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Oktober 2018

02.10.2018: Mazedonien

Guten Morgen,

am Sonntag stimmten die Mazedonier/-innen darüber ab, ob ihr Land in Zukunft anders heißen soll – nämlich "Nord-Mazedonien".

Was steckt dahinter?
  • Mit dem Zerfall Jugoslawiens wurde der Landesteil 1991 unabhängig und nennt sich seitdem selbst "Republik Mazedonien".
  • Im Nachbarland Griechenland gibt es eine gleichnamige Region. Griechenland befürchtet, dass Mazedonien deshalb Gebietsansprüche erheben könnte.
  • Daher blockiert Griechenland seit Jahren die Aufnahme Mazedoniens in die NATO und EU, um eine Änderung des Landesnamens zu erreichen.
  • Mit einer Volksabstimmung sollte der Namenstreit nun beigelegt werden.
Wie lief die Abstimmung?
  • Abgestimmt wurde über ein umstrittenes Abkommen Mazedoniens mit Griechenland, das eine Namensänderung in "Nord-Mazedonien" vorsieht. Im Gegenzug will Griechenland seine Blockade der EU- und NATO-Mitgliedschaft aufheben.
  • Das Ergebnis: Mehr als 91 Prozent stimmten am Sonntag zwar für die Namensänderung…
  • … allerdings scheiterte die Abstimmung, weil die Wahlbeteiligung nur bei 36,8% lag – mindestens 50% wären notwendig gewesen (Quorum).
Wie geht es jetzt weiter?
  • Da die Abstimmung nicht bindend war, könnte die Regierung das Parlament über das Abkommen entscheiden lassen.
  • Die Opposition lehnt das Abkommen ab, da damit die nationale Identität Mazedoniens aufgegeben werde.
  • Scheitert das Abkommen auch im Parlament, könnte es Neuwahlen geben.
Du hast noch nie von Mazedonien gehört? Mehr dazu: kurz.bpb.de/dtdp299

Viele Grüße
Deine Online-Redaktion

19.10.2018



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