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Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt (1/2)

Berlin 1945 – Tagebuch einer Großstadt (1/2) 1. Januar bis 23. April

von: Volker Heise

Das Jahr 1945 chronologisch als multiperspektivisches Mosaik: In Berlin 1945 kommen Deutsche und Alliierte, einfache Bürger, Soldaten, Journalisten, Politiker, Zwangsarbeiter, Untergetauchte, Verbrecher und Helden zu Wort. Ein Chor aus vielen Stimmen bildet ein kollektives Tagebuch. Erzählt wird aus den Blickwinkeln der Zeitgenossen.

Inhalt

Berlin wiegt sich in der Illusion, den Krieg zu überstehen. Jeden Tag gibt es Bombenangriffe, jeden Tag werden Leichen bestattet und Brände gelöscht. Über dem Himmel der Stadt haben englische Piloten Angst, abgeschossen zu werden, während sich die Menschen in den Bunkern vor dem Feuersturm fürchten. Aber jeden Tag geht auch der Alltag weiter, zeigen die Kinos Unterhaltungsfilme, spielen die Orchester, öffnen die Läden und arbeiten die Behörden. Arbeiter aus ganz Europa werden in die Rüstungsindustrie gezwungen und Juden in den Tod geschickt. Die Macht des 3. Reiches ist ungebrochen, aber die Front rückt näher. Der Krieg zieht der Stadt entgegen und schließt den Kreis: er kehrt zurück an seinen Ausgangspunkt und er kennt kein Erbarmen. Er trifft Frauen und Männer, Alte und Junge, Kinder und Greise. Er holt sich glühende Nationalsozialisten ebenso wie die Zwangsarbeiter, die auf ihre Befreiung warten. In der Reichskanzlei schickt man die Kinder in die letzte Schlacht und die Stadt in das Verderben. Die Soldaten der Roten Armee und Soldaten der Wehrmacht verbeißen sich in Straßenkämpfen. Eine Zeit der unklaren Frontverläufe, jeder schießt auf jeden, niemand hat den Überblick. Zivilisten verstecken sich in Kellern, Wasser holen kann das Leben kosten. Kriegsgefangene warten darauf, dass die Tore der Lager geöffnet werden. SS-Männer erschießen Deserteure. Rotarmisten hoffen darauf, nicht in den letzten Tagen vor dem Sieg zu fallen.

Mehr Informationen

  • Buch: Volker Heise

  • Schnitt: Andrew Bird, Janine Dauterich, Sven Heubner

  • Musik: Ulrike Haage

  • Idee: Marc Bauder

  • Recherche: Sandra Löhr, Sonja Heizmann, Jutta Doberstein

  • Archivrecherche: Karin Fritzsche

  • Herstellungsleitung: Tassilo Aschauer

  • Produzent: Thomas Kufus

  • Koproduzent: Marc Bauder

  • Produktion: 2020

  • Spieldauer: 89 Min.

Lizenzhinweise

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