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Unbehagen in der Fiktion / 5

Unbehagen in der Fiktion / 5 "Leere Zwiebeln". Monomanie vs. Empathieschulung

Guillaume Paoli und Daniel Schreiber diskutieren mit der Initiatorin der Veranstaltungsreihe, Anja Johannsen, über die Frage, inwieweit sich das Verhältnis von Literatur und Politik verändert, welche Rolle das autofiktionale Schreiben heute spielt.

Inhalt

Ob Autofiktion, Memoiren oder personal essay - viele der am meisten beachteten Texte sind momentan (semi-)dokumentarischer Natur. »Es wirkt so«, schreibt Angela Steidele, »als habe die Literatur das Erzählen aufgegeben, weil sich alle anderen seiner bedienen. Wer will noch fabulieren, wenn er sich mit dem amerikanischen Noch-Präsidenten, dem deutschen Verkehrsminister, Impfgegnern oder Firmenchefs deutscher Automobilkonzerne gemein macht?« Und ganz offenbar bevorzugen auch viele Leser*innen gegenwärtig Geschichten, die durch persönliches Erleben beglaubigt scheinen – Geschichten, in denen das Medium der Selbsterkundung oft auch eines der Beschreibung von Gesellschaft ist. In der Veranstaltungsreihe "Vom Unbehagen in der Fiktion" erkunden Autor*innen, Kritiker*innen und Wissenschatler*innen darüber, was dieser Boom autobiographischen, autofiktionalen und dokumentarischen Erzählens bedeutet.

Fünfter und abschließender Teil einer Reihe, zu es vier weitere Veranstaltungen in Rostock, Berlin, Göttingen und Frankfurt/Main gab.

Mehr Informationen

  • Kamera und Ton: Alex Katsaros

  • Produktion: 15.12.20

  • Spieldauer: 80 Min.

  • hrsg. von: Netzwerk der Literaturhäuser e.V.

Lizenzhinweise

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