Veranstaltungen: Dokumentation

25.10.2021

Antisemitismus – definitiv!?

Online-Debatte über Hintergründe und Auswirkungen verschiedener Antisemitismus-Definitionen

Kann man Judenfeindschaft mit Definitionen bekämpfen? Die Arbeitsdefinition Antisemitismus der IHRA und die Jerusalem Declaration on Antisemitism standen im Zentrum dieser aktuellen Debatte. Wie kann sie kontrovers und dennoch konstruktiv geführt werden?

Kann man Judenfeindschaft mit Definitionen bekämpfen? Die Arbeitsdefinition Antisemitismus der IHRA und die "Jerusalem Declaration on Antisemitism" standen im Fokus dieser aktuellen Debatte. (© Bundeszentrale für politische Bildung)

Seit 2016 liegt die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) vor. Diese ist von zahlreichen Staaten, Institutionen und Organisationen übernommen worden. Kritiker/-innen sehen sie als zu vage und zu fokussiert auf Äußerungen zum Staat Israel. Als Reaktion veröffentlichten über 200 internationale Wissenschaftler/-innen im März 2021 die Jerusalem Declaration on Antisemitism (JDA). Deren Kritiker/-innen werfen ihr wiederum vor, nicht akzeptable Kritik am Staat Israel hoffähig zu machen. Die Auseinandersetzungen sind in Deutschland wegen der Verantwortung für die Shoah besonders heftig. Wie kann die Debatte kontrovers und dennoch konstruktiv geführt werden? Was bedeuten die Definitionen für die Bekämpfung von Antisemitismus in seinen verschiedenen Ausprägungen? Wie geht es angesichts steigender Zahlen von antisemitischen Vorfällen jetzt weiter?
Gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank, dem New Israel Fund und der taz – die tageszeitung organisierte die bpb am 23.06.2021 eine Online-Podiumsdiskussion zu diesen Fragen.

Teilnehmer/-innen:

  • Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main)
  • Prof. Dr. Miriam Rürup (Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam)
  • Prof. Dr. Michael Brenner (Ludwig-Maximilians-Universität, München)
  • Prof. Dr. José Brunner (Tel Aviv University, Tel Aviv)
  • Moderation: Jan Feddersen (taz)

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung, Bildungsstätte Anne Frank, New Israel Fund, taz - die tageszeitung

Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. Für die inhaltlichen Aussagen tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion die Verantwortung. Beachten Sie bitte auch unser weiteres Print- sowie unser Online- und Veranstaltungsangebot. Dort finden sich weiterführende, ergänzende wie kontroverse Standpunkte zum Thema.


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