Ein Schild mit der Aufschrift: "Morgen letzter Tag".

11.12.2012 | Von:
Michael Tilly

Kurze Geschichte der Apokalyptik

Apokalyptische Weltdeutungen im Wandel der Zeiten

In der Alten Kirche war die Apokalyptik weder ein Randphänomen noch ein integraler Bestandteil verbreiteter Theologie und Frömmigkeit. Zwar wurden die meisten apokalyptischen Schriften[18] von den Großkirchen verworfen, dennoch wurden zahlreiche in ihnen enthaltene Gedanken und Bilder aufgegriffen.[19] Mit dem Nachlassen der Erwartung der baldigen Wiederkunft Christi verschob sich seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. das Darstellungsinteresse von der Reflexion der eschatologischen Naherwartung zu einer umfassenden Imagination von Endgericht, Himmel und Hölle. Die Darstellung des vergeltenden Endgerichts und seiner Folgen, nämlich des zukünftigen Heils für die seligen Gerechten im Paradies und der grausamen Bestrafung der Sünder in der Hölle, wurde im altkirchlichen Schrifttum immer weniger mit der allgemeinen Vorstellung eines fernen Weltendes und immer mehr mit dem individuellen Todesgeschick verbunden. Es zielte nun auf eine gegenwärtige Änderung des Denkens und Verhaltens im Sinne der christlichen Botschaft.[20]

Periodisch auftretende Christenverfolgungen und Martyriumserfahrungen aktivierten das in den alten Erlösungs- und Vergeltungsbildern der apokalyptischen Vorstellungswelt angelegte hoffnungsstiftende Potenzial zur Bewältigung der Theodizeefrage. Apokalyptische Bilder der widergöttlichen Macht und ihrer Bestrafung konnten auch auf das feindliche römische Imperium übertragen werden. Einige Kirchenschriftsteller des 4. Jahrhunderts n. Chr. wie Ticonius und Augustinus verbanden die apokalyptisch-eschatologische Vorstellung vom tausendjährigen Reich ("Millennarismus") mit der begrenzten Zeit der Kirche in der Welt von der Geburt Jesu bis zur Parusie (Wiederkunft Christi).[21]

Die Stellung des zeitgenössischen rabbinischen Judentums zur Apokalyptik ist differenziert zu betrachten. Es ist festzustellen, dass sich die jüdischen Gelehrten seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. nach drei gescheiterten jüdischen Aufständen gegen die imperiale Großmacht Rom von radikalen Eiferern abzugrenzen versuchten, indem sie gegen deren eschatologische Spekulationen polemisierten. Weder wurde das apokalyptische Schrifttum in der rabbinischen Traditionsliteratur fortgeführt noch wurden die apokalyptischen Texte hellenistisch-jüdischer Herkunft hier abgeschrieben, übersetzt oder explizit zitiert.[22]

Vor dem Hintergrund der seit Augustinus zunehmend verbreiteten Deutung der Kirchengeschichte als Zeitraum zwischen der Menschwerdung Christi und der Parusie spiegeln sich auch in der Rezeption apokalyptischer Traditionen und Motive die politischen, gesellschaftlichen und religiösen Umwälzungen im abendländischen Mittelalter wider. Insbesondere in Krisenzeiten kam es immer wieder zu einer Indienstnahme dieser Traditionen als Deutungsschlüssel für gegenwärtige Situationen und auch zum wiederholten Aufflammen apokalyptischer Bewegungen, die glaubten, am unmittelbaren Ende der Geschichte zu stehen. Gerade die Wende zum 2. christlichen Jahrtausend bedeutete eine starke Intensivierung dieser millennaristischen Endzeiterwartungen und führte überall in Europa zur Popularisierung diffuser Weltuntergangsängste. Später trugen auch die Reformbewegungen innerhalb des christlichen Mönchtums und die Kreuzzugsbewegung Züge der präsentischen Realisation einer künftigen heilvollen Welt.[23]

Zugleich wurden die christlichen apokalyptischen Überlieferungen auch zu einem Fundus der kirchlichen Lehrunterweisung. Zahlreiche mittelalterliche christliche Autoren wie der Reichenauer Mönch Wahlfried (9. Jahrhundert) oder die Mystikerin Hildegard von Bingen (12. Jahrhundert) bedienten sich der Formen und Inhalte der apokalyptischen Literatur und gestalteten ihre Werke als Visions-, Traum- oder Auditionsberichte, um ihre Leser zur Buße und zur Umkehr zu motivieren.

Die Überzeugung vom drohenden Weltuntergang war indes auch eine impulsgebende Herausforderung für die mittelalterlichen Wissenschaften, denn sie stimulierte eine immer umfassendere Welterkenntnis auf allen Gebieten. Um verlässliche Informationen über das Datum des Weltuntergangs zu erhalten, mussten alle verfügbaren Wissensquellen erschlossen werden. Sowohl die philologische Textanalyse als auch die Astrologie und Kalenderberechnung profitierten immens von diesem Streben nach der präzisen Beantwortung der Frage nach dem Termin des Weltendes und der Wiederkunft Christi.[24]

Der Übergang vom ausgehenden Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert war geprägt von einer gleichzeitigen Zurückdrängung apokalyptischer Ideen durch gebildete humanistische Denker und einem verstärkten endzeitlichen Bewusstsein in weiten Teilen der christlichen Bevölkerung, ausgelöst durch die Alltagserfahrungen von Mangel, Naturkatastrophen, Pestepidemien und Kriegen und beeinflusst von Krisen des Wirtschaftslebens und der kirchlichen Autorität. Die Gegenwart wurde von vielen Menschen in endzeitlichen Kategorien gedeutet. Das kirchliche Bußwesen heizte zugleich die Furcht vor der individuellen Verdammung im Endgericht Gottes an. Bezugnahmen auf apokalyptische Vorstellungen hinsichtlich des nahen Weltendes und seiner Vorzeichen begegnen nun gehäuft in theologischen Traktaten und spekulativen Schriften wie die naturphilosophischen Werke des Theophrastus von Hohenheim (Paracelsus; 1493–1541) oder die rätselhaften altfranzösischen Almanache des Michel de Nostredame (Nostradamus; 1503–1566), aber auch in zahlreichen volkstümlichen Flugschriften der Zeit.[25]

Selbst der Reformator Martin Luther (1483–1546), dessen Denken durch die spätmittelalterliche Theologie geprägt und durch die zeitgenössische Volksfrömmigkeit beeinflusst war, war vom nahen Ende der Weltgeschichte überzeugt. In seiner Auslegung des 2. Thessalonicherbriefs betrachtete er die seiner eigenen Zeit vorangehenden Jahrhunderte als Periode des Aufstiegs und der Herrschaft des Antichrists, der in Gestalt des Papsttums in die Kirche eingedrungen war. Die Römische Kirche wurde von ihm zugleich mit der "Hure Babylon" (Apk 17) und die Europa bedrohenden Türken mit der Rute des göttlichen Zorns in den letzten Tagen gleichgesetzt. Seine eigene Gegenwart interpretierte Luther als Periode der Aufdeckung und der Vernichtung des endzeitlichen Gegenspielers Christi, gegen den nun der entscheidende Endkampf zu führen sei. Dabei wies er sich selbst eine aktive und entscheidende Rolle zu, indem er durch sein Handeln die reine und ursprüngliche christliche Lehre wieder aufzurichten und den Antichrist endgültig zu entlarven beabsichtigte.[26]

Auch im Denken radikalreformatorischer Gruppierungen, dem "linken Flügel" der Reformation, kam den endzeitlichen Erwartungen der apokalyptischen Vorstellungswelt eine hohe Bedeutung zu. Das angespannte Bewusstsein von der Nähe des Weltendes und die tröstende Hoffnung auf ein baldiges Strafgericht über alle Sünder wurden zu zentralen Aspekten der Lehren der als "Zwickauer Propheten" bezeichneten Schwärmergruppen, des sozialrevolutionären Predigers Thomas Müntzer (1489–1525), der Täuferbewegung, der niederdeutschen Melchioriten und – in besonders eindrücklicher Weise – der Initiatoren des Täuferreiches von Münster (1533–1534). Ihr letztendlich blutig niedergeschlagener Versuch, die endzeitlichen Heilsereignisse in ihrem eigenen gemeinschaftlichen Handeln zu verwirklichen, ist ein besonders prägnantes Beispiel des Versuchs einer millennaristisch inspirierten Weltgestaltung.[27]

Die konfessionellen Auseinandersetzungen zu Beginn der Neuzeit und der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) beförderten in ganz Europa die Gegenwartsdeutung verfolgter religiöser Minderheiten und isolierter Diasporagemeinden durch den Rückgriff auf die alten Erlösungsbilder der apokalyptischen Eschatologie. Von den zahlreichen während dieser Epochen entstandenen Prognostiken des Endtermins sind beispielhaft zu nennen die spekulativen Werke Jakob Böhmes (1575–1624), in denen millennaristische Vorstellungen mittels apokalyptischer Bilder und Schlüsselbegriffe entfaltet werden. Auch namhafte Vertreter des Pietismus wie Philipp Jakob Spener (1635–1705) und Johann Albrecht Bengel (1687–1732) bedienten sich der apokalyptischen Vorstellungswelt.

Der im 18. Jahrhundert einsetzende und rasch fortschreitende Prozess der Aufklärung und Säkularisierung in Westeuropa beziehungsweise die hiermit einhergehende Orientierung an der menschlichen Vernunft bedeuteten eine allgemeine Verdrängung apokalyptischer Vorstellungen. Die Vertreter der vorherrschenden rationalistischen theologischen Entwürfe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie Heinrich Julius Holtzmann (1832–1910) oder Julius Wellhausen (1844–1918) distanzierten sich generell von apokalyptischen Ideen. Man betrachtete sie nunmehr als falsifizierbaren Ausdruck eines vormodernen Weltbildes, als restaurative Gesellschaftskritik, als fromme Kompensation erlittener Enttäuschungen oder als bloßes Produkt menschlicher Träume, Wunschbilder und Fantasien. Letztendlich galt die Apokalyptik vielen liberalen Theologen als eine Art degenerative Verfallserscheinung einer alten Religion.[28]

Theologische Denker des 20. Jahrhunderts wie Rudolf Bultmann (1884–1976) rezipierten die der Apokalyptik entlehnte Vorstellung einer Gegenüberstellung von Geschichte und Offenbarung, betrachteten die apokalyptische Eschatologie jedoch insgesamt als eine periphere und unangemessene Auffassung der christlichen Glaubensverkündigung, die sich durch das Ausbleiben der Parusie eigentlich von selbst erledigt habe. Dagegen betonen neuzeitliche Theologen wie Jürgen Moltmann (geb. 1926) die prinzipielle Berechtigung der Apokalyptik, die darin begründet sei, dass allein sie in der Lage sei, die kosmische Dimension der menschlichen Hoffnung zu thematisieren und begreifbar zu machen.

Das nahe Weltende ist bis heute ein zentrales Thema religiöser Weltanschauungsgruppen und Sondergemeinschaften. Zahlreiche Splittergruppen an den Rändern und außerhalb der großen christlichen Glaubensgemeinschaften zeichnen sich durch eine Neubelebung der traditionellen apokalyptischen Vorstellungswelt aus.[29] Zu beobachten sind hier oftmals eine akzentuierte Gruppenbildung und ein Hang zur sozialen Isolation. Eine durchweg defizitäre Sicht auf die Geschichte und Gegenwart und der Glaube an ein nahes katastrophisches Weltende bedingen eine permanente Entscheidungssituation ihrer Mitglieder und korrespondieren zugleich mit dem Selbstbewusstsein ihrer sicheren eigenen Herausnahme aus dem allgemeinen Unheilsgeschehen und einem hieraus abgeleiteten Elitebewusstsein. Die endzeitliche Welthaltung dieser Gemeinschaften gründet häufig in der Überzeugung, exklusive Zugänge zu verborgenen jenseitigen Offenbarungen zu besitzen, die entweder visionär übermittelt oder durch die einzig wahre – nämlich die eigene – Auslegung der Tradition erkannt werden.

Apokalyptische Vorstellungen fanden auch Eingang in die säkulare politische Welt. So betrachtet das Motto Novus ordo seclorum ("Eine neue Ordnung der Zeitalter") auf der Rückseite des offiziellen Dienstsiegels der USA die amerikanische Unabhängigkeitserklärung des Jahres 1776 im Sinne einer periodisierenden Gliederung der Weltgeschichte als Anbruch eines neuen Zeitalters des Friedens. Bei Karl Marx (1818–1883) und seinem historischen Materialismus begegnen sowohl ein rigider gesellschaftlicher Dualismus als auch eine deterministische Geschichtsdeutung, die nach dem apokalyptisch-eschatologisch geprägten Muster "Defizienz – Umsturz – Fülle" zu einer Veränderung der Welt, zu einem totalen Zusammenbruch der bestehenden Verhältnisse und schließlich zu einer (diesseitigen) erlösenden Heilszeit führen sollte, nämlich der klassenlosen Gesellschaft. Auch der totalitäre ideologische Welt- und Geschichtsentwurf des Nationalsozialismus birgt die Vorstellung eines determinierten heilsgeschichtlichen Ablaufs auf der Basis traditioneller apokalyptischer Denkstrukturen und Motive, deutlich erkennbar insbesondere in der anmaßenden utopischen Proklamation des gegenwärtigen "Tausendjährigen Reiches" beziehungsweise des "Dritten Reiches" als Endzustand der deutschen und universalen Geschichte.[30]

Apokalyptik und Gegenwartskultur

Im umgangssprachlichen Gebrauch des Ausdrucks "Apokalypse" in weiten Teilen der kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Diskurse der Gegenwart zeigt sich eine durchgehende und tiefgreifende Säkularisierung der jüdischen und christlichen Eschatologie. Das Weltende wird hierbei der Verfügung Gottes entzogen und in die Verfügungsgewalt der Menschheit gestellt. Diese verfremdende Rezeption des Apokalypsebegriffs und der mit ihm verbundenen Motivik speisen sich unbeschadet ihrer wesenhaft areligiösen Verwendung vor allem aus der jüdischen und christlichen religiösen Tradition. Auch die Wahrnehmung der Zukunft als Erwartungszeitraum durch den gesellschaftlichen Fortschrittsglauben und die wirtschaftliche Globalisierung lässt sich durchaus in den Kategorien der traditionellen apokalyptischen Vorstellungswelt einordnen. Ebenso greift das Motivrepertoire moderner Weltuntergangsvorstellungen immer wieder auf alte apokalyptische Bilder zurück. Eine verbreitete Fortschrittsskepsis deutet die ferne Vergangenheit als Zustand der idealen Ordnung und der Fülle.

Verschiedene kommerzialisierte Subgenres der populären Gegenwartsmusik und Teile der Jugendkultur (beispielsweise verschiedene Ausprägungen des Metal) variieren eine der apokalyptischen Tradition entnommene pessimistische Gegenwartswahrnehmung und das behauptete Lebensgefühl einer grundlegenden Identitätsbedrohung marginalisierter Gruppen durch ihre übermächtige Umwelt mittels der kreativen Übernahme der Bildwelt insbesondere der neutestamentlichen Johannesoffenbarung. In der provokanten nonkonformistischen Attitüde der Punkbewegung ("No Future") verschmelzen traditionelle Endzeitvorstellungen mit nihilistischen Grundgedanken. Auch die in zahlreichen erfolgreichen Kinoproduktionen der vergangenen Jahrzehnte medial inszenierten Weltuntergänge greifen in eklektizistischer Weise immer wieder auf den Symbolkosmos der Apokalyptik zurück.[31]

Dieser verbreitete Rückgriff ist nicht funktionslos. Die eigentlichen Auslöser der krisenhaften Angst vor dem endgültigen Ende der Menschheit und der bewohnbaren Welt können als pessimistische Zeitdiagnosen auf der Grundlage subjektiv empfundener und realer Bedrohungen der Weltbevölkerung und globaler Katastrophen wie beispielsweise Umweltprobleme, Hungersnöte, Seuchen, Kriege, Terrorismus oder die Risiken des unkontrollierbaren zivilen Gebrauchs und des militärischen Einsatzes der Nukleartechnik gelten. Unter Zuhilfenahme der apokalyptischen Verstellungswelt erhalten diese im eigenen Lebenskontext tatsächlich kaum zu greifenden, aber dennoch latent empfundenen Bedrohungen und Krisen eine symbolische Darstellung. Sie werden durch die Apokalyptik erst fassbar und lassen sich ihrer Bewältigung zuführen. Zugleich bedeutet die apokalyptische Wahrnehmung der Synchronie der eigenen begrenzten Lebenszeit und der begrenzten Zeit der aktuell ihrem Ende entgegengehenden Weltgeschichte eine sinnstiftende Aufwertung der eigenen gefährdeten, prekären und ohnmächtigen Existenz, denn der entscheidende und endgültige Wendepunkt des Weltlaufs überschneidet sich nunmehr mit dem eigenen individuellen Lebensweg.

Der Unterschied zwischen dieser umgangssprachlichen beziehungsweise säkularen Verwendung des Apokalyptikbegriffs und seinem spezifisch christlichen Gebrauch ist offenkundig: Während erstere die Weltgeschichte in regressiver Weise als fortwährenden Abstieg weg von ihrem – durch maximale Fülle gekennzeichneten – Ursprung hin zu ihrem – krisenhaften und katastrophalen – Schlusspunkt begreift, hält letztere prinzipiell an seiner Heilskomponente fest, indem die Erwartung eines Endes dieser Welt hier nicht als finaler Untergang gedeutet wird, sondern als Wendepunkt und Übergang in eine neue Welt des Heils, die in der christlichen Existenz zudem bereits in die Gegenwart hineinragt. Während der "kupierten" säkularen Apokalyptik demnach prinzipiell keine Hoffnung auf Erlösung innewohnt, enthält die christliche Apokalyptik einen grundsätzlichen Ansatz zur Überwindung der menschlichen Weltangst in einer bedrängenden Gegenwartssituation durch einen übergreifenden und sinnstiftenden Hoffnungsentwurf.[32]

Fußnoten

18.
Zu nennen sind beispielsweise die Petrusapokalypse, die Paulusapokalypse und die Thomasapokalypse.
19.
Vgl. Philipp Vielhauer/G. Strecker, Apokalyptik des Urchristentums. Einleitung, in: Wilhelm Schneemelcher (Hrsg.), Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung, Bd. 2, Tübingen 19996, S. 491–679 (enthält die wichtigsten altkirchlichen Apokalypsen in deutscher Übersetzung).
20.
Vgl. Michael Tilly, Vorwort, in: Edgar Hennecke (Hrsg.), Apokryphe Apokalypsen, Wiesbaden 2007, S. 7–9.
21.
Vgl. Karl-Heinz Schwarte, Art. Apokalypsen V. Alte Kirche, in: Theologische Realenzyklopädie, 3 (1978), S. 257–275; Paula Fredriksen, Apocalypse and Redemption in Early Christianity. From John of Patmos to Augustine of Hippo, in: Vigiliae christianae, 45 (1991), S. 151–183.
22.
Vgl. Günter Stemberger, Das Fortleben der Apokalyptik in der rabbinischen Literatur, in: ders., Judaica Minora II, Tübingen 2010, S. 290–298; Peter Schäfer, Der Ursprung der jüdischen Mystik, Berlin 2011.
23.
Vgl. Claude Carozzi, Weltuntergang und Seelenheil. Apokalyptische Visionen im Mittelalter, Frankfurt/M. 1996; Brett E. Whalen, Dominion of God. Christendom and Apocalypse in the Middle Ages, Cambridge, MA u.a. 2009.
24.
Vgl. Johannes Fried, Aufstieg aus dem Untergang. Apokalyptisches Denken und die Entstehung der modernen Naturwissenschaft im Mittelalter, München 2001.
25.
Vgl. Thomas Grüter, Faszination Apokalypse. Mythen und Theorien vom Untergang der Welt, Frankfurt/M. 2011.
26.
Vgl. Wolfgang Sommer, Luther – Prophet der Deutschen und der Endzeit, in: ders. (Hrsg.), Zeitenwende – Zeitenende. Beiträge zur Apokalyptik und Eschatologie, Stuttgart u.a. 1997, S. 109–128.
27.
Vgl. Volker Leppin, Apokalyptische Strömungen in der Reformationszeit, in: Bernd U. Schipper/Georg Plasger (Hrsg.), Apokalyptik und kein Ende?, Göttingen 2007, S. 75–91.
28.
Vgl. Werner Zager, Begriff und Wertung der Apokalyptik in der neutestamentlichen Forschung, Frankfurt/M. u.a. 1989.
29.
Zu nennen sind hier beispielsweise die sich als "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" bezeichnenden Mormonen, die Gemeinschaft der "Zeugen Jehovas", die "Siebenten-Tags-Adventisten", die "Neuapostolische Kirche", aber auch destruktive Kulte wie der "Volkstempel", die "Kinder Gottes" oder die "Sonnentempler". Vgl. Werner Thiede, Die Johannes-Apokalypse in der Deutung christlicher Sekten, Stuttgart–Berlin 1996; Hans Gasper, Endzeitfieber. Apokalyptiker, Untergangspropheten, Endzeitsekten, Freiburg/Br. u.a. 1997.
30.
Vgl. Bernhard Heininger (Hrsg.), Mächtige Bilder. Zeit- und Wirkungsgeschichte der Johannesoffenbarung, Stuttgart 2011.
31.
Siehe dazu auch die Beiträge von Christian Hoffstadt und Eva Horn in dieser Ausgabe (Anm. d. Red).
32.
Vgl. Ulrich H.J. Körtner, Weltangst und Weltende, Göttingen 1988.
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