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Audiocollage 1: „Die DDR war ihr Land“ | bpb.de

Audiocollage 1: „Die DDR war ihr Land“ Gespräch über die Gründergeneration jüdischer Künstler-/innen, Lea Grundig, Herbert Sandberg und anderer Kommunisten

von: Charlotte Misselwitz

Die Nachfahren der ersten Generation jüdischer Künstler/-innen in der DDR sprechen über deren Erfahrungen während der NS-Zeit im Gefängnis, KZ oder im Exil. Sie helfen ihr Wirken einzuordnen.

Inhalt

Es entstanden 2025 drei Audiocollagen im Zusammenspiel mit einer Recherche von Charlotte Misselwitz über die Kunstwerke ostdeutscher jüdischer Künstler/-innen an den staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).

Das Transkript zur Audiocollage 1 finden Sie Interner Link: hier >>

Alle interviewten Personen haben eine Verbindung zu den Kunstwerken ostdeutscher jüdischer Künstler/-innen in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie gehören der jüdischen Community in Dresden oder dem Umfeld der Künstler/-innen an. Und ob künstlerisch oder familiär: Sie kennen als Nachfahren der ersten Generation jüdischer Künstler/-innen der DDR, als zweite Generation also, das Denken und Fühlen von Lea Grundig, Herbert Sandberg, Leo Haas und einigen anderen. Sie wissen um deren Erfahrungen während der NS-Zeit im Gefängnis oder im Exil (wie bei Lea Grundig) und um die Jahre im Konzentrationslager, die Herbert Sandberg etwa in Buchenwald oder Leo Haas in Theresienstadt und Auschwitz verbrachten. Sie selbst haben die „Wende“ und die deutsche Wiedervereinigung in der Mitte ihres Lebens erlebt. Ihre Stimmen geben die Identifikationen der Elterngeneration mit dem Staat wieder, die sich in großem Maß aus den unter den Nationalsozialisten erlittenen Traumata erklärt. Sie helfen einzuordnen, was bisher nur als „angepasste, systemkonforme Kunst“, als „sozialistischer Realismus“ lesbar war, durch Geschichten von Verfolgung, aber auch Widerstand und aktive, künstlerische Auseinandersetzung mit dem Erlebten in der neu gegründeten DDR. Die Kinderhymne von Brecht, vertont durch Hanns Eisler – ebenfalls ein jüdischer Remigrant und Kommunist – wird hier durch Gitarrenklänge angedeutet.

Hier geht es zu den Interner Link: Lebensläufen der genannten Personen >>

Mehr Informationen

  • Redaktion: Charlotte Misselwitz, Autorin

  • Regie: Barbara Meerkötter

  • Ton: Jean-Boris Szymczak

  • Musik: „Kinderhymne“ von Bertolt Brecht, Komponist Hanns Eisler

  • Gitarre: Gidi Farhi

  • Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftritts):

  • Guliko Zimmering (geb. 1954), Großnichte von Lea Grundig, Tochter von Max Zimmering (Schriftsteller und Cousin von Lea Grundig), lebt in Dresden.

  • Peter Goldhammer (geb. 1959), Großneffe von Lea Grundig, Enkel von Bruno Goldhammer (Cousin von Lea Grundig, der während der Slansky-Prozesse 1953 ins Gefängnis kam).

  • Viola Sandberg (geb. 1947), 1970-1990 Kuratorin an der „kleinen galerie pankow“, Tochter des Grafikers und Malers Herbert Sandberg (KZ-Überlebender Buchenwald), lebt in Berlin.

  • Maria Heiner (geb. 1937), Biografin und Herausgeberin des Werkverzeichnisses von Lea Grundig (www.grundig-grafik.de), war eine enge Freundin und ärztliche Betreuerin von Lea, lebt in Dresden.

  • Produktion: 2025

  • Spieldauer: 10 Min.

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

  • Verfügbar bis: 01.04.2033

Lizenzhinweise

Dieser Text und Medieninhalt sind unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 4.0 - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International" veröffentlicht. Autor/-in: Charlotte Misselwitz für bpb.de

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