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Trauergäste halten ein Plakat, auf dem Särge US-Amerikanischer Soldaten zu sehen sind sowie der Schriftzug "Hard Revenge" (Schwere Rache), während sie an einem Trauerzug für den wichtigsten Vertreter des iranischen Militärs im Ausland, Ghassem Soleimani, und den stellvertretenden Leiter der überwiegend schiitisch-muslimischen Einheiten (PMF), Abu Mahdi al-Mohandes, teilnehmen.

Iran

Trotz Corona-Pandemie gibt es keine Entspannung im Konflikt zwischen USA und Iran. Ein Hilfsangebot von US-Präsident Donald Trump lehnte Teheran ab, gleichzeitig halten die USA die Sanktionen gegen Iran aufrecht. Diese hatte Washington nach dem Ausstieg aus der Atomvereinbarung im Mai 2018 wiedereingesetzt und weitergehende Bedingungen, auch mit Blick auf Teherans Raketenprogramm und Regionalpolitik, formuliert.

Unmittelbar nach der Tötung des iranischen Generals Quasem Soleimani durch US-Militärs im Irak Anfang Januar 2020 verkündete die iranische Führung, dass sich das Land künftig an keinerlei Beschränkungen der Atomvereinbarung mehr halten werde. Derzeit ist nicht absehbar, ob und wie diese gerettet werden kann.

Anne Seibring

Editorial

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 21-22/2020)

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