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23.4.2007 | Von:
Paula-Irene Villa

Der Körper als kulturelle Inszenierung und Statussymbol

Der Körper als Darstellungsmaterial

Interessanterweise kann man derzeit, vor allem in bestimmten Medienformaten und in manchen Branchen, beobachten, dass sich eine Leibvergessenheit und Körperbesessenheit entwickelt, die den Körper doch wie eine Tasche, ein Möbelstück oder beliebige unbelebte Materie behandelt. Die Rede ist zum Beispiel von der plastischen Chirurgie als "Schönheitschirurgie", ihren entsprechenden Inszenierungen in Fernsehformaten wie "The Swan - endlich schön" (2004 bei Pro7), in denen Verfahren der plastischen Chirurgie zu einer Strategie des "Körpertunings" neben vielen anderen verharmlost und zugleich dramatisiert wurden, die Popularisierung von Piercings und Tatoos, von Haarverlängerungen, permanent Make-up, Wellnessprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln im Dienste der "Fitness". All dies zeugt von der sich derzeit intensivierenden kulturellen Verdinglichungstendenz, die den Körper tatsächlich (nur noch) als beliebig manipulierbare Masse kodiert.[4] Dabei wird der menschliche Körper als zu optimierende Materie betrachtet, nicht als eigenlogischer lebendiger Leib, der immer auch die Spuren einer individuellen Biographie trägt und damit auch Spuren des Alterns und der Erfahrungen (auch der negativen' wie Krankheiten oder Auffälligkeiten). Die Verdinglichung des Körpers, seine Objekthaftigkeit, ist unserer Natur geschuldet, die - wie ausgeführt - es uns ermöglicht, Distanz zum eigenen Körper zu haben und in dieser Distanz den Körper auch entsprechend sozialer Werte, individuellen Wünschen oder kommerziellen Notwendigkeiten zu manipulieren. Als nichts anderes sind ja die letztendlich unendlich vielen Körpermanipulationen zu bewerten, die in unserem Alltag eingelassen sind und die wir nicht nur als normal, sondern häufig auch als wünschenswert und im normativen Sinne als richtig einstufen: Zähneputzen, Hörgeräte tragen, Medikamente gegen Schmerzen einnehmen usw. Die gesamte Medizin etwa ist ein Eingreifen in die "Natur", die unserer sozialen Natur entspricht. Damit ist, dies sei nochmals betont, keinesfalls gemeint, dass die Medizin in irgendeiner Weise künstlich oder widernatürlich sei. Doch darf man nicht vergessen, dass die Grenzen zum Beispiel zwischen medizinisch notwendiger Therapie oder Indikation einerseits und darüber hinausgehender "Optimierung" oder gar dem Bereich des Lebensstils andererseits sozial verhandelt werden. Die Grenze etwa zwischen medizinisch indizierter wiederherstellender Chirurgie und einer so genannten Schönheitsoperation ist keine naturhaft gegebene Grenze und auch keine, die der Körper von sich aus vorzeichnet. Dies macht die zunehmende Zahl der Brustvergrößerungen und -verkleinerungen drastisch deutlich, bei denen nicht klar entscheidbar ist, inwiefern dadurch für die betroffenen Frauen (und wenigen Männern) therapeutische Effekte erzielt werden (sollen). Dasselbe gilt auch für die vielen Fitness- und Wellnessprogramme, die zum Beispiel die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren und deren medizinischer Nutzen in einem engen Sinne fragwürdig ist.[5]

Viele andere aktuelle, aber auch historische Beispiele zeugen von der - sicherlich zunehmenden - Möglichkeit und Notwendigkeit, den Körper im Sinne kultureller Deutungen zu inszenieren. Unsere Partizipation an verschiedensten (Sub-)Kulturen ist maßgeblich von der Inszenierung des Körpers und seinen kulturellen Konstruktionen getragen. Wenn man beispielsweise zur Tango Argentino-Szene gehören möchte, reicht es nicht, bei einer Tanzgelegenheit nur körperlich anwesend zu sein. Vielmehr muss der Körper gemäß den in dieser Szene herrschenden Codes in einen Tango-Körper verwandelt werden: Durch Kleidung, Gesten, Bewegungen und dergleichen wird der Körper und damit die entsprechende Person als Mitglied der Szene für andere erkennbar bzw. durch eine solche visuelle An-Erkennung überhaupt erst zum Mitglied. Denn als Mitglied anerkannt werden, indem der Körper als spezifischer erkannt wird, und Mitglied (einer Szene oder einer Gruppe) zu sein, ist handlungspragmatisch ein- und dasselbe. Das gilt im Prinzip für die Teilnahme an jedweder Institution, Organisation oder Gruppe. Niemand ist schon allein durch beliebige körperliche Anwesenheit ein kompetentes Mitglied etwa einer Krabbelgruppe für Babies und deren Eltern, einer wissenschaftlichen Gemeinschaft oder einer Berufsgruppe. Oft, fast immer, sind sehr spezifische Körperpraxen und Körpermodellierungen notwendig, um Mitglied einer Gruppe zu sein. Man denke nur an die offensichtlichen Beispiele wie Medizinisches Personal, Flugbegleiter oder Köche einer Großküche; hier ist Kleidung eine wesentliche Komponente der kulturellen Konstruktion eines "Berufskörpers", die selbstverständlich in ihren Effekten weit über bloße Äußerlichkeiten hinausgeht. Viele Studien belegen die auch leibliche und identitätsrelevante Wirkung beispielsweise von Berufskleidung.[6] Doch auch in weniger evidenten Fällen sind sehr spezielle und meist implizite kulturelle Körperkonstruktionen nötig, um "dazu zu gehören". In der Wissenschaft etwa sind je nach Fach, Anlass und hierarchischer Strukturierung eines Settings in subtiler Weise variierende Kleiderregeln, Körperhaltungen und körpergebundene Handlungsweisen zu befolgen, will man oder frau sich kompetent als Mitglied präsentieren. Gerade Frauen wissen in der Regel gut über die Wichtigkeit der jeweils richtigen Kleidung, Gestik, Frisur, Stimmlage, Maniküre, Blicknavigation usw. Bescheid, laufen sie doch stets Gefahr, als Vertreterin ihres Geschlechts und nicht als Wissenschaftlerin wahrgenommen zu werden. Männliche Wissenschaftler wissen um solche Codes selbstverständlich auch, agieren aber meist mit weitaus größerer Sicherheit und Selbstverständlichkeit, das heißt meist weniger bewusst als Frauen.[7] Letztere besitzen, wie Pierre Bourdieu es formulierte, den "Scharfsinn der Ausgeschlossenen" und sind durch ihre strukturell nach wie vor gegebene Position als "Fremde" im Wissenschaftsfeld der gesteigerten Anforderung ausgesetzt, sich als doch dazugehörig zu präsentieren.[8] Männlichen Wissenschaftlern wird hingegen von "Insidern" oder "Einheimischen" implizit ein Vertrauenvorschuss gewährt, wodurch ihre körperlichen Inszenierungen relativiert werden. Grundsätzlicher noch sind auch und gerade für die Zugehörigkeit zu einem der beiden Geschlechter - Frau oder Mann - Prozesse der handlungspraktischen Konstruktion des Körpers notwendig. Menschen sind in einem sozialen Sinne nicht vorrangig an sich Frauen oder Männer, sondern vor allem dadurch, dass sie von anderen als Frau oder Mann im alltäglichen Handeln anerkannt werden.

Hierzu bedarf es eines erheblichen, von uns allen allerdings meist präreflexiv und selbstverständlich erbrachten Aufwandes im Alltag. Wir tragen die "richtige" Kleidung, rasieren uns an den "richtigen" Stellen (nicht) die Haare, führen unseren Körper in je "richtiger" Weise im Raum und betreiben endlos viele mehr oder minder kleine Inszenierungen. Kurz gesagt, wissen wir ja nicht, wie unsere Mitmenschen ohne Kleidung aussehen oder wie deren Chromosomen beschaffen sind. Gerade deshalb ist der kulturelle Umgang mit dem Körper im Alltag so außerordentlich wichtig. Wir erzeugen damit "kulturelle Genitalien", wie es der Soziologe Harold Garfinkel in seinen Studien genannt hat. Er weist so darauf hin, dass wir mit unseren Körpern durch ihren kulturellen Gebrauch suggerieren, diese seien auch anatomisch entsprechend "ausgestattet".[9] Und, um dies alles gewissermaßen noch aufwändiger und anstrengender zu machen, ist das Geschlecht niemals die einzige Zugehörigkeit, die wir durch und mit dem Körper erzeugen müssen. Zugleich verkörpern wir eine Reihe weiterer Differenzen und Soziallagen, die ihrerseits miteinander verwoben sind. Aus diesem Grunde sind beispielsweise kulturelle Körperkonstruktionen der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht außerordentlich variabel - Weiblichkeit etwa ist in einem Wissenschaftssetting anders zu verkörpern als bei einer Verkäuferin in einem Kaufhaus, und hier wiederum anders als beim Marathonlauf.[10]

Die prinzipielle Möglichkeit, den Körper zu inszenieren, ist in unserer sozialen Natur angelegt. Die Chance allerdings, dies auch, und zwar - so die von vielen Soziologen und Soziologinnen empirisch fundierte These - in zunehmenden Maße im Rahmen vielfältiger Optionen zu tun, hängt von den sozialen Bedingungen ab, unter denen wir leben. Dass wir also ein breite(re)s Spektrum an Möglichkeiten und Ressourcen haben, um unsere (auch zunehmend selbst gewählten und nicht qua Geburt gegebenen) Zugehörigkeiten zu verkörpern, ist ohne eine historische und eine ungleichheitsanalytische Perspektive nicht zu verstehen. Leitend ist dabei die Diagnose, dass seit dem Entstehen der bürgerlichen Moderne im späten 18. Jahrhundert Menschen einer Doppelbewegung von diesseitiger Rationalisierung und Autonomisierung einerseits und Biologisierung und Naturalisierung andererseits ausgesetzt sind. Das heißt, kurz gesagt, dass seit der Überwindung religiöser und traditional begründeter Welt- und Selbstbilder die Gestaltung des eigenen Lebens in sämtlichen Bereichen zum Leitbild und - wenn auch in eingeschränkterem Maße - zur Praxis wird. Diese Praxis der Selbstgestaltung des Lebens sowie des eigenen Selbst ist in doppelter Weise beschränkt: durch materielle und andere Bedingungen, die einen gestaltenden und souveränen Zugriff auf das eigene Leben ermöglichen bzw. beschränken (im Sinne systematischer Ungleichverteilung zentraler gesellschaftlicher Ressourcen) und durch die individuelle Verfügbarkeit von zentralen Ressourcen, die zur Selbstgestaltung notwendig sind. Denn die Möglichkeit, das eigene Leben, einschließlich des eigenen Körpers, gewissermaßen in die eigenen Hände zu nehmen, hängt auch von der Möglichkeit ab, Geld, Zeit, Macht und Bildung in Selbstgestaltungsprozesse zu investieren. An diesen zeigt sich der Status von Personen besonders deutlich. So braucht man beispielsweise Zeit, um den Körper durch Lernprozesse so zu bewegen, wie es in speziellen Subkulturen richtig ist, etwa in so genannten Bewegungskulturen wie tänzerischen oder sportiven Kontexten. Wer auf dem sprichwörtlichen gesellschaftlichen Parkett eine "gute Figur" machen will, kann dies nicht willentlich beschließen, sondern muss dies erlernen. Und insofern dies körperlich-leibliche Lernprozesse erfordert, bedarf es dafür Zeit. Um diese in die Inszenierung und Formung des Körpers investieren zu können, ist wiederum Geld notwendig. Denn Fitnessstudios, Tanzkurse oder einfach die Sozialisation innerhalb spezifischer beruflicher Felder mitsamt ihrer somatischen Dimension kosten nicht nur monatliche Beiträge, sondern setzen auch voraus, dass man in dieser Zeit etwas anderes, eine berufliche Fortbildung beispielsweise, nicht machen kann. Auch Bildung ist im Sinne der Gestaltung des eigenen Körpers zentral, um etwa Entscheidungen, die die Selbstgestaltung qua Körper betreffen, informiert treffen zu können.

Die seit der Moderne angelegte Loslösung von Individuen aus ehemals gegebenen und religiös begründeten Strukturen ist allerdings nicht nur ein Freiheitsgewinn, der alle Personen gleichermaßen autonom(er) macht und der begleitet wäre von der gänzlichen Auflösung mehr oder weniger verbindlicher sozialer Werte. Im Gegenteil: Die Modernisierung ist begleitet von der ambivalenten Notwendigkeit, sich im sozialen Gefüge zu verorten, und auch dieses Gefüge ist mitnichten normativ neutral. Wir werden nun nicht mehr durch Herkunft verortet, sondern müssen dies selber tun. Dies beinhaltet auch die "Zumutung", uns dauernd selber positionieren zu müssen. Hierfür ist der Körper ein probates Mittel insofern, als er im Alltag unsere sichtbarste "Visitenkarte" darstellt. Dies trifft auch in Kontexten zu, die vordergründig und in ihrer Selbstbeschreibung vom Körper gänzlich absehen, wie beispielsweise professionelle Organisationen oder Bürokratien. Auch im professionellen Handeln ist der Körper ein wesentliches Mittel zur Inszenierung von (beruflichen) Hierarchien und dergleichen.[11] Wenn hier von Inszenierung die Rede ist, so ist damit keineswegs ein vordergründiges, kindlich spielerisches So-tun-als-Ob gemeint. Vielmehr ist mit Erving Goffman davon auszugehen, dass "wir alle Theater spielen", wenn wir handeln.[12] Dies meint, dass das Handeln wesentlich aus impression management, also Imagepflege besteht, insofern unsere Mitmenschen auch unser Publikum sind. Wir wollen als jemand bestimmtes wahrgenommen werden - als Wissenschaftlerin, guter Vater, seriöser Bankangestellter, liebevolle Erzieherin, kompetente Politikerin, engagierter Lehrer usw.

Dies alles sind Rollen, doch sind sie uns nicht äußerlich im Sinne eines Theaterspiels, für das man sich verkleidet und das man nach dem Fallen des Vorhangs gänzlich verlässt, um in das "eigentliche" oder "echte" Leben zurückzukehren. Vielmehr agieren wir immer, doch in spezifischer und auf je unterschiedlich intensive Weise wie auf einer Bühne: auf der Bühne des sozialen Lebens. Goffman hat in vielen Studien herausgearbeitet, dass der Körper ein wesentliches, wenn nicht gar das wesentlichste Interaktionsinstrument darstellt, das wir haben. Der Körper kommuniziert immer, er sendet dauernd Signale, die die Mitmenschen empfangen und deuten (sollen). Dabei sind die Zeichen und die Deutungen hochgradig konventionalisiert, sie sind Bestandteil der intersubjektiv geteilten Wissensbestände und nicht beliebig interpretierbar. Für bestimmte Aspekte und Felder gelten tradierte Normen, die - das ist das Tückische und Zeitaufwändige daran - implizit sind. Weiblichkeit und Männlichkeit sind Paradebeispiele solcher Inszenierungen, für die man selten (und wohl immer seltener) "Regieanweisungen" bekommt, die aber dennoch hochgradig stereotypisiert und normativ sind.[13] Goffman hat bei seinen Studien auch darauf hingewiesen, wie fragil das soziale Leben ist, insofern es auf körperbasierter Kommunikation gründet. Leicht kann etwas misslingen, zum Beispiel wenn jemand das für ein spezifisches Setting richtige impression management nicht beherrscht.

Gegenwärtig können wir uns - in Grenzen - entscheiden, welchen Bezügen und Kontexten wir angehören wollen, wir müssen uns aber auch entscheiden. Diese Ambivalenz hat sich der "Individualisierungsthese"[14] zufolge in den letzten Jahrzehnten in den westlichen Wohlfahrtsstaaten deutlich intensiviert: Menschen werden - abgesichert durch sozialpolitische Maßnahmen und im Kontext eines relativen Wohlstands sowie durch die durchschlagende Demokratisierung höherer Bildung - zunehmend aus kleinräumigen gemeinschaftlichen Bindungen wie Nachbarschaft, Familie, Kollegen/innen freigesetzt und müssen sich im Alltag zwischen einer Vielzahl möglicher Zugehörigkeiten "einfädeln". Diese reichen vom Stammtisch um die Ecke über die verschiedensten kulturellen (Sub-)Kulturen bis zur internationalen Konferenz. Viele empirische Studien belegen die zentrale Bedeutung des Körpers bei diesen Verortungen.

Auch wenn man der Individualisierungsdiagnose skeptisch gegenübersteht, so muss doch festgehalten werden, dass der Körper in der Moderne gleichermaßen zu Werkzeug und zum Material von Selbstgestaltungspraxen geworden ist, und dass dieser Prozess sich, so meine These, in den letzten Jahren noch deutlich intensiviert hat. Dabei wird die leibliche Ebene zunehmend aus dem Blick verloren, der Körper scheint zunehmend total verfügbar zu werden. Dass diese Entwicklung ihre hochgradig problematischen Seiten hat, zeigen die Debatten um pränatale Diagnostik und Reproduktionstechnologien. Diese nämlich werfen eine Reihe ethischer Fragen auf, die sich genau an der Frage entzünden, wie sehr der Körper als "Rohstoff" behandelt werden kann, darf und soll.[15] Andererseits aber gibt es zahlreiche Indizien dafür, dass der Leib - auch wenn er ideologisch oder theoretisch bisweilen unterschlagen wird - einen weiterhin enorm wirksamen Anker unseres Selbst in der sozialen Ordnung darstellt. Der Leib ist, anders als der Körper als Oberfläche und Wissensbestand, nicht beliebig konstruier- und manipulierbar.

Fußnoten

4.
Vgl. zu ausführlicheren Analysen zu "The Swan" und ähnlicher Formate Sabine Maasen, Schönheitschirurgie, Schnittflächen flexiblen Selbstmanagements, in: Barbara Orland (Hrsg.), Artifizielle Körper - Lebendige Technik. Technische Modellierungen des Körpers in historischer Perspektive, Zürich 2005 und Paula-Irene Villa, "Endlich normal" - Somatische Selbsttechnologien zwischen Unterwerfung und Selbstermächtigung. in: Ulla Wischermann/Tanja Thomas (Hrsg.), Medien - Diversität - Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz, Wiesbaden (i.E.).
5.
Vgl. zur kritischen Auseinandersetzung mit dem "Wellness-Diskurs" im Zusammenhang mit entsprechenden Köperpraxen Stefanie Duttweiler, "Körper, Geist und Seele bepuscheln ..." Wellness als Technologie der Selbstführung, in: B. Orland (Anm. 4).
6.
Vgl. aus der Fülle an Studien Arlie Hochschild, Das gekaufte Herz. Die Kommerzialisierung der Gefühle, Frankfurt/M.-New York 2006(2) zur Relevanz von Kleidung und weiterer Aspekte der Konstruktion einer professionellen Persona bei Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen.
7.
Vgl. zu den Inszenierungen von "Wissenschaft" mit und durch Kleidung: Stefanie Stegmann: "... got the look!" - Wissenschaft und Outfit. Eine kulturwissenschaftliche Studie, Münster 2006.
8.
Vgl. Pierre Bourdieu, Die männliche Herrschaft, Frankfurt/M. 2005, S. 134.
9.
Vgl. Harold Garfinkel, Studies in Ethnomethodology, Englewood Cliffs 1967.
10.
Vgl. für eine ausführliche Darstellung der Körpers im Zusammenhang mit Geschlecht und anderer Differenzen P.-I. Villa (Anm. 3).
11.
Vgl. als ein Beispiel: Michaela Pfadenhauer, Markierung von Ungeduld. Der Körper des Professionellen beim Aushandeln von Wirklichkeit, in: Kornelia Hahn/Michael Meuser (Hrsg.), Körperrepräsentationen. Die Ordnung des Sozialen und der Körper, Konstanz 2002.
12.
Erving Goffman, Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag, München 2003(4).
13.
Vgl. E. Goffman (Anm. 1).
14.
Zur Individualisierungsthese vgl. Ulrich Beck/ Elisabeth Beck-Gernsheim (Hrsg.), Riskante Freiheiten, Frankfurt/M. 1994. Zur körperbezogenen Erweiterung dieser These: Ronald Hitzler, Der Körper als Gegenstand der Gestaltung. Über physische Notwendigkeiten der Bastelexistenz, in: K. Hahn/M.Meuser (Anm.11).
15.
Vgl. aus der Vielzahl an Veröffentlichungen und Materialien das zivilgesellschaftliche Forum der Aktion Mensch: http://www.1000fragen.de/projekt/ueber/index.php (22.2. 2007).