Pressekonferenz Wahl-O-Mat

7.3.2003

9. Bundeskongress für Politische Bildung

Dialog der Kulturen – Politik, Gerechtigkeit, Menschenrechte

Politik - Gerechtigkeit - Menschenrechte: mit diesen Themen beschäftigen sich vom 6. bis 8. März Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen auf dem 9. Bundeskongress für Politische Bildung. Zu der Veranstaltung sind über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Bildung und Journalismus nach Braunschweig gekommen.

Vom 6. bis 8. März treffen sich internationale Fachleute auf dem 9. Bundeskongress für Politische Bildung in Braunschweig. Dabei steht die Frage nach dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in einer globalisierten Welt im Zentrum von Expertendiskussionen, Foren und Workshops.

Die Veranstalter des Kongresses, die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, haben den Kongress gestern in Braunschweig vorgestellt. Thomas Krüger, Präsident der bpb betonte, wie wichtig der Diskurs über dieses Thema sei. "Jeder Dialog verkommt zu einer überflüssigen Gutmenschengeste, wenn er nicht von Realität und dem Willen zur Differenzierung geprägt ist", so Krüger wörtlich. Prof. Dr. K. Peter Fritzsche freute sich darüber, dass der Kongress bei den Multiplikatoren der politischen Bildung auf ein außergewöhnlich hohes Interesse gestoßen ist.

An drei Veranstaltungstagen wird der Dialog der Kulturen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Bildung und Journalismus sind dazu nach Braunschweig gekommen. Zum Auftakt des Kongresses begrüßte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff die Gäste in der Stadthalle.

Den Eröffnungsvortrag hielt der Theologe Prof. Dr. Hans Küng zum Thema "Weltpolitik und Weltethos. Zum neuen Paradigma internationaler Beziehungen." Im Anschluss daran diskutierten Marieluise Beck, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Udo Steinbach vom Deutschen Orient-Institut, Prof. Dr. Christian Hacke, Politikwissenschaftler von der Bonner Universität und Landesbischof Dr. Friedrich Weber über "Konflikte in der Weltgesellschaft und die Chancen des Dialogs der Kulturen".

Am Freitag setzt sich der Kongress in der technischen Universität Braunschweig mit Expertenpodien fort. In zehn Sektionen diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Politik verschiedene Aspekte des Themas. Dabei reicht das Spektrum von den Konflikten im Nahen Osten, über das Rechtsverständnis in islamisch geprägten Gesellschaften, bis hin zur Analyse von Feindbildern, die nach den Anschlägen am 11. September 2001 entstanden sind.

Um Klischees geht es auch in der Sektion: "Muslimische Frauen(bilder)". Drei Wissenschaftlerinnen beschäftigen sich in diesem Themenblock mit Frauen im Islam. Sie stellen muslimische Frauen in der türkischen Politik und Öffentlichkeit vor und beschäftigen sich damit, wie Frauen im Islam sich selbst wahrnehmen und wie sie von anderen gesehen werden.

Hintergrundinformationen gibt es außerdem zur Rolle der UNO bei der Bewältigung internationaler Konflikte. Zum Abschluss des Tages lädt Domprediger Joachim Hempel zu einem nächtlichen Domspaziergang ein.

Am Samstag finden zahlreiche Workshops statt. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden didaktische Konzepte vorgestellt. Zu den Themen gehören unter anderem die Förderung interkultureller Kompetenz, die Kommunitarismus-Debatte und ein Vergleich zwischen der Politikdidaktik in Japan, Deutschland und den USA.

Mit dem Vortrag "Dem Morgen begegnen heißt Hoffnung haben", den der Schriftsteller Dr. Rafik Schami hält, klingt der 9. Bundeskongress für Politische Bildung "Dialog der Kulturen. Politik - Gerechtigkeit - Menschenrechte" am Samstagnachmittag im Braunschweiger Dom aus. Das Schlusswort spricht Dr. Christina Weiss, Staatsministerin für Kultur und Medien.

Das ausführliche Programm und weitere Informationen sowie eine aktuelle Berichterstattung aus einzelnen Sektionen vom Freitag, 7.3.2003 unter Bundeskongress.

Pressekontakt:
Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Berliner Freiheit 7
53111 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax.: +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de


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