Die NATO in der Krise Braucht Europa eine eigene nukleare Abschreckung?
Russlands Krieg, aus den USA anklingende Zweifel an der NATO und ihren Kernregelungen, und eine zu geringe Eigenständigkeit europäischer Armeen führen zunehmend zu der Frage: Wie verteidigt sich Europa, wenn der US-amerikanische Schutz nicht mehr verlässlich ist? Die Vorschläge reichen von mehr konventioneller Aufrüstung über die „Kriegstüchtigkeit“ der Bundeswehr bis zur brisantesten Option, einer eigenen europäischen oder sogar deutschen Nuklearabschreckung. Aber führt mehr Abschreckung wirklich zu mehr Sicherheit? Vier Gäste aus Strategie, Friedensforschung und Politik starten mit gegensätzlichen Thesen und diskutieren danach miteinander und mit dem Publikum.
Als Gesprächspartner nehmen an der Veranstaltung Prof. Dr. Marina Henke, Sarah Brockmeier-Large, Dr. Tobias Fella und Dr. Aylin Matlé teil. Die Moderation übernimmt Anja Wehler-Schöck vom Berliner Tagesspiegel.
Mit dieser Ausgabe startet das Format bpb:talk. Der Name ist Programm: Im Mittelpunkt steht das Gespräch zwischen unterschiedlichen Positionen, nicht der Vortrag von vorne. Genau deshalb verzichten wir bewusst auf die klassische Keynote.
Eine einzelne Eröffnungsrede würde schon einen Ton setzen und eine Position bevorzugen, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat. Stattdessen eröffnen alle Gäste gleichberechtigt mit einem kurzen, zugespitzten Statement. So steht der Streit von Anfang an im Raum, alle starten gleichberechtigt, und das Publikum bekommt nicht eine fertige Deutung, sondern mehrere Sichtweisen, die miteinander diskutiert werden. Das passt auch zum Bildungsauftrag der bpb: Was in Wissenschaft und Gesellschaft umstritten ist, soll auch als umstritten sichtbar werden. Die Ausgewogenheit entsteht dabei über die Runde als Ganzes, nicht über jeden einzelnen Beitrag.
Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungsadresse:
Bundeszentrale für politische Bildung
Friedrichstraße 50
4. Etage
10117 Berlin
Veranstalter:
Bundeszentrale für politische Bildung
Pressekontakt:
Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die
Anmeldung:
Teilnahmegebühr: keine
Um Anmeldung wird gebeten, eine Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich.
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