Inhaltsbeschreibung
Jagoda ist fast zehn und hat ein Geheimnis: Sie wohnt mit ihrer Mutter in einem Frauenhaus. Das ist ein Schutzhaus, wo nur Frauen und Kinder wohnen dürfen. Und niemand darf davon wissen! Als wäre das noch nicht genug an Problemen, bringt sich Jagoda selbst in ein großes Schlamassel, als sie ihre Klassenkameradin Mia zu einer Geburtstagsfeier einlädt, die es eigentlich gar nicht gibt. Nun muss sie ohne Geld eine Feier organisieren, die Mia und alle anderen beeindrucken wird.
Indem Anna Maria Praßler von Jagodas Alltag erzählt, macht sie einen Lebensraum sichtbar, der mitten in unserer Gesellschaft existiert und doch meist verborgen bleibt. Rund 16.000 Kinder finden jedes Jahr in Frauenhäusern Schutz – doch was das für sie bedeutet, ist der Allgemeinheit oft nicht bewusst. Praßler erzählt Jagodas Geschichte ohne Pathos und ohne Angstbilder, sondern mit einer fröhlichen wie entschlossenen Heldin, die zeigt: Selbst in einer schweren Situation lassen sich Freundschaft, Vertrauen und Hoffnung finden. Durch die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, ergänzt durch praktische Hinweise und Hilfsadressen, sensibilisiert das Buch für dieses wichtige Thema und macht Betroffenen Mut.
Leseempfehlung: Ab 9 Jahren