Opportunität

[lat.: Zweckmäßigkeit; ugs. auch: günstige Gelegenheit] 1) O.-Kosten bezeichnen bei der Entscheidung für eine Alternative »A« den entgangenen (rechnerischen, argumentativ gebildeten) Nutzen für die nicht gleichzeitig mögliche Alternative »B«.

2) O.-Prinzip bezeichnet den (mehr oder weniger engen) Ermessensspielraum von Verwaltungen, je nach Zweckmäßigkeit bestimmte rechtliche oder Verfahrensregelungen anzuwenden oder nicht (im Strafrecht entsprechend dem Ermessensspielraum der Staatsanwaltschaft, im öffentlichen Interesse Klage zu erheben oder nicht). Ggt.: Legalitätsprinzip.

Siehe auch:
Entscheidung
Verwaltung
Staatsanwaltschaft
Legalität/Legalitätsprinzip

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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