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15.10.2012

5. Wunsiedler Forum: Demokratie wagen – Demokratie leben… ist mehr als: „gefällt mir“!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Festspielstadt Wunsiedel, das bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt und das Bayerische Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen laden ein zur

Pressekonferenz zum 5. Wunsiedler Forum Freitag, den 19. Oktober 2012, 16:30 Uhr, Fichtelgebirgshalle Wunsiedel.

Bei dem 2007 gegründeten Wunsiedler Forum treffen sich nun bereits im fünften Jahr betroffene, interessierte und präventiv agierende Kommunen aus ganz Bayern, um sich auszutauschen, zu informieren und im Engagement gegen Rechtsextremismus mit zivilgesellschaftlichen Kräften zu vernetzen. In diesem Jahr steht die Frage im Mittelpunkt, was es bedeutet, in einer Demokratie zu leben und was getan werden muss, damit das so bleibt. Das Wunsiedler Forum steht daher unter der Überschrift „Demokratie wagen – Demokratie leben … ist mehr als: „gefällt mir!“

Viele Jugendliche und jüngere Erwachsenen kennen nur die heute in Deutschland gelebte Staats- und Gesellschaftsform der Demokratie. Dies beinhaltet die Gefahr, dass Demokratie als etwas Vorgegebenes, schon immer Vorhandenes wahrgenommen wird. Dabei gerät zum einen aus dem Blickfeld, dass die Demokratie erkämpft werden musste, zum Teil gegen massive Widerstände. Zum anderen gilt es den Blick dafür zu schärfen, dass Demokratie nichts „fertiges“ ist, sondern immer im Alltag mit Leben erfüllt werden muss.

Beim Impulsreferat „Deutsche Zustände – Vorurteile in der Mitte der Gesellschaft“ wird die Wissenschaftlerin Daniela Krause die Ergebnisse des Bielefelder Projektes „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ vorstellen. Über viele Jahre hat das von Herrn Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer geleitete Projekt untersucht, wie sich negative Vorurteile gegenüber Gruppen und Diskriminierungsabsichten entwickelt haben und was sie befördert. Auf dieser Grundlage wollen wir diskutieren, wo wir als Zivilgesellschaft ansetzen können, um Ideologien der ethnischen, religiösen, kulturellen oder sozialen Ungleichheit und damit demokratiefeindlichen Einstellungen entgegenzuwirken, z.B. in Schule, Jugendarbeit und Kommunalpolitik. Am Nachmittag wird in Workshops anhand konkreter Projekte Ideen entwickelt und diskutiert, wie die konkrete Umsetzung aussehen kann.

Referenten werden unter anderem Stefan Lutz-Simon (Landeskoordinator von Schule ohne Rassismus in Bayern), Natali Soldo-Bilac (Geschäftsführerin des Ausländerbeirats Würzburg), Michael Wörner-Schappert (Experte für Rechtsextremismus bei jugendschutz.net), Christian Pensold (Löwenfans gegen Rechts aus München) und Nanne Wienands (Sozialpädagogin – Theaterstück „Der Schwarze Peter) sein.

Im Rahmen der Pressekonferenz möchten wir Sie nicht nur über die wichtigsten Ergebnisse und Diskussionspunkte der Tagung informieren, sondern auch über die Frage sprechen, wie sich die präventive Arbeit und das Engagement gegen Rechtsextremismus in den fünf Jahren seit der Gründung des Wunsiedler Forums verändert haben. Was waren die Herausforderungen damals, welche aktuellen Herausforderungen bestehen? Was wird in Zukunft besonders wichtig sein, um das Engagement gegen Rechtsexremismus weiterzuentwickeln?

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
- Karl-Willi Beck, Erster Bürgermeister der Festspielstadt Wunsiedel
- Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des bundesweiten Bündnisses für Demokratie und Toleranz (Berlin)
- Martin Becher, Geschäftsführer der Projektstelle gegen Rechtsextremismus

Am 23. Mai 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt". Seit dem vergangenen Jahr ist die Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Teil der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Kraft
- Pressesprecher -

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