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Spaziergänger auf der Kirschblütenallee, dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Berlin und Brandenburg

3.7.2020 | Von:
Kerstin Brückweh

Das vereinte Deutschland als zeithistorischer Forschungsgegenstand

Nach einem klar definierten Forschungsbereich zum vereinten Deutschland sucht man auch nach drei Jahrzehnten Deutscher Einheit in der Geschichtswissenschaft vergeblich. Erstens ist es schlichtweg zu früh, denn die Zeitgeschichtsforschung hängt den Ereignissen prinzipiell hinterher. Es bedarf eines zeitlichen Abstands, um mit geschichtswissenschaftlichen Methoden die Vergangenheit zu betrachten. Viel früher haben sich die Sozialwissenschaften als gegenwartsnahe Disziplin diesem Untersuchungsfeld gewidmet. Aus ihren Studien und Daten, aber auch Erfolgen und Problemen können Zeithistoriker/innen Erkenntnisse und Quellen für eigene Analysen gewinnen. Zweitens waren in der Geschichtswissenschaft in den vergangenen Jahren eher globalgeschichtliche Themen in Mode. Sich mit Ostdeutschland zu beschäftigen, haftete etwas Rückschrittliches oder gar Kleingeistiges an. Trotzdem gab es drittens jenseits der wissenschaftlichen Trends ein lebensgeschichtliches, gesellschaftliches und politisches Bedürfnis, sich mit dem vereinten Deutschland und somit auch mit Ostdeutschland zu beschäftigen. Daraus sind – plakativ formuliert – zum einen politikgeschichtliche Meistererzählungen, also große sinnstiftende Geschichten entstanden, die mit offiziellen Positionen eine gewisse Symbiose eingingen, wie sie etwa beim Reden und Feiern "der" Wiedervereinigung und "der" Deutschen Einheit deutlich werden. Zentral ist in diesen Erzählungen der alles in allem positiv gewertete Übergang von der Diktatur zur Demokratie und von der Plan- zur Marktwirtschaft. Zum anderen sind aus verschiedenen persönlichen und politischen Richtungen identitätsstiftende ostdeutsche Gegenerzählungen entstanden, und "der Groll bei den tatsächlichen und vermeintlichen Verlierern"[1] ist mittlerweile deutlich zutage getreten.

Innovative zeitgeschichtliche Forschung zu 1989 findet derweil anderswo statt. Dazu hat sich ein lebendiges internationales Forschungsfeld entwickelt, in dem (Ost-)Deutschland aber der Sonderfall bleibt. Denn Ostdeutschland nimmt in den zeithistorischen Forschungen eine eigentümliche Sandwich-Position ein: nicht östlich genug für die Forschungen zu Ostmitteleuropa und nicht westlich genug für die Forschungen zur alten Bundesrepublik. Und jenseits der Forschung vergleichen sich auch viele Ostdeutsche weniger mit polnischen oder tschechischen Nachbar/innen als mit bayerischen und hessischen. Das Politische der Zeitgeschichte könnte sichtbarer kaum sein.

Ereignisse begleitend: sozialwissenschaftliche Forschung

Von einem "forschungspragmatischen Glücksfall, der vor unseren Augen ein ‚natürliches Experiment‘ von Dimensionen ablaufen läßt, die unter ‚Laborbedingungen‘ auch nicht annähernd zu reproduzieren wären," schwärmte der Soziologe Claus Offe 1991.[2] Ähnlich äußerten sich damals auch andere: Gesellschaftsforschung zu naturwissenschaftlichen Bedingungen – so lässt sich die Euphorie zusammenfassen. Aber aus der westdeutschen Ferne ließ sich die Situation anders bewerten als in Ostdeutschland, wo man zwar die Begeisterung teilte, aber zugleich einen westdeutschen Import befürchtete.[3] Die Karrierewege der Forschenden in Ost und West, die Neuordnung ostdeutscher Institutionen und die Geschichte der Theorien und Methoden der Sozialwissenschaften, unter die hier das weite Feld von der Politik- über die Wirtschaftswissenschaft bis zur Soziologie gefasst wird, sind seit 1989/90 mit all ihren Machtverhältnissen untrennbar verbunden. Das hatte gleichsam Auswirkungen auf persönliche Karrieren, die Forschungslandschaft und Erklärungsansätze.[4]

Inhaltlich standen ost- und westdeutsche Sozialforscher/innen vor ähnlichen Problemen: Weder hier noch dort war man in der Lage gewesen, den Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Ostmitteleuropa vorauszusagen. Es existierte weder ein passender Begriff noch eine Theorie zur Transformation, die nach 1989 halfen, das Phänomen zu erklären.[5] Im Jahr 2000 bilanzierte Stephan Weingarz, dass einzelne ältere Theorieansätze wie die Systemtheorie und akteursorientierte Ansätze bei der Erklärung geholfen hätten, eine weiterführende transformationsspezifische Theoriebildung aber noch ausstehe. Generell war sein Resümee ernüchternd: Es sei den deutschen Sozialwissenschaften in den 1990er Jahren nicht gelungen, mit Blick auf das vereinte Deutschland "einen geschlossenen Forschungsbereich mit einem klar definierten Forschungsziel, spezifischen Fragestellungen sowie bestimmten sozialwissenschaftlichen Instrumentarien zu entwickeln".[6]

Verbindet man diese Bewertung mit den vier Phasen sozialwissenschaftlicher Erforschung des vereinten Deutschland, die der Soziologe Raj Kollmorgen gut zehn Jahre später herausgearbeitet hat, so wird deutlich, wie stark wissenschaftliche Neugier, (politische) Forschungsförderung und der Umbau der ostdeutschen Institutionen die Forschung beeinflusst haben. Nach einer kurzen unkonventionellen gemeinsamen Aufbruchsphase von 1989 bis 1991 folgte bis 1996 eine Phase des systematischen institutionellen Aufbaus der sogenannten Ostdeutschland- und Vereinigungsforschung. Hier ist besonders die Kommission für die Erforschung des sozialen und politischen Wandels in den neuen Bundesländern (KSPW) erwähnenswert, die zwischen 1991 und 1996 eine Vielzahl von Daten sammelte und Forschung förderte. Kennzeichnend für diese zweite Phase war die Orientierung an altbekannten ("westlichen") Theorien in inhaltlicher und theoretischer Hinsicht bei gleichzeitigem Umbau der ostdeutschen Wissenschaftslandschaft. Da die Vereinigung in dieser Zeit zu dem gegenwartsdiagnostischen Forschungsthema wurde, standen hier besonders viele Drittmittel zur Verfügung.[7] So gründeten von Umstrukturierungen und Arbeitslosigkeit betroffene ostdeutsche Wissenschaftler/innen freie Forschungsinstitute. Zugleich bewarben sich auch westdeutsche Wissenschaftler/innen um die Forschungsgelder. Wissenschaftsgeschichtlich sind hier die Machtstrukturen des Wissenschaftssystems von großer Bedeutung und bei Weitem noch nicht erforscht. Vertraut man den Eindrücken der damaligen Akteure selbst, so ergibt sich folgendes Bild: "Gefragt wurde (…) praktisch nur nach dem, was im Osten aus westlicher Perspektive von Interesse war."[8]

Die folgenden Jahre von 1996 bis 2001 bezeichnet Kollmorgen als Phase der Normalisierung, in der alle großen Förderprogramme ausliefen und sich viele Forschende wieder anderen Themen widmeten. Gleichzeitig entstanden neue öffentlich finanzierte Forschungsinstitute. Von den freien ostdeutschen Instituten konnte sich langfristig das im März 1990 gegründete Brandenburg-Berliner Institut für Sozialwissenschaftliche Studien halten.[9]

Die vierte Phase ab etwa 2000, die Kollmorgen als institutionelles Rearrangement bezeichnet und über den Zeitpunkt der Veröffentlichung seines Aufsatzes 2011 hinausgeht, war vor allem durch den in Halle und Jena angesiedelten Sonderforschungsbereich 580 "Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch – Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung" geprägt. Während dort zunächst davon ausgegangen worden war, dass es zu einer schnellen Angleichung der Verhältnisse durch eine nachholende Modernisierung kommen würde, wurde der Blick in der späten Förderphase stärker auf eigenständige Entwicklungen in Ostdeutschland gelenkt. In dieser Hinsicht war auch ein von 2007 bis 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Projektverbund bemerkenswert, der im Dialog von Wissenschaft, Kunst und Alltag das Überleben im Umbruch am Beispiel der brandenburgischen Stadt Wittenberge untersuchte.[10] Es stellte weniger große Strukturen, sondern vielmehr alltägliche Strategien ins Zentrum. Damit wurde an ein grundlegendes Problem angeknüpft: die fehlende Verbindung der Mikro- und Makroebene, also der Alltags- und Erfahrungsebene einerseits und der Ebene der großen Strukturen und des institutionellen Wandels andererseits.

Etwa zur gleichen Zeit begann eine jüngere Generation von Sozialwissenschaftler/innen die Bedeutung ihrer Alterskohorte zu betonen. In ihren Veröffentlichungen zeigt sich die Nähe zur "3ten Generation Ostdeutschland", einem Netzwerk sogenannter Wendekinder, die zwischen 1975 und 1985 in der DDR geboren wurden. Als Anlass für die Gründung dieses Netzwerks wird unter anderem auf die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung verwiesen, bei denen sie sich durch die "betagte[n] westdeutsche[n] Herren" und ihre Interpretationen der Geschichte nicht oder falsch vertreten sahen.[11] Das ist als gesellschaftliches und politisches Phänomen interessant, weil es auf die mangelnde Verknüpfung der Analysen auf der Erfahrungs- und der Systemebene basierte.[12]

Um die Transformationszeit erklären zu können, müssen die Makro- und die Mikroebene enger miteinander verbunden werden – das ist ein Ergebnis der sozialwissenschaftlichen Forschungen, die aufgrund ihrer gegenwartsnahen Forschungsgegenstände viel stärker als die Geschichtswissenschaft mit theoretischen Konstrukten arbeitet. Das zweite wichtige Produkt ist der immense Umfang an Forschungsdaten, den die sozialwissenschaftliche Forschung erhoben hat.[13]

Rückblicke: Meistererzählungen und Identitätsdiskurse

Zeithistoriker/innen waren in den 1990er Jahren zunächst weniger mit dem vereinten Deutschland als mit der Erklärung der DDR beschäftigt. Eine Fülle an Akten, die durch das Ende der DDR viel früher als bei den üblichen Archivsperrfristen zur Verfügung standen, schufen auch hier ein Forschungsparadies. Diskussionen darüber, mit welchen Ansätzen man die DDR untersuchen könne und ob es Grenzen der Diktatur gab, prägten die 1990er Jahre.[14] Das bestimmte auch die ersten Veröffentlichungen zum vereinten Deutschland, weil man sich damit Erklärungen für den Zustand der sogenannten inneren Einheit erhoffte.[15] Weitere Bücher von Historikern zur Geschichte des vereinten Deutschlands erschienen erst ab Ende der 2000er Jahre. Dabei handelt es sich vorrangig um politikgeschichtliche Darstellungen, die den Ablauf des Einigungsprozesses beschreiben – also um Geschichten von oben.[16] Sie kennzeichnet zumeist, dass sie Ostdeutschland nicht zuerst für sich betrachten und analysieren, sondern die alte Bundesrepublik als Referenzrahmen nehmen. Das ist einerseits verständlich, sollte es doch um das vereinte Deutschland gehen, andererseits ergab sich gerade daraus die schon aus den Sozialwissenschaften bekannte Schieflage: Die Bundesrepublik wurde auch von Historikern als Maßstab gesetzt. Symptomatisch war wohl, dass Hans-Ulrich Wehler als Doyen der bundesdeutschen Gesellschaftsgeschichte 2008 vom "Intermezzo der ostdeutschen Satrapie" schrieb, die in seinem Werk nicht durch eine ausführliche Analyse aufgewertet werden müsse.[17] Die Debatte, die sich darüber entfachte,[18] sagte nicht nur etwas über die DDR, sondern auch über das Deutschland von 2008 aus und trug nicht dazu bei, Ostdeutschland zu einem gleichberechtigten Teil der deutschen Geschichte werden zu lassen. Zwar bemühten sich andere Historiker um eine differenziertere Analyse, dennoch blieben sie ihren etablierten Interpretations- und Referenzrahmen treu und versuchten, Ostdeutschland in diese einzuschreiben: Zentral waren die alte Bundesrepublik,[19] die Geschichte des Westens[20] oder die (west)europäische Geschichte.[21]

Aus diesen Publikationen, auch wenn sie kritische Perspektiven bieten, ist alles in allem der Eindruck einer politischen und wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte entstanden; die Geschichte einer Nation, die den Weg von der Diktatur in die Demokratie und von der Plan- in die Marktwirtschaft geschafft hat. Dieser Eindruck hat sich auch deshalb verfestigt, weil die politischen Akteure der Berliner Republik selbst, etwa bei Jahrestagen, auf positive Erzählungen Bezug nehmen oder einzelne Historiker/innen sich selbst klar in parteipolitischer Richtung positionieren. Die bisher genannten Titel sind besonders stark in der Öffentlichkeit präsent, von Verlagen beworben und im Feuilleton besprochen. Das ist vermutlich auch deshalb der Fall, weil sie dem Bedürfnis nach großen Narrativen, nach Meistererzählungen entgegenkommen. Diese sollen Sinn stiften und im Fall des vereinten Deutschland auch eine gesamtdeutsche Erzählung bieten.

Die deutlichste Gegenerzählung hat bisher Ilko-Sascha Kowalczuk geschrieben. Er bietet, gerahmt durch seine persönliche Geschichte, das Motiv der Übernahme des Ostens durch den Westen als Gegennarrativ an. Andere ostdeutsche Akteure nehmen die bereits in den 1990er Jahren verbreitete These von der "Kolonisierung Ostdeutschlands" wieder auf.[22] Beides hilft für die Zuspitzung des Narrativs, aber nicht für die gegenseitige Verständigung. Wie schon bei den Sozialwissenschaften geht es auch um Machtfragen, den Umbau der DDR-Forschungsinstitutionen und den Verlauf persönlicher Karrieren. Letztlich ist es auch hier an der Zeit, genauer zu erforschen, wie die Abwicklungen von ostdeutschen Historiker/innen vollzogen wurden. Eine Wissens- und Wissenschaftsgeschichte ist zentral, um die Einzelerzählungen zu verbinden, zu kontextualisieren und auf eine empirische Basis zu stellen.[23] Dafür müssten auch die Aufarbeitungslandschaft und Geschichtspolitik in den Blick genommen werden.[24]

Dass Machtstrukturen und das (west)deutsche Wissenschaftssystem eine eigene Rolle spielen, lässt sich auch an Philipp Thers "Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent" illustrieren. Der 2014 erschienene Band ist ebenfalls ein Überblickswerk, eine Geschichte von oben, die aber einen anderen Referenzrahmen für Ostdeutschland bietet, nämlich die ostmitteleuropäischen Länder und ihren Weg in den Neoliberalismus. Dieses Buch hat weitere Forschungen angeregt und ordnet sich in eine lebendige ostmitteleuropäische Forschung ein, bei der Ostdeutschland eine Randposition einnimmt: einerseits aufgrund der Sonderrolle durch die Wiedervereinigung, andererseits weil Lehrstühle in Deutschland klaren Strukturen folgen und die osteuropäische Geschichte in dieser Ordnung nicht zur deutschen Geschichte gehört. Die Situation scheint verfahren, aber ist nicht aussichtslos. An dieser Stelle bleibt zunächst festzuhalten, dass die als westdeutsch gelabelten Erfolgsgeschichten für viele Ostdeutsche kein Dach bieten. Die ostdeutsche Wirklichkeit verlangt ein genaues Hinsehen und Differenzieren.

Der Sozialwissenschaftler und Publizist Thomas Ahbe kam 2019 zu einem ähnlichen Resultat, indem er auf jene drei Viertel der DDR-Bevölkerung verwies, "die nicht zu den entschiedenen Gegner/-innen des DDR-Systems zählten (…), sich eben nicht einfach als Opfer eines Unrechtsregimes fühlten" und für die die Großerzählungen deshalb nicht passen.[25] Zeitzeugenschaft wird an dieser Stelle gleichermaßen wichtig und schwierig, weil die Erinnerung von heute nicht gleichzusetzen ist mit der Geschichte von damals. Und doch ist diese "Mehrheit der Gesellschaft" bisher vernachlässigt worden. In die Lücke, die die großen Erzählungen hinterlassen haben, sind derweil andere Deutungsangebote getreten, die wie die Meistererzählungen relativ laut zu hören sind: Sie können als identitätsstiftende Erzählungen bezeichnet werden,die ein ostdeutsches Bewusstsein ins Zentrum stellen und zugleich zeigen, dass es "die" Ostdeutschen nicht gibt.[26] Auch hier hat sich zuletzt eine jüngere Generation aufgemacht, sich über ihre ostdeutsche Herkunft und Erfahrung zu definieren, und auch hier gibt es große Unterschiede in der Qualität der Analyse. Schwierig wird es für die zeithistorische Forschung dann, wenn eine Berechtigung dafür, über Ostdeutschland forschen zu dürfen, aus der eigenen ostdeutschen Biografie abgeleitet wird beziehungsweise im Gegenzug so bezeichneten Westdeutschen die Kompetenz qua Geburtsort abgesprochen wird. Dabei ist unklar, wer und was eigentlich "ostdeutsch" ist. Die geschichtswissenschaftliche Forschung geht derweil anders vor.

Transformationsgeschichten: Erfahrungen, Perspektiven, Räume und Akteure

Ein eigenes Forschungsfeld, das sich dezidiert der Geschichte des vereinten Deutschlands widmet, wird es vermutlich auch in Zukunft nicht geben. Denn was einerseits der Nachteil der Zeitgeschichte ist, ist andererseits ihr Vorteil: Sie kann mit größerem zeitlichen Abstand die bisherigen Entwicklungen beobachten und daraus Forschungsbedarfe formulieren. Das größte Problem stellt derzeit auch hier die Unverbundenheit von Makro- und der Mikroperspektive dar, also die widersprüchlichen Erzählungen von oben und von unten. In dieser Hinsicht ordnet sich Ostdeutschland nahtlos in andere ostmitteleuropäische Länder ein, die ebenfalls ein Auseinanderfallen von öffentlichen Meistererzählungen und persönlichen Erfahrungen verzeichnet haben.[27] Zeithistoriker/innen, die sich mit Ostdeutschland beschäftigen, haben sich deshalb verstärkt den ostmitteleuropäischen Umbrüchen von 1989 bis 1991 zugewandt. Dabei sind weniger die Forschungsvorhaben selbst vergleichend angelegt als vielmehr die wissenschaftlichen Diskussionszusammenhänge. Ostdeutschland kann dabei analytisch als ein Fall betrachtet und in verschiedene Kontexte eingeordnet werden. Das ist bereits für die DDR-Forschung gefordert worden[28] und erscheint so auch für die Geschichte Ostdeutschlands über den Epochenbruch hinaus hilfreich.

Das Ergründen des Auseinanderfallens der Geschichten verlangt zudem eine Perspektiverweiterung im Hinblick auf die historischen Akteure. Während in den Geschichten von oben vor allem die politischen Protagonist/innen im Vordergrund standen und für die Perspektive von unten in diesen Erzählungen meist nur auf Meinungsumfragen Bezug genommen wurde, ist das für eine Geschichte, die die verschiedenen Akteure und ihre Erfahrungen ergründen und darstellen will, nicht ausreichend. Meinungsumfragen haben in dieser Hinsicht eine begrenzte Aussagekraft, weil sie Antworten auf vorformulierte Fragen geben: Wenn Umfrageinstitute beziehungsweise ihre Auftraggeber sich für Ost-West-Unterschiede interessieren, dann bekommen sie dazu auch Antworten, unabhängig davon, ob die Befragten das von sich aus thematisiert hätten. Außerdem haben erste wissensgeschichtliche Tiefenbohrungen gezeigt, dass Anfang der 1990er Jahre die Methoden sehr stark von westdeutschen Gegebenheiten ausgingen, die nur begrenzt auf die ostdeutsche Situation zutrafen.[29] Die Quellenbasis muss also erweitert werden. Die Methode der Oral History wird dann ebenso wichtig wie die Zweitanalyse der qualitativen und quantitativen Daten aus der umfassenden sozialwissenschaftlichen Forschung der 1990er Jahre. Dahinter steht ein Erkenntnisinteresse an Erfahrungen, Mentalitäten, Ideen, Alltag und Gesellschaft – eben an solchen Themen, die über den Epochenbruch von 1989 hinweg Bestand hatten beziehungsweise die von Menschen gestaltet werden mussten. Zwangsläufig ergibt sich aus dieser Verschiebung der thematischen Erkenntnisinteressen auch eine Verschiebung des Untersuchungszeitraums. Nun wird vermehrt auf die Zeit vor, während und nach 1989 geblickt. Denn banal formuliert ging das Leben weiter: Es fing nicht 1989 an und hörte dann auch nicht auf. Um sinnvolle Lebensgeschichte erzählen zu können, muss die Zäsur integriert werden.

Die so angelegten Untersuchungen bieten ein breites Dach für Themen, Vergleiche, Perspektiverweiterungen und Erklärungen. Drei Beispiele seien hier herausgegriffen: Aus zeithistorischer Perspektive wissen wir bisher etwa – abseits der grundsätzlichen Regelungen – relativ wenig über den konkreten Ablauf des Ab- oder Umbaus ostdeutscher Institutionen, also über Personalzusammensetzungen, Arbeitsverträge, Fluktuationen und Arbeitsabläufe. Das gilt einmal mehr in föderativer Hinsicht, denn die neuen Bundesländer wurden erst Anfang der 1990er Jahre eingeführt und unterscheiden sich auch in der administrativen und praktischen Umsetzung der Gesetze, die im Zuge des Beitritts erlassen wurden.[30] Auch zur Wissenschaftsgeschichte besteht noch großer Forschungsbedarf. Gerade dann, wenn man die Daten der Sozialwissenschaften aus den 1990er Jahren als Quellen für die Zeitgeschichte verwenden will, wird eine Wissensgeschichte der akademischen Institutionen, ihrer Mitarbeiter/innen und Methoden zentral, um eine fundierte Quellenkritik leisten zu können. Im Bereich des Institutionenumbaus existieren viele persönliche Geschichten, aber wenig systematische Untersuchungen. Besonders deutlich wird das mit Blick auf den "erinnerungskulturellen Zombie der Wiedervereinigung" Treuhand,[31] zu der fast jeder Ostdeutsche eine persönliche Erfahrungsgeschichte oder eine Meinung hat, um die sich aber nach wie vor auch viele Mythen ranken. Neben den mittlerweile für das Institut für Zeitgeschichte geöffneten Archivquellen gibt es zur Treuhand eine Vielzahl von Daten aus der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung der 1990er Jahre. Der Zeitgeschichtsforschung kommt hier die Aufgabe zu, die unterschiedlichen Quellen zu sichten, das Wissen zu ordnen und in eine sinnvolle Geschichte zu bringen.

Geschichten zu Institutionen beginnen oft 1990, aber erst aus der Zusammenschau der Zeitabschnitte vor, während und nach 1989/90 lassen sich die Lebensgeschichten mit ihren Gewinn- und Verlusterzählungen verstehen.[32] Das im Staatssozialismus erlernte Wissen und die dort gesammelten Erfahrungen wirken nach 1989 fort. So zeigt sich, dass Ostdeutsche sich in ihrem Alltag und im Berufsleben an ähnlichen Werten orientierten wie ihre westdeutschen Nachbar/innen. Sparsamkeit und Leistung bildeten zentrale Bezugspunkte, die nicht erst nach 1990 handlungsleitend wurden.[33] Wichtig ist diese lange Perspektive über die Zäsur von 1989/90 hinaus auch, weil davor konkrete Erwartungen an Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft beobachtet werden können, die mit den Erfahrungen der 1990er Jahre teilweise kollidierten. Das Zusammenspiel von Erwartungen und Erfahrungen ist elementar für die Formung und Formulierung der Erinnerungen von heute – sie sagen aber häufig mehr über die Bewertung der Gegenwart aus als über die Erfahrungen der Vergangenheit. Hier bedarf es weiterer Mikro- oder Lokalstudien und einer Kombination aus Oral History und erneuten Analysen qualitativer Interviews aus den 1990er Jahren.

Freiheit, Demokratie, Kapitalismus und die Orientierung an der EU folgten in der einen oder anderen Form in allen ostmitteleuropäischen Ländern, vor allem aber erlebten diese Länder in der konkreten Zeit des Umbruchs und danach eine besondere Betonung des Nationalen. "Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und symbolischen Aufladung eignet sich das Symboljahr 1989 besonders gut zur politischen Instrumentalisierung."[34] Gegenerzählungen, dass hinter den politischen Umwälzungen weniger das "Volk" als vielmehr der Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftssystems standen,[35] gibt es ebenso wie empirisch gesättigte Studien über die Gesellschaft im Spätsozialismus und in der Umbruchszeit.[36] Instrumentalisierungen der Begriffe von 1989 ließen sich jüngst auch in Ostdeutschland beobachten, als die AfD mit "Wende 2.0" oder "Wir sind das Volk" bei Landtagswahlen für sich warb. Da populistische Strömungen aber nicht allein ein ostmitteleuropäisches Phänomen sind, sollte schnellen Rückführungen auf die DDR-Vergangenheit mit Skepsis und vor allem mit empirischer Forschung begegnet werden. Auch die globalgeschichtlichen Forschungstrends der zurückliegenden Jahre haben für interessante Kontextualisierungen und Relativierung der Ereignisse von 1989 bis 1991 gesorgt.[37] Zudem bieten sich diachrone Vergleiche mit anderen europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts beziehungsweise ihres Übergangs zur Demokratie an, etwa in Spanien, Portugal oder Griechenland. Ob man das Transformation, verstanden als besonders tief greifender, umfassender und beschleunigter Wandel des politischen Systems, der Wirtschaft und Gesellschaft, nennen soll,[38] bleibt dabei unter den Forschenden umstritten. In mehrfacher Hinsicht hat sich also eine florierende internationale Forschungslandschaft entwickelt.

Sonderfall (Ost-)Deutschland

Nun könnte der Eindruck entstanden sein, dass es zwar spannende zeithistorische Forschung zur Transformationsgeschichte gibt, diese aber im Elfenbeinturm verbleibt, sie also in gewisser Weise den Meistererzählungen und Identitätspolitiken – und der Aufarbeitungslandschaft – den Platz in den gesellschaftlichen Diskussionen überlässt. Die Situation kann auch anders beschrieben werden: Allen wissenschaftlichen Bemühungen zum Trotz, Ostdeutschland als Teil dieser verschiedenen Transformationsgeschichten zu analysieren, kreisen die Diskussionen in Deutschland vielfach um sich selbst. Wahrscheinlich sind auch deswegen die bundesrepublikanischen Erfolgsgeschichten und die ostdeutschen Gegenerzählungen so präsent und viel beachtet. Ostmitteleuropäische Länder dienen im Alltag nicht als Referenz für die eigenen ostdeutschen Erfahrungen und Perspektiven. Angebotene positive ostdeutsche Narrative wie die von der besonderen "Umbruchkompetenz"[39] oder den Ostdeutschen als "Avantgarde"[40] haben sich ebenfalls nicht durchgesetzt. Im dreißigsten Jahr nach 1989/90 werden die Debatten oft emotional geführt – eine Versachlichung und empirische Fundierungen von Meinungsäußerungen wären wünschenswert. Wenn die zeithistorische Transformationsforschung dazu beitragen will, muss sie stärker als bisher ihr Wissen nach außen kommunizieren. Letztlich geht es darum, die Vielfalt zuzulassen und auszuhalten.

Fußnoten

1.
Christoph Kleßmann, "Deutschland einig Vaterland"? Politische und gesellschaftliche Verwerfungen im Prozess der deutschen Vereinigung, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 1/2009, S. 85–104.
2.
Claus Offe, Die deutsche Vereinigung als "natürliches Experiment", in: Bernd Giesen/Claus Leggewie (Hrsg.), Experiment Vereinigung. Ein sozialer Großversuch, Berlin 1991, S. 77–86.
3.
Vgl. Dieter Segert, Die langen Schatten der Vergangenheit. Warum es in der DDR keine Politologie gab, in: ebd., S. 111–122, hier S. 111.
4.
Vgl. Kerstin Brückweh, The History of Knowledge: An Indispensable Perspective for Contemporary History, 4.12.2017, https://historyofknowledge.net/2017/12/04/the-history-of-knowledge-an-indispensable-perspective-for-contemporary-history«.
5.
Zur Einführung vgl. Raj Kollmorgen/Wolfgang Merkel/Hans-Jürgen Wagener (Hrsg.), Handbuch Transformationsforschung, Wiesbaden 2015.
6.
Stephan Weingarz, Laboratorium Deutschland? Der ostdeutsche Transformationsprozess als Herausforderung für die deutschen Sozialwissenschaften, Münster u.a. 2003, S. 364.
7.
Vgl. Raj Kollmorgen, Zwischen "nachholender Modernisierung" und ostdeutschem "Avantgardismus". Ostdeutschland und deutsche Einheit im Diskurs der Sozialwissenschaften, in: ders./Frank Thomas Koch/Hans-Liudger Dienel (Hrsg.), Diskurse der deutschen Einheit. Kritik und Alternativen, Wiesbaden 2011, S. 27–65, hier S. 39.
8.
Burkart Lutz, Einleitung, in: ders. et al. (Hrsg.), Arbeit, Arbeitsmarkt und Betriebe, Berichte der KSPW 1, Opladen 1996, S. 1–16, hier S. 1f.
9.
Siehe http://www.biss-online.de«.
10.
Vgl. Heinz Bude/Thomas Medicus/Andreas Willisch (Hrsg.), ÜberLeben im Umbruch. Am Beispiel Wittenberge. Ansichten einer fragmentierten Gesellschaft, Hamburg 2011.
11.
Vgl. Die Buchankündigung von Adriana Lettrari/Christian Nestler/Nadja Troi-Boeck (Hrsg.), Die Generation der Wendekinder. Elaboration eines Forschungsfeldes, Wiesbaden 2016 unter http://netzwerk.dritte-generation-ost.de/sammelband-die-generation-der-wendekinder-elaboration-eines-forschungsfeldes«.
12.
Diese Dissonanz wurde bereits benannt von Renate Mayntz, Die deutsche Vereinigung als Prüfstein für die Leistungsfähigkeit der Sozialwissenschaften, in: Biss Public 13/1994, S. 21–24, hier S. 23.
13.
Vgl. dazu auch Weingarz (Anm. 6), S. 365.
14.
Vgl. Richard Bessel/Ralph Jessen (Hrsg.), Die Grenzen der Diktatur. Staat und Gesellschaft in der DDR, Göttingen 1996. Für einen Überblick vgl. Frank Bösch, Geteilt und verbunden. Perspektiven auf die deutsche Geschichte seit den 1970er Jahren, in: ders. (Hrsg.), Geteilte Geschichte. Ost- und Westdeutschland 1970–2000, Göttingen 2015, S. 7–37.
15.
Vgl. Gerhard A. Ritter, Über Deutschland: Die Bundesrepublik in der deutschen Geschichte, München 1998.
16.
Vgl. Andreas Rödder, Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung, München 2009; Manfred Görtemaker, Die Berliner Republik. Wiedervereinigung und Neuorientierung, Berlin 2009.
17.
Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 5: Bundesrepublik und DDR 1949–1990, München 2008, S. XVf.
18.
Vgl. Patrick Bahners/Alexander Cammann (Hrsg.), Bundesrepublik und DDR. Die Debatte um Hans-Ulrich Wehlers "Deutsche Gesellschaftsgeschichte", München 2009.
19.
Vgl. jüngst Edgar Wolfrum, Der Aufsteiger. Eine Geschichte Deutschlands von 1990 bis heute, Stuttgart 2020 sowie zuvor z.B. Ulrich Herbert, Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014.
20.
Vgl. Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens. Die Zeit der Gegenwart, München 2015.
21.
Vgl. Andreas Wirsching, Der Preis der Freiheit. Geschichte Europas in unserer Zeit, München 2012.
22.
So etwa mit der Tagung "Kolonie Ost? Aspekte von ‚Kolonialisierung‘ in Ostdeutschland seit 1990" in Dresden und Hoyerswerda vom 3. bis 5. April 2019.
23.
Sie ist noch am Anfang, vgl. z.B. die Tagung "Hochschulumbau Ost. Die Transformation des DDR-Hochschulwesens nach 1989/90 in typologisch-vergleichender Perspektive" an der Universität Leipzig am 13./14. April 2018 sowie das von 2019 bis 2022 laufende Forschungsprojekt "Die Transformation der ostdeutschen Hochschulen in den 1980/90er Jahren. Potsdam in vergleichender Perspektive" der Universität Potsdam.
24.
Vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk, Zur Gegenwart der DDR-Geschichte. Ein Essay, 18.3.2019, http://www.zeitgeschichte-online.de/themen/zur-gegenwart-der-ddr-geschichte«.
25.
Thomas Ahbe, Revolution und Vereinigung. Viele Erfahrungen und eine Große Erzählung, in: Journal für politische Bildung 4/2019, S. 10–17, hier S. 16.
26.
Vgl. die Kritik an Valerie Schönian, Ostbewusstsein, München 2020 durch den ebenfalls in der DDR geborenen Frank Pergande, Schau an, ich bin ein Ossi, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.4.2020, S. 5. Vgl. zur Problematik und zum Potenzial der Identitätspolitik Silke van Dyk, Identitätspolitik gegen ihre Kritik gelesen, in: APuZ 9–11/2019, S. 25–32. Konkret auf Ost-Westdeutschland bezogen vgl. Jörg Ganzenmüller, Ostdeutsche Identitäten. Selbst- und Fremdbilder zwischen Transformationserfahrung und DDR-Vergangenheit, 24.4.2020, http://www.bpb.de/308016«.
27.
Vgl. Aron Buzogány, 25 Jahre 1989: Osteuropa zwischen Euphorie und Ernüchterung, in: APuZ 24–26/2014, S. 10–15.
28.
Vgl. Dorothee Wierling, Die DDR als Fall-Geschichte, in: Ulrich Mählert (Hrsg.), Die DDR als Chance. Neue Perspektiven auf ein altes Thema, Berlin 2016, S. 205–213; Thomas Lindenberger, Ist die DDR ausgeforscht?, in: APuZ 24–26/2014, S. 27–32.
29.
Vgl. Kerstin Brückweh, Wissen über die Transformation. Wohnraum und Eigentum in der langen Geschichte der "Wende", in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 1/2019, S. 19–45.
30.
Vgl. Stefan Creuzberger/Fred Mrotzek/Mario Niemann (Hrsg.), Land im Umbruch. Mecklenburg-Vorpommern nach dem Ende der DDR, Berlin 2018.
31.
Marcus Böick, Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990–1994, Göttingen 2018, S. 15.
32.
So der Ansatz der von 2016 bis 2020 von Kerstin Brückweh geleiteten Forschungsgruppe "Die lange Geschichte der ‚Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989" am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
33.
Vgl. Kerstin Brückweh/Clemens Villinger/Kathrin Zöller, Ein Schriftgespräch zu unseren Ergebnissen, in: dies. (Hrsg.), Die lange Geschichte der "Wende". Geschichtswissenschaft im Dialog, Berlin (i.E.).
34.
Buzogány (Anm. 27), S. 15.
35.
Vgl. Stephen Kotkin, Uncivil Society. 1989 and the Implosion of the Communist Establishment, New York 2009.
36.
Vgl. Alexei Yurchak, Everything Was Forever, Until It Was No More. The Last Soviet Generation, Princeton 2006; Olga Shevchenko, Crisis and the Everyday in Postsocialist Moscow, Bloomington–Indianapolis 2009; James Krapfl, Revolution with a Human Face. Politics, Culture and Community in Czechoslovakia 1989–1992, Ithaca–London 2013; Corinna Kuhr-Korolev, Gerechtigkeit und Herrschaft. Von der Sowjetunion zum neuen Russland, Paderborn 2015.
37.
Vgl. Ulf Engel/Frank Hadler/Matthias Middell (Hrsg.), 1989 in a Global Perspective, Leipzig 2015.
38.
Vgl. Philipp Ther, Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent, Frankfurt/M. 2014, S. 28.
39.
Matthias Platzeck, Zukunft braucht Herkunft. Deutsche Fragen, ostdeutsche Antworten, Hamburg 2009.
40.
Wolfgang Engler, Die Ostdeutschen als Avantgarde, Berlin 2002.
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