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20.2.2009

Afrikanische und deutsche Stipendiaten setzen sich in Ostafrika für eine bessere Verständigung ihrer Länder ein

Je zwölf Studierende aus Afrika und Deutschland nehmen im Rahmen des Programms "Go Africa... Go Germany" an einem interkulturellen Austausch in Tansania und Uganda teil. Langfristiges Ziel ist eine Jugendbildungsstiftung.

Je zwölf Studierende aus Afrika und Deutschland nehmen im Rahmen des Programms "Go Africa... Go Germany" an einem interkulturellen Austausch in Tansania und Uganda teil. Langfristiges Ziel ist eine Jugendbildungsstiftung.



Nach dem Auftakt des Austauschprogramms im vergangenen Herbst in Deutschland und Brüssel reisen nun deutsche Stipendiaten nach Ostafrika, um dort den Dialog mit afrikanischen Nachwuchswissenschaftlern über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen fortzusetzen. Das Stipendiatenprogramm "Go Africa... Go Germany" ist eine Initiative von Bundespräsident Horst Köhler und wird in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb durchgeführt. Das zweiwöchige Austauschprogramm führt nach Tansania und Uganda. Auf dem Programm stehen Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, mit Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wirtschaft, mit Wissenschaftlern und Journalisten aus beiden Ländern.

"Die Treffen und die gemeinsamen Aufenthalte in Deutschland und Afrika ermöglichen den Stipendiaten einen intensiven Austausch über die jeweiligen Herkunftsländer", sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb. "Auf diese Weise werden Vorurteile abgebaut und der Blick geschärft für die tatsächlichen Herausforderungen der kommenden Generationen, die nur gemeinsam zu bewältigen sind."

Die afrikanisch-deutsche Stipendiatengruppe startet mit ihrem Programm am 21. Februar in Sansibar (Tansania). In Dar es Salaam ist die Gruppe zu einem Empfang beim Präsidenten Tansanias, Jakaya Mrisho Kikwete, eingeladen. Ferner trifft sie Joseph Sinde Warioba, Richter am Ostafrikanischen Gerichtshof und ehemaliger Vizepräsident und Premierminister von Tansania, zu einem Gespräch. In Arusha besucht die Gruppe den Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda. In der Deutschen Botschaft in Kampala (Uganda) treffen die Stipendiaten bei einem Empfang die afrikanischen Botschafter aus den am Austausch teilnehmenden sechs afrikanischen Ländern. Anschließend reisen die Teilnehmer in das Krisengebiet Gulu, um sich über den Rebellen-Konflikt im nördlichen Uganda zu informieren.

Die Stipendiaten stammen aus Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, Ruanda, Mauritius und Deutschland. Sie hatten sich mit einem Essay zu politischen und gesellschaftlichen Themenstellungen für die Teilnahme am Programm "Go Africa...Go Germany 2008/2009" qualifiziert. Für 2009/2010 ist eine dritte Begegnung der jungen afrikanischen und deutschen Nachwuchswissenschaftler vorgesehen. Das Austauschprogramm dient der Verwirklichung einer langfristigen Zusammenarbeit: Ziel ist es, die Stipendiaten nach ihrer Teilnahme an "Go Africa... Go Germany" als Multiplikatoren für die Gründung einer deutsch-afrikanischen Jugendbildungsstiftung zu gewinnen.

Weitere Informationen unter www.bpb.de



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