterrichtsstunden.

Ihr Schulnewsletter-Team

Ein Mann mit Kettensäge zerstört ein Standbild eine Frau "verarztet" das beschädigte Denkmal mit Paketband.

Fluter: Von den Sockeln? Sollten wir Kolonialdenkmäler abreißen – oder sie als Mahnmal behalten?

In diesem Format wird beispielhaft über die koloniale Erinnerungskultur gestritten. Einerseits kann man sagen, dass ein Abriss von Kolonialdenkmälern nur Symbole beseitigt und nicht die Probleme. Aber es lässt sich auch einwenden, dass Mahnung und Glorifizierung leicht zu verwechseln sind. Eine mögliche Grundlage für eine Diskussion im Unterricht. Weiter...

Das Bistro Zum Kaiser in der namibischen Stadt Swapokmund: Zeugnis der deutschen Kolonialvergangenheit in "Deutsch-Südwest-Afrika", die im Juli 1915 mit der Kapitulation vor den Truppen der südafrikanischen Union endete.

Dossier: (Post)kolonialismus und Globalgeschichte

In diesem Dossier zum Thema sind die wichtigsten Informationen und Materialien zur Hintergrundlektüre zusammengestellt. Hier finden sich ausführliche Antworten auf zentrale Fragen: Welche Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte gibt es, die im Kampf um "historische Wahrheiten" häufig an den Rand gedrängt wurden? Was kennzeichnet die Grundbegriffe "Kolonialismus" und "Postkolonialismus"? Wie wirkt das koloniale Zeitalter in ehemaligen Kolonialstaaten und anderen Gesellschaften nach?

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Der lange Abschied von der weißen Dominanz

Schriftenreihe (Bd. 10546/2021): Der lange Abschied von der weißen Dominanz

In Zeiten von Einwanderungsgesellschaften und globaler Verschiebungen wandeln sich auch gesellschaftliche Machtverhältnisse. Charlotte Wiedemann beschreibt, wie die Selbstverständlichkeit weißer Privilegien zunehmend in Frage gestellt wird. Sie geht auch auf Auswirkungen auf die Gesellschaft ein - sei es im Umgang mit ökonomischen Ungleichheiten, im Kampf gegen rassistische Diskriminierung oder in der Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte.

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4,50
Wir Herrenmenschen

Schriftenreihe (Bd. 10443/2019): Wir Herrenmenschen. Unser rassistisches Erbe: Eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte

Der Kolonialismus prägt Realitäten und Denkweisen bis heute. Bartholomäus Grill hat sich in den ehemaligen deutschen Kolonien auf Spurensuche begeben. Er beschreibt die brutale Praxis der deutschen Kolonialherrschaft und zeigt, welche Auswirkungen diese bis heute hat.

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4,50
Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis

Schriftenreihe (Bd. 10557/2020): Dekoloniale Rechtskritik und Rechtspraxis

Die Entwicklung des internationalen Rechts ist eng mit der Annexion außereuropäischer Gebiete verknüpft – und damit auch mit der systematischen Unterdrückung und Entrechtung der dort lebenden Menschen. Karina Theurer und Wolfgang Kaleck verbinden in ihrem Band theoretische Ansätze mit der Praxis.

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4,50
Unser Raubgut

Schriftenreihe (Bd. 10544/2020): Unser Raubgut. Eine Streitschrift zur kolonialen Debatte

Während der Zeit des Kolonialismus geraubte Kunst- und Kulturschätze werden nach wie vor in europäischen Museen ausgestellt. Seit einigen Jahren wird allerdings die Debatte um eine Rückgabe dieser Kulturgüter geführt, deren Restitution Moritz Holfelder für moralisch geboten hält.

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4,50
Die Kamerunstraße in Köln, Relikt des Kolonialismus.

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 44–45/2012): Kolonialismus

Die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus beginnt im Zeitalter der “Entdeckungen” im 15. Jahrhundert und erreichte im 19. und 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt als weite Teile der Welt unter direkter oder indirekter europäischer Herrschaft standen. In dieser Ausgabe wird die historische Entwicklung nachgezeichnet und es wird unter anderem auf die Gründe und unmittelbaren Folgen eingegangen.

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Das ehemalige Reichs-Kolonialdenkmal "Der Elefant", ein aus Backstein errichtetes zehn Meter hohes Mahnmal im Nelson-Mandela-Park in Bremen, wurde 1987 zu einem Antikolonialdenkmal umgewidmet.

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 40–42/2019): Deutsche Kolonialgeschichte

Mit dem Versailler Vertrag musste Deutschland 1919 seine Kolonien abtreten, auch wenn damit der Fremdherrschaft noch kein Ende gesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die deutsche Kolonialgeschichte in der öffentlichen Erinnerung lange von der NS-Zeit überlagert. Mit der Etablierung postkolonialer Perspektiven in den Wissenschaften hat die kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit auch in Deutschland zugenommen, was diese Ausgabe darzustellen versucht.

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Die Statue eines Menschen mit dunkler Hautfarbe an einem Haus

bpb lokal: Auf kolonialen Spuren in Bonn

In zahlreichen Städten Deutschlands gibt es sie bereits: Postkoloniale Stadtrundgänge. Sie haben das Ziel, die Spuren der deutschen Kolonialzeit sichtbar zu machen und für ihr Fortwirken zu sensibilisieren. Seit März 2019 bietet auch die bpb einen postkolonialen Stadtrundgang durch Bonn an.

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Unterrichtsmaterial

Das Palais de la Porte dorée in Paris wurde anlässlich der Kolonialausstellung von 1931 errichtet und beherbergt heute ein Einwanderermuseum. Im Vordergrund eine Plastik des senegalesischen Künstlers Diadji Diop von 2009 mit dem Titel "Dans le bonheur"

Informationen zur politischen Bildung (Nr. 338/2018): Europa zwischen Kolonialismus und Dekolonisierung

Mit ihrem Expansionsstreben haben die europäischen Großmächte seit dem 15. Jahrhundert nicht nur die Entwicklungsgeschichte ihrer Kolonien maßgeblich beeinflusst. Langfristig haben sich durch den Kolonialismus in Europa selbst tiefgreifende Veränderungen ergeben: Zahlreiche europäische Gesellschaften könnten heute ohne ein umfassendes Verständnis ihrer bewegten Kolonialgeschichte kaum verstanden werden.

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Ab Donnerstag täglich von 11 bis 11:45 Uhr: Die Politikstunde.

Die Politikstunde (Nr. 7): Postkolonialismus - Was hat das mit mir zu tun?

Ist Kolonialismus längst Geschichte? Und welche kolonialen Spuren begegnen uns eigentlich in unserem Alltag? Mit einem virtuellen Rundgang in den eigenen vier Wänden holen Jil und Anna von bonn postkolonial, das Thema zu dir nach Hause. Eine weitere Ausgabe der live gestreamten digitalen Politikstunden der bpb angesichts der derzeitigen Schulschließungen, die alle auch nachträglich genutzt werden können.

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Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperalistic Self-Defence

Filmbildung: "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin der dokumentarische Kompilationsfilm "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" mit den "Cinema fairbindet"-Preis ausgezeichnet. Der Film verbindet Fernseharchivmaterial über die afrikanischen Befreiungsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre mit Fragmenten aus dem historischen Text „Die Verdammten dieser Erde“ von Frantz Fanon, einem Vordenker der Entkolonialisierung. Neben dem Film in voller Länge, gibt es auch ein Interview mit dem Filmemacher, ein Arbeitsblatt sowie weitere ergänzende Materialien zum Einsatz im Unterricht oder zur eigenen Weiterbildung.

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kinofenster: DER MIT DEM WOLF TANZT

Westernfilme zeigen die indigene Bevölkerung Nordamerikas aus der Perspektive der Kolonisator/-innen. Die stereotypen Inszenierungen des Genres haben die Wahrnehmung der Native Americans lange Zeit geprägt. Das Filmdossier beleuchtet den kolonialistischen Blick des Westerns und bietet Material in deutscher und englischer Sprache.
https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf2003/kf2003-der-mit-dem-wolf-tanzt-film/

kinofenster: 12 YEARS A SLAVE

Der britische Regisseur Steve McQueen schildert das 12-jährige Martyrium von Solomon Northup, der 1841 in Washington entführt wurde und auf Plantagen in Louisiana Fronarbeit leisten musste. Neben einem Interview mit dem Regisseur bietet das Dossier auch Informationen zur Geschichte der Versklavung seit Anbeginn der Kolonialzeit.
https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf1401/12-years-a-slave-film/

kinofenster: UND DANN DER REGEN - TAMBIÉN LA LLUVIA

Ein europäisches Filmteam dreht in Bolivien einen Film über Kolumbus und wird dort von der Realität eingeholt. In mehreren Ebenen verbindet der Film die Unterdrückung der indigenen Bevölkerung durch die spanischen Eroberer und den heutigen Kampf um Rechte und Selbstbestimmung. https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf1201/und-dann-der-regen-film/

Mediathek

ReMIX. Africa in Translation: Intro

Mediathek: ReMIX. Africa in Translation: Eine fünfteilige Doku-Serie aus den ehemaligen deutschen Kolonien

Welche Rolle spielt die koloniale Vergangenheit für die afrikanische Gegenwart? Dies ist die zentrale Fragestellung des ReMIX-Projekts. In Togo, Kamerun, Tansania und Namibia werden Roadtrips unternommen zu Erinnerungsorten von Versklavung und antikolonialem Widerstand. Die ReMIX-Doku-Serie vollzieht den Perspektivwechsel hin zu jenen, die die koloniale Erfahrung in ihren Ländern erbten und will so einen Dialograum zwischen afrikanischen Expertinnen und Experten schaffen.

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Was uns betrifft - Koloniale Spuren

Mediathek: Was uns betrifft - Koloniale Spuren(2020): Ein Podcast

Was hat die deutsche Kolonialzeit mit uns zu tun? Wo hat sie Spuren hinterlassen und warum wird heute noch von Dekolonisierung gesprochen? In diesem Podcast wird die Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin Meryem Choukri in Hamburg besucht und die Historikerin Katharina Oguntoye spricht über den Zusammenhang zwischen Kolonialismus und Rassismus.

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Im Praxistest

Filmbildung: "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence"

Im Jahr 2014 wurde im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin der dokumentarische Kompilationsfilm "Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" mit den "Cinema fairbindet"-Preis ausgezeichnet. Der Film verbindet Fernseharchivmaterial über die afrikanischen Befreiungsbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre mit Fragmenten aus dem historischen Text "Die Verdammten dieser Erde" von Frantz Fanon, einem Vordenker der Entkolonialisierung. Neben dem Film in voller Länge, gibt es auch ein Interview mit dem Filmemacher, ein Arbeitsblatt sowie weitere ergänzende Materialien zum Einsatz im Unterricht oder zur eigenen Weiterbildung.
https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/193464/preistraeger-2014-concerning-violence

Zur Rezension: http://www.bpb.de/326382

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Schulnewsletter – Archiv

Ein Newsletter für Lehrerinnen und Lehrer der politischen Bildung. Hier erhalten Sie alle Informationen zu den aktuellen Publikationen, Veranstaltungen und Online-Angeboten der bpb für Ihren Unterricht.

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"Schon wieder Stillarbeit?!" - Die Methodentipps der bpb zeigen Ihnen, was sonst noch alles geht! Gerahmt von didaktischer Literatur finden Sie hier didaktisches Handwerkzeug zur Gestaltung von ansprechendem und nachhaltigem Unterricht.

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Nun schon im 49. Jahr startet nach den Sommerferien der Schülerwettbewerb der bpb. Wie immer bietet er eine bunte Themenpalette und von Profis entwickelte Projektvorschläge. Er wendet sich an die Klassen 4 bis 12 aller Schulformen. Mit Beiträgen aus zuletzt 25 Teilnehmerländern ist er international!

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