Proteste gegen Peking in Hongkong Ende Dezember 2019

Hongkong

Die seit Juni 2019 anhaltenden Massenproteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong wurden von einem Auslieferungsgesetz losgetreten. Nach monatelangen Demonstrationen zog die pekingnahe Regierung den Gesetzesentwurf zurück. Die Proteste setzten sich fort und wurden auch nicht durch das repressive Vorgehen der Sicherheitskräfte gestoppt. Die Gewalt eskalierte – auf beiden Seiten.

Bis zum Zweiten Weltkrieg diente die britische Kolonie Hongkong vor allem als europäisches Tor ins "Reich der Mitte", später entwickelte sie sich zum Handelsknotenpunkt zwischen Kommunismus und Kapitalismus. Seit 1997 ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik und genießt ein hohes Maß an Autonomie. Bis 2047 gilt der Sonderstatus noch – ihre Lebensweise sehen viele Hongkonger schon jetzt bedroht.

Lorenz Abu Ayyash

Editorial

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Friederike Böge

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Ein Ende der seit Juni 2019 anhaltenden Proteste in der Sonderverwaltungszone Hongkong ist nicht abzusehen. Peking scheint entschlossen, sie auszusitzen. Statt Zugeständnisse zu machen, verstärkt die Zentralregierung die Kontrolle über die Stadt.

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Die Schattenseite der Protestbewegung. Wie die Demonstranten an Rückhalt verloren - Essay

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Nele Noesselt

Ein Land, zwei Systeme. Genese und Auslegung eines Schlüsselkonzepts

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Sabine Dabringhaus

Zur Geschichte Hongkongs

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Tilman Baumgärtel

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APuZ 8-10/2020

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