70 Jahre Luxemburger Abkommen: Israel und Deutschland im Fokus
Das 1952 unterzeichnete Wiedergutmachungsabkommen zwischen Israel und der Bundesrepublik jährt sich 2022 zum siebzigsten Mal. Ein Anlass, um die Vielschichtigkeit der Beziehung zwischen beiden Ländern in den Blick zu nehmen.
Die Studienreise nimmt einen historischen Anlass als Ausgangspunkt, um sich mit den zentralen Fragestellungen im Verhältnis zwischen Deutschland und Israel zu befassen. 1952 schlossen die Jewish Claims Conference, Israel und die junge Bundesrepublik ein "Wiedergutmachungsabkommen", um materielle Entschädigung für die Enteignung von jüdischem Vermögen während der Naziherrschaft in Deutschland zu leisten. Die Zahlungen und Exporte aus Deutschland nach Israel wurden zugleich als wirtschaftliche Aufbauhilfe für den jungen jüdischen Staat verstanden. Das Luxemburger Abkommen, benannt nach dem Ort der Unterzeichnung des Vertrags, wird im historisch-politischen Kontext unterschiedlich bewertet. Gerade im Hinblick auf eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Shoa bleibt es umstritten. Gleichzeitig stellt das Abkommen einen Teil des Fundaments für die besonderen Beziehungen dar, die beide Länder bis heute verbinden.
Wo stehen Israel und Deutschland nach 70 Jahren? Inwiefern wurden gemeinsame Räume geschaffen, um auf gesellschaftlicher Ebene Dialog und Verständigung zu erreichen? Wo manifestieren sich Konflikte, ja Entfremdung? Wie blicken unterschiedliche Generationen auf das bilaterale Verhältnis? Diesen und weiteren Fragen möchten wir im Programm der Studienreise auf den Grund gehen.
Hinweise zur Veranstaltung
Reihe:
Studienreise nach Israel
Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Zielgruppe:
Multiplikator/-innen und Medienschaffende