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5.8.2002 | Von:
Stefan Schaltegger
Holger Petersen

"Ecopreneure": Nach der Dekade des Umweltmanagements das Jahrzehnt des nachhaltigen Unternehmertums?

VI. Resümee

Ecopreneurship kann als die erfolgreiche Integration von konsequenter Orientierung an ökologischen Zielen und Streben nach Umsatzwachstum verstanden werden. Ecopreneurship geht dort über das seit rund einer Dekade entwickelte Umweltmanagement hinaus, wo nicht nur Umweltkosten in der Produktion gesenkt oder exklusive Öko-Nischen bedient werden sollen, sondern umweltbezogene Problemlösungen das Angebotsprofil eines Unternehmens auf eine umsatzstarke Basis stellen. Dabei wird Ecopreneurship nicht auf die Rolle des leitenden Firmeninhabers beschränkt. Mitarbeiter oder Manager, die als Angestellte unternehmerisch denken und handeln, werden als ökologieorientierte Intrapreneure mit einbezogen.

Die Entwicklung zum Ecopreneur kann in einer Positionierungsmatrix im Kontext anderer Formen des betrieblichen Umweltengagements diskutiert werden. Unternehmen tragen dann am meisten zum ökologischen Fortschritt von Wirtschaft und Gesellschaft bei, wenn erstens Umweltaspekte im Kerngeschäft eine zentrale Rolle einnehmen und zweitens der Massenmarkt mit ihren Leistungsangeboten beeinflusst wird. Ecopreneure kennzeichnen sich einerseits durch ökologisch innovative Angebote, die zum Kerngeschäft gehören, und andererseits dadurch, dass sie damit den Massenmarkt ökonomisch erfolgreich bearbeiten.