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Die Erinnerung...

Die Erinnerung... ...der Deutschen und der Zwangsarbeiter

von: Alexandra Neumann, Cord Pagenstecher

Die Erinnerung der Deutschen und der Zwangsarbeiter. Zwei Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge berichten, wie sie die Erinnerungskultur der Deutschen erleben und wie sie selbst sich an die Zwangsarbeit erinnern. Ausschnitte aus den Video-Interviews mit Sinaida B. ("Ostarbeiterin" aus der Ukraine), Barbara Sz. (in Karlruhe eingesetzte Polin) und Iossif G. (jüdischer Zwangsarbeiter aus Weißrussland) © Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"

Inhalt

Viele Zeitzeuginnen und Zeitzeugen beobachten aufmerksam die öffentliche Erinnerung in Deutschland. In den 2005 / 2006 geführten Interviews des Online-Archivs "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte" schildern die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unterschiedliche Erfahrungen mit dem Gedenken in Deutschland und in ihren Heimatländern. Die drei kurzen Ausschnitte beleuchten unterschiedliche Einschätzungen des gesellschaftlichen und individuellen Gedächtnisses. Zwei Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge berichten, wie sie die Erinnerungskultur der Deutschen erleben und wie sie selbst sich an die Zwangsarbeit erinnern.

Biografische Daten

Sinaida B., "Ostarbeiterin" aus der Ukraine 1914: Geburt in Belgorod 1938: Arbeit als Ingenieurin in Charkow 1942: Verschleppung zur Zwangsarbeit nach Berlin. Arbeit bei der Kosmetikfirma "Schwarzkopf", später in einem Privathaushalt 1943: Nach Luftangriffen mit der deutschen Familie nach Hessen 1944: Arbeit in der Munitionsfabrik WASAG in Allendorf / Hessen 1945: Befreiung durch amerikanische Truppen, Sowjetisches Filtrierlager in Magdeburg und Rückkehr nach Charkow 1978: Rente Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", Externer Link: Interview za465 (Registrierung erforderlich) Dauer: 3:20 Stunden, Datum: 22.09.2004, Sprache: Russisch

Barbara Sz., in Karlsruhe eingesetzte Polin 1929: Geboren in der Nähe von Konin 1939: Deutsche Besetzung, Schließung der polnischen Schulen, Landarbeit 1944: Verschleppung über Posen nach Karlsruhe, Zwangsarbeit bei den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken (DWM) Karlsruhe (heute Gelände des Zentrums für Kunst- und Medientechnologie) und Grötzingen, bei Bombardierungen verletzt 1945: Befreiung, danach Schulbesuch und Arbeit im eigenen Friseursalon 2004: Besuch in Karlsruhe Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", Externer Link: Interview za246 (Registrierung erforderlich) Dauer: 2:26 Stunden, Datum: 13.09.2006, Sprache: Polnisch

Iossif G., jüdischer Zwangsarbeiter aus Weißrussland 1926: In Minsk geboren 1941: Mit seiner Familie im jüdischen Ghetto Minsk, Zwangsarbeit in der nahe gelegenen Radiofabrik, Hilfe für Partisanen (Besorgung von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Waffen) 1942: Umsiedlung aus dem Ghetto in Barackenlager bei der Minsker Radiofabrik 1944: Befreiung, danach Schulbesuch und Studium der Elektrotechnik und Arbeit als Elektroingenieur 1986: Pensionierung Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945", Externer Link: Interview za032 (Registrierung erforderlich) Dauer: 4:01 Stunden, Datum: 02.08.2005, Sprache: Russisch

Mehr Informationen

  • Redaktion: Cord Pagenstecher

  • Kamera: Igor Lukhanin, Jerzy Ernst, Alexander Girel

  • Schnitt: Tobias Kilgus

  • Drehbuch: Alexandra Neumann, Cord Pagenstecher

  • Ton: Tobias Kilgus

  • Interviewpartner/innen: Sinaida B. ("Ostarbeiterin" aus der Ukraine in Berlin und Allendorf / Hessen), Barbara Sz. (polnische Zwangsarbeiterin in Karlsruhe), Iossif G. (jüdischer Zwangsarbeiter in Minsk / Weißrussland)

  • Interviewer/innen: Gelinada Grinchenko, Irina Rebrowa (Universität Charkiw), Piotr Filipkowski (KARTA Warschau), Alesia Belanowitsch, Imke Hansen (IBB Minsk) im Rahmen eines vom Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen koordinierten Interviewprojekts

  • Produktion: 22.09.2010

  • hrsg. von: Freie Universität Berlin, Center für Digitale Systeme

Lizenzhinweise

© Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"