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Oktober 2018

22.10.2018: Friedensbewegung

"Wir stehen auf. Jetzt. Denn die Zeit wird knapp!"

Nein, das ist kein Weckruf zum Montag, sondern war am 22. Oktober 1983 – vor 35 Jahren – der Aufruf zur Bildung einer Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm (über 100km). Nur eine von vielen Aktionen, mit denen über 1 Mio. Menschen in der Bundesrepublik Deutschland gegen den NATO-Doppelbeschluss protestierten. Dieser sah u.a. die Stationierung von Atomraketen in Westeuropa vor.

Es war der Höhepunkt der sog. Friedensbewegung:
  • Schon in den 1950ern kam es zu Protesten gegen eine Wiederbewaffnung Deutschlands nach dem 2. WK.
  • Ab 1960 richteten sich die Demonstrationen gegen Aufrüstung, Atomwaffen und den Vietnamkrieg.
  • Die Angst vor einem Atomkrieg führte Anfang der 1980er Jahre in der BRD und vielen anderen Ländern zu neuen Massenprotesten.
  • Auch in der DDR entstand eine unabhängige Friedensbewegung, v.a. aus Kriegsgegner/-innen, Bürgerrechtler/-innen und Umweltschützer/-innen im Umfeld der ev. Kirche.
Die Folgen
  • Trotz der großen Beteiligung an den Protestaktionen stimmte der Bundestag im November 1983 für die Stationierung der Raketen.
  • Aber: Das Bewusstsein für gewaltfreie Konfliktlösungen und außerparlamentarische Proteste wuchs.
  • In der BRD gingen u.a. 1980 die Grünen aus der Friedensbewegung hervor.
  • In der DDR war sie eine Keimzelle der Opposition und der friedlichen Revolution 1989.
Hier gibt's die Ereignisse von '83 im Video: kurz.bpb.de/dtdp308

Eine friedliche Woche wünscht dir
deine bpb Online-Redaktion

19.10.2018



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