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Dürre im Südwesten Chinas

30.6.2007

Glossar

Glossar I - N

IPCC
Das Intergovernmental Panel on Climate Change, zu Deutsch der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen mit Sitz in Genf, wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der World Meteorological Organization (WMO) gegründet, die ebenfalls zur UNO gehört. Das IPCC hat bisher 1990, 1995 und 2001 Berichte über den Stand der Klimaforschung abgegeben. Der IPCC-Report von 2007 basiert auf Hunderten Modellrechnungen, ausgefeilten Computermodellen, zahllosen Studien und Messreihen. 450 Hauptautoren liefern die bisher genaueste Beschreibung dessen, was die Temperatur der Atmosphäre etwa seit dem Jahr 1800 in die Höhe treibt. An der vierten Studie des IPCC haben 2500 Experten sechs Jahre gearbeitet. In der Zusammenfassung des Reports ist von einem Anstieg der Temperaturen in den nächsten 30 Jahren um rund 0,7 Grad Celsius die Rede. Bis 2100 könnte die Temperatur gar um bis zu 6,4 Grad steigen - abhängig von der Menge der freigesetzten Treibhausgase (->Klimagase). Die stärksten Temperaturerhöhungen erwarten die Forscher in den hohen nördlichen Breitengraden. In der Arktis sind bereits jetzt dramatische Folgen des ->Klimawandels zu beobachten. Weniger betroffen sind hingegen die südlichen Ozeane sowie der Nordatlantik. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,463900,00.html

Klima
Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die für den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde geprägt.

Klimagase (Treibhausgase)
Die wichtigsten klimarelevanten Gase, die vom Menschen in die Atmosphäre emittiert werden, sind Kohlenstoffdioxid (->CO2), ->Methan, ->Distickstoffoxid, Halogenierte ->Fluorkohlenwasserstoffe (->FCKW), Perfluorierte ->Kohlenwasserstoffe und ->Schwefelhexafluorid. Diese Gase werden zum Teil seit der Industrialisierung in verstärktem Maße in die Atmosphäre abgegeben. Die klimarelevanten Gase treten in unterschiedlichen Konzentrationen in der Atmosphäre auf, sie sind unterschiedlich stark am Treibhauseffekt beteiligt und ihre Verweildauer in der Atmosphäre ist verschieden lang. Deshalb wurde dazu übergangen die Treibhausgase zu normieren, um sie besser vergleichbar zu machen. Vergleichsgrundlage ist die Treibhauswirksamkeit von Kohlenstoffdioxid.

Klimapolitik
Unter Klimaschutzpolitik versteht man politische Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene. Ziel der Klimaschutzpolitik ist es, die Geschwindigkeit und die Auswirkungen der Globalen Erwärmung (->Klimawandel) zu reduzieren bzw. zu stoppen. Hauptsächliches Mittel dazu ist die Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen, da diese für die Erwärmung des Erdklimas (->Treibhauseffekt) verantwortlich gemacht werden. Ihr Erfolg hängt noch mehr als in anderen Bereichen der Umweltpolitik von der Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit ab.

Klimaschutz/Umweltschutz
Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der globalen Erwärmung (->Klimawandel) entgegen wirken und ihre Folgen abmildern oder verhindern sollen. Umweltschutz bezeichnet den Schutz der Umwelt vor störenden Einflüssen oder Beeinträchtigungen, wie beispielsweise Umweltverschmutzung, Lärm, globaler Erwärmung und Flächenversiegelung bzw. Flächenverbrauch.

Klimawandel/Globale Erwärmung
Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre. Ihre Ursachen liegen hauptsächlich im Verbrennen fossiler Brennstoffe und in den daraus resultierenden Emissionen von Kohlenstoffdioxid (->CO2) sowie in der Freisetzung weiterer Treibhausgase (->Klimagase).

Kohlen(stoff)dioxid
Das farb- und geruchlose Gas Kohlenstoffdioxid (im normalen Sprachgebrauch meist Kohlendioxid, oft aber auch fälschlich Kohlensäure genannt) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es absorbiert einen Teil der Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung), während kurzwelligere Strahlung, d. h. der größte Teil der Sonnenstrahlung, passieren kann. Diese Eigenschaft macht Kohlenstoffdioxid zu einem so genannten Treibhausgas. Nach Wasserdampf ist Kohlenstoffdioxid entsprechend seinem Mengenanteil das wirksamste der Treibhausgase, wenngleich die spezifischen Wirksamkeiten von Methan und Ozon höher sind.

Kraft-Wärme-Kopplung
Bei einer mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betriebenen Energiewandlungsanlage wird auch die durch die Energieumwandlung erzeugte elektrische Energie zu weiten Teilen genutzt.

Kyoto-Protokoll
1997 in der japanischen Stadt Kyoto erarbeitetes und 2005 in Kraft getretenes internationales Abkommen, das die Vertragsstaaten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bis 2012 verpflichtet. Da die beteiligten Länder in unterschiedlichem Maße zu den weltweiten Kohlendioxid-&->Emissionen beitragen, gelten für die jeweiligen Länder unterschiedliche Zielvorgaben. So muss Deutschland seine CO2-Emissionen bis 2010 um 21 Prozent senken. Im Moment haben 141 Staaten das Kyoto-Protokoll ratifiziert.

Luftverschmutzung
Die Luftverschmutzung (Luftverunreinigung) ist der auf die Luft bezogene Teilaspekt der Umweltverschmutzung. Gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz ist Luftverschmutzung (dort als Luftverunreinigung bezeichnet) eine Veränderung der natürlichen Zusammensetzung der Luft, insbesondere durch Rauch, Ruß, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe oder Geruchsstoffe.

Methan (CH4)
Methan entweicht überwiegend beim wasserbedeckten Reisanbau, aus Kuhmägen, aus Kohlebergwerken, aus Mülldeponien und zum geringen Teil durch Leckagen beim Ferntransport von Erdgas, an Tankstellen und bei Verbrennungsprozessen. In Deutschland sind die größten Quellen Ausgasungen aus Mülldeponien und aus der Abwasserreinigung.

Nachhaltigkeit
Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt den Gedanken, "ein natürliches System ausschließlich so zu nutzen, dass es in seinen wesentlichen Charakteristika langfristig erhalten bleibt." (Deutscher Bundestag, 14. Wahlperiode: Schlussbericht der Enquete-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten Drucksache 14/9200, 12. Juni 2002.)
Beim Weltgipfel in Rio im Jahr 1992 haben sich alle teilnehmenden Staaten dazu verpflichtet, nationale Nachhaltigkeitsstrategien aufzustellen. Die Bundesregierung verabschiedete die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie im April 2002 unter dem Titel "Perspektiven für Deutschland". Sie "soll als Leitlinie für alle Politikbereiche gelten und so das gesellschaftliche Leben beeinflussen. Dabei sollen die umwelt-, wirtschafts- und sozialpolitischen Ziele gleichermaßen berücksichtigt werden".

Quellen:

http://www.bmu.de
http://www.bpb.de/themen/ZROPLT,0,0,Glossar.html
http://www.bpb.de/wissen/C4A114,0,0,Energiepolitik.html
http://www.umweltdatenbank.de/lexikon.htm
http://www.wikipedia.de
http://www.wasser-wissen.de/
http://www.umwelt.niedersachsen.de/