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Mehr als ein Jahrzehnt terrorisierte die rechtsextreme Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) Menschen in ganz Deutschland. Aus dem Untergrund heraus ermordete der NSU zehn Menschen, verübte Bombenanschläge und raubte Banken aus – ohne dabei von den Sicherheitsbehörden überführt zu werden. Während die Ermittlungsbehörden jahrelang falschen und zum Teil rassistischen Vorannahmen nachspürten, wurden die Hinterbliebenen und Überlebenden der Attentate bis zur Selbstenttarnung am 4. November 2011 nicht genügend beachtet: Wer hat sie angegriffen? Wer ihre Liebsten getötet?
Zwischen 2000 und 2006 ermordete der NSU aus rassistischen Motiven neun Menschen mit derselben Waffe: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat. 2007 tötete der NSU außerdem die Polizistin Michèle Kiesewetter. Sie ist das zehnte Mordopfer der Terrorgruppe.
Bei drei Sprengstoffanschlägen – 1998 in Nürnberg sowie 2001 und 2004 in Köln – wurden mehr als zwanzig Menschen zum Teil schwer verletzt.
Auch die bewaffneten Raubüberfälle, mit denen der NSU sein Leben im Untergrund finanzierte, hinterließen bei Geschädigten körperliche und seelische Spuren.
In der ersten Folge der Doku-Reihe
Hier sprechen jene Menschen, die ihre Väter, Ehemänner, ihre Freundin verloren haben, und jene, die die Bombenanschläge der Neonazis überlebt haben:
Muhammet Ayazgün: Betroffener des Anschlags in der Keupstraße, Köln
Michalina und Mandy Boulgarides: Töchter des ermordeten Theodoros Boulgarides
Elif Kubaşık: Witwe des ermordeten Mehmet Kubaşık
Gamze Kubaşık: Politische Bildnerin, Tochter des ermordeten Mehmet Kubaşık
Abdulla Özkan: Betroffener des Anschlags in der Keupstraße, Köln
Semiya Şimşek: Sozialpädagogin und Buchautorin, Tochter des ermordeten Enver Şimşek
Okan Taşköprü: Politischer Bildner, Neffe des ermordeten Süleyman Taşköprü
Serkan Yıldırım: Überlebender des Sprengstoffanschlags in Nürnberg
Andrea Zeller: Ehemalige Kollegin und Freundin der ermordeten Michèle Kiesewetter
Ayse K. (Name geändert): Betroffene des Anschlags in der Keupstraße, Köln, Ladenmitarbeiterin
„Kein Einzelfall – NSU-Komplex und rechtsextremer Terror“ ist eine Doku-Reihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Bei Fragen, Kritik oder Lob, freut sich die Redaktion über eine E-Mail: E-Mail Link: pgdokuz@bpb.de
Alle Folgen und mehr Informationen finden Sie auf:
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Redaktion: Projektgruppe „Aufbau NSU-Dokumentationszentrum“
Produktion: Kanakfilm Berlin, we are era
Produktion: 04.11.2026
Spieldauer: 14 Min.
hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung
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