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Folge 12 - in der Manuela schmerzlich vermisst wird

Folge 12 - in der Manuela schmerzlich vermisst wird Manuela & Simon - Lieben und Leben für die Revolution

von: Daniel Stender, Marcus Weber

10. – 17. Dezember 1830. Bolívar diktiert in Barranquilla sein Testament und zieht ein vernichtendes Fazit der Befreiung – die Einheit des Kontinents sei unerreichbar.

Inhalt

Wörtlich schreibt Bolívar: „Wer der Revolution dient, pflügt das Meer.“ Am 17. Dezember stirbt er in dem kleinen Ort Santa Marta 47-jährig an Tuberkulose. Bis heute sind die genauen Umstände von Bolívars Tod umstritten, neben der Tuberkulose wird auch eine Arsenvergiftung in Betracht gezogen. Als Reaktion auf seinen Tod lässt sich Manuela Sáenz von einer Giftschlange beißen – der Selbstmordversuch misslingt allerdings. 1832 kehrt Francisco de Paula Santander aus dem Exil zurück und wird Präsident der Republik Neu-Granda (dem heutigen Kolumbien und Panama) – Manuela Sáenz wird nach Jamaika verbannt. Erst 1835 kehrt sie auf den Kontinent, in die peruanische Stadt Paita am Pazifik zurück. Hier lebt sie bis zu ihrem Tod – am 23. November 1856 stirbt Manuela Sáenz in Folge einer Diphtherie-Epidemie. Im Zuge der Seuchenbekämpfung wird auch ihr Briefwechsel mit Bolívar vernichtet. Heute erinnert in Quito ein Museum an die „Befreierin des Befreiers“.

Manuela & Simón erzählt die Geschichte von Manuela Sáenz und Simón Bolívar. Es ist die Geschichte einer großen und unkonventionellen Liebe, aber auch vom Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist eine Geschichte von Menschen, die sich für ihre Ideale einsetzten und dafür kämpften. Von Menschen, deren Leben und Wirken Spuren hinterlassen hat, die bis heute sichtbar sind – fast 200 Jahre nach ihrem Tod.

Quito, 16. Juni 1822. Sie steht auf ihrem Balkon und macht große Augen. Die Straßen sind voller jubelnder, tanzender Menschen. Von überall werden Blumen und Lorbeerkränze geworfen. Denn dort unten ziehen Soldaten vorbei, das Befreiungsheer, das gerade einen wichtigen Sieg gegen die spanischen Kolonialherren errungen hat. Mitten unter ihnen ist der große Held, der Führer der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung: Simón Bolívar. Er ist es, auf den Manuela Sáenz wartet. Er ist es, den sie sehen will. Die 24Jährige ist selbst Revolutionskämpferin, und sie ist fasziniert von den Geschichten, die sich um Bolívar ranken. Ein Mann, der sein Leben dem Kampf für die Freiheit verschrieben hat, ein kluger Feldherr, ein politischer Visionär, selbstbewusst und charmant. Es dauert nicht lang, bis die beiden sich kennenlernen und näher kommen. Obwohl Bolívar 14 Jahre älter ist, und obwohl Manuela mit einem englischen Geschäftsmann verheiratet ist. Es kommt, wie es kommen muss: Manuela verliebt sich in Simón…

Die zwölfteilige Kurzhörspiel-Serie "Lieben und Leben für die Revolution" erzählt von zwei Menschen, die gemeinsam versuchen ein großes Ziel zu erreichen: Südamerika von der spanischen Kolonialmacht zu befreien und die Vereinigten Staaten von Südamerika zu gründen. Mal arbeiten sie Hand in Hand, mal stehen sie sich gegenseitig im Wege. Doch was immer geschieht – Manuela Sáenz und Simón Bolívar werden zu einem Paar, das die Unabhängigkeitsbewegung in Südamerika entscheidend prägt. So entsteht eine an die historischen Ereignisse angelehnte Geschichte voller großer Abenteuer, eine Geschichte von gewonnenen Schlachten, bitteren Enttäuschungen und der wahren Liebe. Kein Heldenepos über den Befreier Simón Bolívar, sondern ein privates Portrait über Simón, erzählt aus Manuelas Perspektive. Einer Frau, die nicht nur seine Geliebte war, sondern als erste Feministin des Kontinents, seine Antreiberin, sein Gewissen und gleichberechtigte Partnerin an der Seite des Revolutionsführers.

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  • Sprecher: Ilka Teichmüller (Manuela), Lenn Kudrajawizki (Simón), Thomas Nicolai (Santander), Claudia Fritzsche (Klatschweib 1), Henriette Hübschmann (Klatschweib 2), Marian Funk (Sucre), Manfred Callssen (Thorne), Anna Budde (Jonotás), Ute Maria Thorp (María)

  • Sprachregie: Marcus Weber

  • Sounddesign & Musik: Armin Köhrer, Andreas Roth

  • Produktion: 08.2010

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

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