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Dürre im Südwesten Chinas

30.6.2007

Glossar

Glossar E - H

EMNID
Meinungsforschungsinstitut mit relativ hohem Anteil an politischer Forschung. Auftraggeber sind u.a. Parteien und Regierungsinstitutionen, aber auch Zeitschriften wie DER SPIEGEL.

Emission
(von lat. emittere = herausschicken, heraussenden)
Emission bedeutet allgemein Austrag, zum Beispiel von Schadstoffen, Reizstoffen, oft auch natürlichen Allergenen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterungen, aus/von einer entsprechenden Quelle (= Emittent). Beispiele sind gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Altlasten, staubförmige Emissionen von Halden oder Lärm-Emissionen. Jede Emission hat eine Immission (Eintrag) in ein Umweltmedium zur Folge. Für den ->Klimawandel verantwortlich gemacht, werden vor allem CO2-Emissionen (durch den Menschen verursacht).

Emissionshandel
Der Handel mit Emissionen wurde im Kyoto-Protokoll als flexibles Instrument zum Erreichen der nationalen und internationalen Reduktionsziele etabliert. Emissionszertifikate verbriefen einem Unternehmen oder Staat das Recht, zum Beispiel eine bestimmte Menge Kohlendioxid (->CO2) innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu emittieren. Liegt der tatsächliche Ausstoß unter dem zulässigen Wert, können die nicht benötigten Zertifikate bzw. CO2-Mengen verkauft werden. Damit soll erreicht werden, dass Emissionen dort vermieden werden, wo es am kostengünstigsten ist.

Energie
Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Physikalisch unterscheidet man unterschiedliche Arten und Formen (Energieformen):
  • mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische Energie, potenziale Energie der Lage)
  • Wärmeenergie (thermische Energie)
  • chemische Energie
  • elektrische Energie
  • Strahlungsenergie
  • Kernenergie und Fusionsenergie
Streng genommen ist nur ein Teil der Energie nutzbar, der z.B. über der Umgebungstemperatur liegt. Dieser wird als Energie bezeichnet und ist für den Energiemarkt die eigentliche Bezugsgröße. Der Energiewert einer Wärmeeinheit ist umso höher, je höher das Temperaturniveau ist. Der nicht nutzbare Energieanteil wird als Anergie bezeichnet.

Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in vier Stufen einteilen:
  • Primärenergieträger kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in
  • Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin).
Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die
  • Endenergie, die in
  • Nutzenergie umgewandelt wird - in Heiz- und Prozesswärme, Licht sowie mechanische Energie (Energiedienstleistung).
(Quelle: http://bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/energieglossar.html)

Energieeffizienz
Energie wird eingesetzt, um eine Energiedienstleistung zu bekommen. Dieselbe Energiedienstleistung kann oft mit unterschiedlich großem Energieeinsatz zur Verfügung gestellt werden. Die Energieeffizienz ist umso höher, je geringer die Energieverluste bei der Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Nutzung von Energie(trägern) für die jeweilige Energiedienstleistung sind.

Energiepolitik
Energiepolitik ist in der Bundesrepublik Teil der allgemeinen Wirtschaftspolitik und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit. Die Energiepolitik wird von der Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern formuliert. Die energiepolitischen Ziele stellen ein magisches Vieleck dar. Zu den traditionellen Zielen, sichere, wirtschaftliche und ausreichende Energieversorgung, kamen nach den Ölpreiskrisen der 1970er Jahre Ziele wie sparsamer und rationeller Energieeinsatz, breit gefächerte Versorgung und Umweltverträglichkeit hinzu.

Energieproduktivität
Die Energieproduktivität gilt als Maßstab für die Effizienz im Umgang mit den vorhandenen Energieressourcen. Sie wird ausgedrückt als Bruttoinlandsprodukt im Verhältnis zum Primärenergieverbrauch. Anschaulicher: Je mehr volkswirtschaftliche Gesamtleistung aus einer Einheit eingesetzter Primärenergie "herausgeholt" wird, umso effizienter wird in dieser Volkswirtschaft mit ->Energie umgegangen.

Erneuerbare Energien (regenerative Energien)
Zu den erneuerbaren Energien zählen Sonne, Wasser, Wind (->Windkraftwerk), Biomasse und Geothermie (Erdwärme). Man unterscheidet erneuerbare von nicht regenerierbaren, fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas), deren Vorräte begrenzt sind.

EU-Nachhaltigkeitsstrategie
Die EU-Nachhaltigkeitsstrategie wurde im Sommer 2001 beschlossen. Sie soll auf europäischer Ebene die Vereinbarkeit von Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und sozialer Integration fördern. Dazu benennt sie vier Bereiche – Klimaänderungen, Verkehr, Gesundheit und natürliche Ressourcen –, in denen die Nachhaltigkeit politischen Handelns der EU hergestellt werden soll.

FCKW
Fluorchlorkohlenwasserstoffe gehören zu den ->Klimagasen. Diese dienten als Treibmittel in Spraydosen und Aufschäummittel. Sie sind durch die Treibhausgase H-FKW und FKW ersetzt worden. Diese sind im Vergleich mit FCKW weniger treibhausgasrelevant, dass heißt aber nicht, das diese unbedenklich sind. Langfristig ist an eine Verringerung der H-FKW und FKW, zum Beispiel durch die Verwendung alternativer Treibgase in Schaumstoff, zu denken.

Fluorkohlenwasserstoffe
Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) sind fluorierte Derivate der Kohlenwasserstoffe. Bei den Fluorkohlenwasserstoffen wird zwischen den teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (H-FKW) und den vollständig halogenierten Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) unterschieden. Sind FKWs vollständig fluoriert (enthalten also keine Wasserstoff-Atome mehr), dann nennt man diese auch perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe. Die Fluorkohlenwasserstoffe beeinflussen in der Atmosphäre das Klima. Sie tragen zur Erderwärmung (Treibhauseffekt) bei, da die Moleküle die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche absorbieren.

Fossile Energieträger
Die fossilen Energieträger Öl, Kohle und Gas haben zwei wesentliche Nachteile: sie sind nicht unendlich verfügbar und ihre Verbrennung erzeugt klimaschädliche Emissionen – mit erheblichen Folgeschäden und -kosten.

Gabriel, Sigmar
Seit dem 22. November 2005 leitet der SPD-Politiker das Bundesumweltministerium (->BMU) und ist somit zuständig für die Umweltpolitik bzw. die Belange des Umweltschutzes in Deutschland.

Globale Erwärmung
->Klimawandel

Globalisierung
Unter Globalisierung versteht man den Prozess der zunehmenden internationalen Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten.

Greenpeace
Greenpeace ist eine 1971 von Friedensaktivisten in Vancouver gegründete internationale Umweltschutzorganisation und wurde vor allem durch Kampagnen gegen Kernwaffentests und Aktionen gegen den Walfang bekannt. Später konzentrierte sich die Organisation auch auf andere ökologische Probleme wie Überfischung, die globale Erwärmung, die Zerstörung von Urwäldern und die Gentechnik.

Grüner Punkt
Der Grüne Punkt ist ein geschütztes Markenzeichen der Duales System Deutschland (DSD) GmbH und kennzeichnet Verkaufsverpackungen in Deutschland und 23 weiteren Europäischen Staaten, die entweder im Gelben Sack, in der Gelben Tonne, in Altglascontainern oder in der Altpapiertonne und dann vom dualen System oder auf dem Entsorgungsweg von Selbstentsorgern entsorgt werden.

Quellen:

http://www.bmu.de
http://www.bpb.de/themen/ZROPLT,0,0,Glossar.html
http://www.bpb.de/wissen/C4A114,0,0,Energiepolitik.html
http://www.umweltdatenbank.de/lexikon.htm
http://www.wikipedia.de
http://www.wasser-wissen.de/
http://www.umwelt.niedersachsen.de/