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26.5.2002 | Von:
Manfred Wöhlcke

Die Gemeinschaft Portugiesischsprachiger Staaten und die EU

Die Gemeinschaft Portugiesischsprachiger Staaten (Comunidade dos Países de Língua Portuguesa/CPLP) wurde 1996 gegründet. Ihr gehören an: Angola, Brasilien, Cabo Verde, Guiné-Bissau, Moçambique, Portugal und Sao Tomé e Principe.

Einleitung

Die erste Initiative zu einer verstärkten Kooperation der portugiesischsprachigen Staaten datiert aus dem Jahre 1983, aber konkrete Schritte in Richtung auf eine organisatorische Formalisierung erfolgten erst im November 1989, als das "Instituto Internacional de Língua Portuguesa" (IILP) gegründet wurde. Entgegen der ursprünglichen Absicht gelang es jedoch nicht, das IILP zum Motor der weiteren Kooperation zu machen. Im Februar 1994 wurde die "Grupo [1] de Concentraçao Permanente" mit Sitz in Lissabon eingerichtet [2] . Sie bestand aus einem hohen Beamten des portugiesischen Außenministeriums und den Botschaftern der übrigen lusophonen Staaten, von denen sich der Botschafter Brasiliens, José Aparecido de Oliveira, besonders engagierte. Die Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Staaten (Comunidade dos Países de Língua Portuguesa/CPLP) wurde am 17. Juli 1996 in Lissabon gegründet. Ihr gehören an: Angola, Brasilien, Cabo Verde, Guiné-Bissau, Moçambique, Portugal und Sao Tomé e Príncipe. Die ehemalige portugiesische Kolonie Ost-Timor, die 1975 von Indonesien besetzt wurde und demnächst unabhängig wird, hatte in der CPLP bislang Beobachterstatus und wird in absehbarer Zeit wohl Vollmitglied.


Fußnoten

1.
''Grupo'' ist im Portugiesischen männlich. Zur leichteren Lesbarkeit des deutschen Textes wird im Rahmen dieses Beitrags jeweils der Artikel des betreffenden deutschen Wortes verwendet.
2.
Vgl. http://www./cplp.org/documentos/94ö02ö10.htm; siehe zur Vorgeschichte der CPLP auch: http://www./cplp.org/documentos/95ö07ö19.htm; http://www.cplp.org/documentos/96ö06ö25.html; http://www./cplp.org/imprensa/imprensaö98.html.