Guerilla

[guerra = span.: Krieg] G. ist eine Bezeichnung sowohl für eine besondere Form des militärischen Kampfes als auch für bandenähnliche Kampftruppen und deren Mitglieder (die in Lateinamerika auch Guerilleros genannt werden). Die G. bildet sich durch Bewaffnung einheimischer Teile der Bevölkerung im Rahmen eines Untergrund- oder Bürgerkrieges oder als Teil einer Widerstandsbewegung gegen Besatzungs- oder Kolonialmächte bzw. gegen die eigene Regierung (vergleichbar mit Partisanen). Die Ziele der G. richten sich auf (nationale) Unabhängigkeit, Selbstbestimmung bzw. auf die Durchsetzung von Sozialreformen.

Zu den Strategien der G. zählt insb. die subversive Kriegsführung (Entführungen, Botschaftsbesetzungen, Terrorakte) in einem »Krieg ohne Fronten«.

Siehe auch:
Krieg
Bevölkerung
Bürgerkrieg
Regierung
Strategie
Kolonialismus
Terror/Terrorismus

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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