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bpb:talk – Die NATO in der Krise | bpb.de

bpb:talk – Die NATO in der Krise Braucht Europa eine eigene nukleare Abschreckung?

(© bpb)
Datum der Veranstaltung Montag, 28. September 2026
Uhrzeit der Veranstaltung 18:00 – 20:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Berlin
Download-Link: Termin herunterladen

Über die Veranstaltung

Russlands Krieg, aus den USA anklingende Zweifel an der NATO und ihren Kernregelungen, und eine zu geringe Eigenständigkeit europäischer Armeen führen zunehmend zu der Frage: Wie verteidigt sich Europa, wenn der US-amerikanische Schutz nicht mehr verlässlich ist? Die Vorschläge reichen von mehr konventioneller Aufrüstung über die „Kriegstüchtigkeit“ der Bundeswehr bis zur brisantesten Option, einer eigenen europäischen oder sogar deutschen Nuklearabschreckung. Aber führt mehr Abschreckung wirklich zu mehr Sicherheit? Vier Gäste aus Strategie, Friedensforschung und Politik starten mit gegensätzlichen Thesen und diskutieren danach miteinander und mit dem Publikum.

Als Gesprächspartner nehmen an der Veranstaltung Prof. Dr. Marina Henke, Sarah Brockmeier-Large, Dr. Tobias Fella und Dr. Aylin Matlé teil. Die Moderation übernimmt Anja Wehler-Schöck vom Berliner Tagesspiegel.

Mit dieser Ausgabe startet das Format bpb:talk. Der Name ist Programm: Im Mittelpunkt steht das Gespräch zwischen unterschiedlichen Positionen, nicht der Vortrag von vorne. Genau deshalb verzichten wir bewusst auf die klassische Keynote.

Eine einzelne Eröffnungsrede würde schon einen Ton setzen und eine Position bevorzugen, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat. Stattdessen eröffnen alle Gäste gleichberechtigt mit einem kurzen, zugespitzten Statement. So steht der Streit von Anfang an im Raum, alle starten gleichberechtigt, und das Publikum bekommt nicht eine fertige Deutung, sondern mehrere Sichtweisen, die miteinander diskutiert werden. Das passt auch zum Bildungsauftrag der bpb: Was in Wissenschaft und Gesellschaft umstritten ist, soll auch als umstritten sichtbar werden. Die Ausgewogenheit entsteht dabei über die Runde als Ganzes, nicht über jeden einzelnen Beitrag.

Prof. Dr. Marina Henke ist Professorin für Internationale Beziehungen an der Hertie School in Berlin und leitet dort das Centre for International Security. Sie forscht zu strategischen Grundfragen, Nuklearpolitik sowie europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Daneben ist sie Inhaberin der Helmut-Schmidt-Gastprofessur an der Johns Hopkins School of Advanced International Studies in Washington.

Sarah Brockmeier-Large leitet das Berliner Büro des PRIF, des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind deutsche Außenpolitik, Krisenprävention und Friedensförderung sowie öffentliche Meinung und Bürgerdialoge zur Außen- und Sicherheitspolitik. Sie forscht unter anderem dazu, wie die Bevölkerung sicherheitspolitische Veränderungen wahrnimmt und mitträgt.

Dr. Tobias Fella ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und leitet im Berliner Büro das Forschungs- und Transferprojekt Challenges to Deep Cuts. Er forscht zu konventioneller und nuklearer Abschreckung, zu den Beziehungen zwischen NATO und Russland sowie zu transatlantischer Sicherheit. Zuletzt hat er zur deutschen Nuklearwaffenpolitik im dritten nuklearen Zeitalter publiziert.

Dr. Aylin Matlé ist Senior Research Fellow im Zentrum für Sicherheit und Verteidigung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Ihre Schwerpunkte sind die NATO, europäische Sicherheit und die transatlantischen Beziehungen. Sie hat zuletzt zur Europäisierung der NATO gearbeitet und zu der Frage, wie Europa mehr Verantwortung im Bündnis übernehmen kann.

Anja Wehler-Schöck (Moderation) ist Mitglied der Chefredaktion des Tagesspiegels. Sie hat dort das Ressort Internationale Politik aufgebaut und geleitet und schreibt einen wöchentlichen Newsletter zu den internationalen Themen der Woche. Zuvor war sie unter anderem an der Deutschen Botschaft in Washington tätig. Sie ordnet die außen- und sicherheitspolitische Lage regelmäßig für ein breites Publikum ein.

Hinweise zur Veranstaltung

Veranstaltungsadresse:
Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50
4. Etage
10117 Berlin

Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung

Pressekontakt:
Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Interner Link: Pressestelle.

Anmeldung:
Teilnahmegebühr: keine

Um Anmeldung wird gebeten, eine Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich.

Interner Link: Jetzt anmelden

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