Dürre im Südwesten Chinas

30.6.2007

Chronik "Umwelt, Klima und Mensch"

Jahr 1 n.Chr. bis 1945

900 bis 1300 n. Chr.
"Kleines Klimaoptimum": Warmphase mit trockenen Sommern und milden Wintern im frühen Mittelalter, die Temperaturen liegen etwa ein Grad über den heutigen. Grönland ist tatsächlich grün und wird besiedelt, in Schottland ist sogar Weinanbau möglich.

1362 und 1634
Sturmfluten an der Nordseeküste.

1400 bis 1850
"Kleine Eiszeit": Nach der relativ warmen Periode setzte eine Klimawende ein: Die Temperaturen fielen deutlich und lagen etwa 1 bis 1,5 Grad unter den heutigen. Die Gletscher rückten weiter in die Täler vor. Kalte Winter und nasse Sommer führten zu Missernten, Hungersnöten und einer Häufung von Sturmfluten und Überschwemmungen. (Weiterführende Informationen finden Sie hier.)

1872
Erstmals wird am 25. April 1872 der "Tag des Baumes" (in Nebraska/USA) begangen. Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt der US-amerikanische Journalist und Farmer Julius Sterling Morton, sein Anwesen im baumarmen Bundesstaat Nebraska konsequent aufzuforsten. Bereits nach kurzer Zeit stellen sich erste Erfolge ein. Die Bodenerosion vermindert sich, die Artenvielfalt in der Gegend nimmt zu. Daraufhin beantragt Morton, einen "Tag des Baumes" einzuführen, um auf die Versteppung der USA und die mögliche Rettung der Umwelt durch das Wurzelwerk von Buchen, Fichten oder Eichen hinzuweisen. (Weiterführende Informationen finden Sie hier.)

Um 1900
Der Mensch beginnt, in die sensible Balance zwischen natürlichem Treibhauseffekt und Sonneneinstrahlung im Zuge der beginnenden Industrialisierung (bspw. durch die vermehrte Nutzung fossiler Brennstoffe) einzugreifen. (Nähere Informationen finden Sie hier.)

1913
Erste Internationale Naturschutzkonferenz im Parlamentsgebäude von Bern, an der 17 Staaten teilnehmen und die Aufgaben des Weltnaturschutzes festlegen.

1925
Erster Deutscher Naturschutztag in München mit Initiativen zum Alpenschutz und Gründung des "Deutschen Ausschusses für Naturschutz". Die Fachtagung des Bundesverbandes Beruflicher Naturschutz e. V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Naturschutzring e. V. und dem Bundesamt für Naturschutz findet alle zwei Jahre statt.

1941
Hermann Flohn erkennt in dem in der "Zeitschrift für Erdkunde" veröffentlichten Artikel "Die Tatigkeit des Menschen als Klimafaktor", dass der Klimawandel nicht nur natürlich bestimmt ist. Flohn (1912-1927) gilt als der älteste Vertreter der deutschen Klimaforschung.

Quellen und weitere Links:
Scinexx – Das Wissensmagazin: Eine kurze Geschichte des Klimas... http://www.scinexx.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=35&rang=7