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14.3.2011 | Von:
Johann de Rijke
Martina Gille
Wolfgang Gaiser

Jugend in der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Reaktion junger Menschen auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ist ambivalent. Es werden Orientierungsprobleme und Gerechtigkeitswahrnehmungen vor dem Hintergrund objektiver Lebensbedingungen und subjektiver Erfahrungen untersucht.

Einleitung

Die gegenwärtige Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems ist vielfältig anhand ökonomischer Indikatoren beschrieben worden. Es stellt sich jedoch die Frage nach der gerechten Verteilung der Lasten. Zudem ist nicht nur die Mittelschicht verunsichert: Gerade die Jugendgeneration steht bei der Einmündung in die Arbeitswelt vor besonderen Problemen. Wie reagieren junge Menschen? Nehmen Orientierungsprobleme und Ungerechtigkeitsempfindungen zu, welche Faktoren fördern, welche begrenzen sie? Welche Rolle spielen Einflüsse von Ungleichheitsdimensionen (Bildung) und unterschiedlichen regionalen Kontexten des Aufwachsens (West - Ost)? Wie wirken sich Belastungserfahrungen in der sozialen Nahwelt (Arbeitslosigkeit/Geldprobleme) aus?

Solchen Themen soll anhand empirischer Untersuchungen nachgegangen werden. Es geht dabei um Analysen im Zeitvergleich und um Differenzierungen auf der Ebene von unterschiedlichen Ressourcen, Belastungen und Handlungskompetenzen.