Pressekonferenz Wahl-O-Mat

1.1.1970

Dekadance

Rockmusik der 80er Jahre

Schon seit ihrer Gründung galt die Gruppe Dekadance als eine der experimentierfreudigsten Bands in der DDR. Heute ist sie weiterhin aktiv. Ihr aktuelles Konzert findet im Rahmen der Doppelausstellung "Klopfzeichen" statt. Veranstaltet von der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit "naTo".

Konzert der Gruppe Dekadance mit Black Buster, White Buster, Brutaler Hansi, Tom Götze, Gabi Schubert und Bert Stephan

"Dekadance bewegt sich musikalisch irgendwo zwischen Rap und Zappa, textlich zwischen dem, was Sie schon immer wissen wollten und optisch zwischen Blödelei und atemberaubender Rockshow". (Pressetext der Gruppe Dekadance)

Die 1985 in Dresden gegründete Gruppe Dekadance galt in der DDR als eine der experimentierfreudigsten Bands. Sie ist eine der wenigen unabhängigen DDR-Bands, die über die Wende hinaus bis heute musikalisch wirksam ist und selbst ihre eingeschworene Fangemeinde auch heute noch mit ungewöhnlichen Auftritten zu überraschen weiß. Sie ist sich, ihrer Musik und ihrem Motto treu geblieben: musikalisch provokant und konsequent dekadent. DEKAdance wurde 1985 von Bert Stephan zusammen mit weiteren fünf Musikstudenten gegründet und galt lange Zeit als die musikalisch fortgeschrittenste bzw. experimentier-freudigste Band der 80er Jahre. Während die "anderen" bzw. unabhängigen Bands wie Feeling B, Sandow, Die Art , Herbst und Peking vor allem unter dem Einfluss des Punks standen, überraschte Dekadance ihr Publikum mit immer neuen Grenzgängen zwischen Rock, Jazz und Free Jazz sowie Mischungen aus anspruchvoller avantgardistischer Musik und publikumsprovozierender Clowneskerie.

Bald schon erlangten Ihre Auftritte Kultstatus und Bert Stephan, der Kopf der Gruppe, geriet in das Visier der Stasi. Die erste Platte "Happy Birthday" erschien 1989, kurz vor der Wende bei Amiga. Zu dem großen Durchbruch, der sich 1992 mit dem neuen Titel "Peace light" abzeichnete, kam es jedoch nicht. Schräge Texte und eine noch schrägere Musik verschaffte Dekadance damals zwar die ersten Westgigs und eine größere Radiopräsenz, doch zugleich trat auch ein Manko zu Tage, ihre (fehlende) Vermarktungsstrategie: Sie können sich nichts und niemandem unterordnen, wollen es nicht und dürfen es wohl auch nicht - Dekadance ist nicht nur Name, sondern auch Programm. Auch in ihren späteren Auftritten und Platten ist die Gruppe sich treu geblieben: Fernab vom Mainstream und Hitparade pendelt ihre Musik zwischen zwischen Rock und Jazz sowie zwischen Avantgarde und Spaß und demontiert mit ihrer bedingungsloser Witzigkeit und Anarchie mitunter die Grenze des "guten Geschmacks".

Eine Begleitveranstaltung zur Doppelausstellung "Klopfzeichen".

  • Datum:

  • Sonntag, 22. September 2002, 20.30 Uhr
  • Veranstalter:

  • Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der naTo e.V.

  • Veranstaltungsort:

  • naTo
    Karl-Liebknecht Straße 46
    04275 Leipzig

  • Sonstiges:

  • Eintritt: 8/6 Euro
    Kartenvorverkauf: telefonische Vorbestellung möglich
    unter Tel. 0341 / 39 15 539

  • Pressekontakt:

  • Ursula Polke, i.A. der bpb
    Projektberatung Bildung und Kultur
    Oeserstr. 46
    04229 Leipzig
    Tel +49(0)341 92 60 637
    Fax +49(0)341 92 60 637
    E-Mail: polke@gmx.de

  • Pressekontakt bpb:

  • Swantje Schütz
    Berliner Freiheit 7
    53111 Bonn
    Tel +49 228 99515-284
    Fax +49 228 99515-293
    E-Mail: schuetz@bpb.de
    Internet: Bundeszentrale für politische Bildung


    bpb:magazin 1/2020
    bpb:magazin

    bpb:magazin 1/2020

    Im 17. bpb:magazin zeigen wir ein Mosaik der Veränderungsprozesse, die in Deutschland heute stattfinden, und stellen Menschen vor, die sich aktiv für unsere Demokratie und die offene Gesellschaft einsetzen. Diesen Blick auf Deutschland »sortieren« wir nach Postleitzahlen. Darüber hinaus finden Sie wie immer die Übersicht aktueller Angebote und die Backlist der bpb im Heft.

    Mehr lesen

    Hier können Sie sich für das Abonnement unserer Presseinformationen anmelden oder Ihre Daten ändern.

    Mehr lesen

    Pressekontakt

    Tel +49 (0)228 99515-200
    Fax +49 (0)228 99515-293
    presse@bpb.de


    Mehr lesen

    Teaserbild Wahl-O-Mat neutral
    Pressebereich

    Wahl-O-Mat

    Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen auf Ihrer Internetseite für den Wahl-O-Mat werben oder alle Pressemitteilungen zum Wahl-O-Mat nachlesen? Hier finden Sie Pressematerialien zum Wahl-O-Mat.

    Mehr lesen

    Die bpb in Social Media