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Lydia Meyer am 14.07.2015

Sterbehilfe – eine Debatte um Moral, Selbstbestimmung und sozialen Druck

Wir alle wollen selbstbestimmt und lange leben. Doch was ist selbstbestimmtes Sterben? Ein selbstbestimmter Tod kann angesichts einer Medizin, die ein Leben um viele Jahre verlängern kann, eine wünschenswerte Option sein. Aber wer entscheidet, welche Leiden ertragbar sind und welche nicht? Wie sieht ein würdevolles Lebensende aus? Und was heißt eigentlich "selbstbestimmt"?

Sterbehilfe, KrankenhausSterbehilfe: Ein heikles Thema (© picture-alliance)

Um all diese Fragen kreist die kontroverse Debatte zur Sterbehilfe. Es geht um Leben und Tod, Selbstbestimmung und sozialen Druck, Würde, Religion, Ethik und Moral. Sterbehilfe ist ein so polarisierendes wie emotionales Thema. Doch wovon reden wir überhaupt, wenn wir von "Sterbehilfe" sprechen? Heißt "Sterbehilfe" Hilfe zum Sterben oder Hilfe beim Sterben? Während es sich bei aktiver und passiver Sterbehilfe sowie dem assistierten Suizid um Hilfe zum Sterben handelt, kümmern sich Palliativmedizin und Hospizbewegung darum, das Lebensende möglichst angenehm zu gestalten – sie helfen Menschen beim Sterben. All diese Maßnahmen – ob lebensverlängernd oder -verkürzend – werden unter dem Begriff „Sterbehilfe“ diskutiert. Dabei unterscheiden sie sich stark voneinander.

Hilfe zum Sterben – aktive, passive & indirekte Sterbehilfe

Als aktive Sterbehilfe bezeichnet man die Tötung durch Dritte: Hier verabreicht ein Arzt dem Betroffenen auf Wunsch ein Mittel, das zum Tod führt. Die aktive Sterbehilfe ist weltweit lediglich im US-Bundesstaat Oregon, den Niederlanden, Belgien sowie Luxemburg erlaubt. Bei der sogenannten passiven Sterbehilfe hingegen führt der Arzt den Tod nicht durch die Verabreichung eines Mittels aktiv herbei, sondern lässt den Patienten sterben, indem er auf lebensverlängernde Maßnahmen wie z.B. künstliche Ernährung, Dialyse oder künstliche Beatmung verzichtet. Statt von passiver Sterbehilfe spricht man auch vom „Sterbenlassen“. Als indirekte Sterbehilfe wird das Verabreichen von (schmerzlindernden) Medikamenten bezeichnet, die möglicherweise lebensverkürzend wirken. Der Begriff der indirekten (aktiven) Sterbehilfe ist jedoch umstritten, da die Intention des/der Arzt/Ärztin bei palliativmedizinischen Maßnahmen, die derartige Nebenwirkungen haben können, nicht auf das vorzeitige Sterben gerichtet ist, sondern auf die Verbesserung der Lebensqualität des Sterbenden.

  • Pro Sterbehilfe: Warum die Aussicht auf Sterbehilfe suizidpräventative Wirkung haben kann, erklärt Ingrid Matthäus-Maier, Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, in ihrem Debattenbeitrag.

Beihilfe zur Selbsttötung – eine rechtliche Grauzone

Beim assistierten Suizid hingegen reichen Angehörige oder Freund/-innen dem/der Betroffenen auf dessen/deren Wunsch hin ein Medikament, das zum Tod führt. Die Betroffenen müssen es eigenständig einnehmen. Genau wie der Suizid selbst ist auch die Beihilfe zur Selbsttötung in Deutschland nicht verboten – sofern die Betroffenen noch in der Lage sind, den letzten Schritt eigenständig auszuführen und solange es Angehörige und Freund/-innen sind, die diese Beihilfe leisten. Die so genannte ärztliche Musterberufsordnung, die von der Bundesärztekammer formuliert wird, verbietet Ärzt/-innen in Deutschland die Beihilife zum Suizid. Jedoch ist die Berufsordnung nicht verbindlich und so haben einigen Landesärztekammern sie nicht in das Standesrecht ihrer jeweiligen Länder übernommen. Gesetzlich zugelassen ist die ärztliche Suizidbeihilfe zum Beispiel in den US-Bundesstaaten Washington und Oregon. In Europa ist sie in einigen Ländern nicht strafbar, solange bestimmte Bedingungen erfüllt werden: in der Schweiz ist sie beispielsweise nur dann strafbar, wenn beim Arzt oder der Ärztin egoistische Motive vorliegen, in den Beneluxstaaten ist sie nur unter Einhaltung bestimmter Kriterien erlaubt – wie aussichtsloser Krankheit und der Bestätigung durch eine zweite Ärztin oder einen zweiten Arzt.

  • Unsere Infografik gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Rechtsprechungen zum Thema Sterbehilfe in Europa. (in Kürze)
  • Im Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe der Debatte.

Hilfe beim Sterben – Hospizbewegung und Palliativmedizin

Im Gegensatz zu den oben aufgeführten Formen der Hilfe zum Sterben geht es der Hospizbewegung um Sterbebegleitung. Sie beschäftigt sich mit der Verbesserung der Situation Sterbender und ihrer Angehörigen. Dabei werden Methoden der Palliativmedizin genutzt, bei der nicht die Lebensverlängerung im Vordergrund steht, sondern die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen an ihrem Lebensende. Laut einer Definition der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin geht es dabei um "die aktive ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht." Diese Behandlung schließt sowohl körperliche als auch – sofern vom Patienten oder der Patientin gewünscht – soziale, psychische und spirituelle Aspekte mit ein.

  • Gian Domenico Borasio, Professor für Palliativmedizin an der Universität Lausanne, beantwortet im Netzdebatte-Interview sieben Fragen zur Sterbehilfe-Debatte und Palliativmedizin.
  • Auch bei verschiedenen Religionsvertreter/-innen haben wir nachgefragt und Ihre Standpunkte zur Sterbehilfe in einem Videomosaik zusammengefasst. 


Weitgehende Akzeptanz in der Bevölkerung, Unklarheit in der Politik

Vier Fünftel der Deutschen stehen laut einer Umfragevon infratest dimap aus dem vergangen Jahr, der Sterbehilfe offen gegenüber. Ein Drittel könnte sich sogar vorstellen, die aktive Sterbehilfe zur erlauben. Nur 12 % sind für ein generelles Verbot der Sterbehilfe. In der deutschen Politik ist das Verbot der aktiven Sterbehilfe relativ unstrittig, die Diskussionen konzentrieren sich hier vor allem auf die Rolle der Ärztinnen und Ärzte. Sie bewegen sich bei der Suizidbeihilfe in einer rechtlichen Grauzone. Seit Ende 2014 berät der deutsche Bundestag über eine gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe. Geplant ist noch in diesem Jahr ein neues Gesetz zu verabschieden, dass die Sterbehilfe in Deutschland klarer regelt. Netzdebatte wird zeigen, welche unterschiedliche Ansätze hier verfolgt werden und die aktuelle Bundestagsdebatte begleiten.

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Kommentare anderer Nutzer

Wolfgang Klosterhalfen | 21.07.2015 um 19:56 [Antworten]

Bitte kein religiös motiviertes Strafgesetz!

In der aktuellen Debatte über eine gesetzliche Regelung der Suizidhilfe ist immer wieder von „Beihilfe zur Selbsttötung“ die Rede. Das ist nicht richtig, denn Beihilfe ist nach §27 StGB die strafbare Hilfe bei einer Straftat. Der Suizid ist aber seit 1871 nicht mehr strafbar. Mit dem Gerede von Beihilfe kriminalisiert man schon im Vorfeld des geplanten „Sterbehilfegesetzes“ der Bundestag will darüber am 6.11.2015 abstimmen gedankenlos oder absichtlich vor allem Ärzte, die Sterbenskranken in großer Not helfen. Man denke z.B. rückblickend an Prof. Hackethal und dessen Patientin Hermine Eckert, deren Gesicht von Krebs zerfressen war oder den letzten Arzt von Brittany Maynard, deren schnell wachsender Gehirntumor u.a. epileptische Anfälle auslöste.

Der wohl aussichtsreichste Gesetzentwurf will nicht die „Beihilfe zur Selbsttötung“ verbieten, sondern konstruiert einen neuen Tatbestand, nämlich die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“, die dazu führen könne, dass sich Menschen zur Selbsttötung verleiten lassen, die noch gar nicht an Suizid gedacht haben. Eine sehr dünne, spekulative „Begründung“ für ein Strafgesetz, das weitreichende Folgen für die Handlungsfreiheit von Millionen Menschen hat.
Ich zitiere aus dem Gesetzentwurf von Michael Brand CDU und Kerstin Griese SPD vom 1.7.2015:

StGB §217: Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung
1 Wer in der Absicht, die Selbsttötung eines anderen zu fördern, diesem hierzu geschäftsmäßig die Gelegenheit gewährt, verschafft oder vermittelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
2 Als Teilnehmer bleibt straffrei, wer selbst nicht geschäftsmäßig handelt und entweder Angehöriger des in Absatz 1 genannten anderen ist oder diesem nahesteht.

Text dieses Entwurfs: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/053/1805373.pdf

Durch den neuen §217 würden nicht nur Sterbehilfevereine verboten, sondern ärztliche Suizidhilfe auch dann, wenn sie z.B. von einem Onkologen wiederholt unentgeltlich geleistet würde. Verzweifelten Patienten, die sich töten wollen, blieben praktisch nur noch die üblichen mehr oder weniger brutalen und meist unsicheren Suizidmethoden jährlich gibt es mindestens 100.000 missglückte Suizidversuche, die oft schlimme Folgen haben.

Das Brand-Griese-Gesetz wäre ein schwerwiegender und unverschämter, anscheinend religiös motivierter Eingriff in das Leben von fast vier Fünfteln der Bevölkerung. So viele befürworten nämlich eine Tötung auf Verlangen oder den ärztlich assistierten Suizid. Dies Gesetz würde für mich selbst u.a. diese negativen Folgen haben:

1. Ich würde keinen Verein finden, der mir zusichern kann, mir zu helfen, notfalls auf sichere, schmerzlose und meinen Mitmenschen zumutbare Weise aus dem Leben zu scheiden. Das würde meine Angst davor verstärken, als alter Mensch in eine hilflose Lage zu geraten.
2. Ich würde wahrscheinlich auch keinen einzelnen Arzt oder Fachmann für Suizidhilfe finden,
der mir notfalls beim Suizid helfen würde.
3. Ich müsste, da Schützenvereine für mich nicht in Frage kommen, notfalls zu Kriminellen Kontakt aufnehmen, um in den Besitz einer Schusswaffe zu gelangen. Oder zu anderen fürchterlichen Strick, Hochhaus, Bahngleis bzw. unsicheren Methoden greifen. Und mich evtl. früher töten als bei professioneller Hilfe nötig wäre.
4. Ich dürfte nicht einmal durch Schriften oder Vorträge über die Vor- und Nachteile von Suizidmethoden informieren oder Bekannte auf Dignitas in der Schweiz hinweisen.

Ich nehme an, dass Ärzte gegen dies bizarre Strafgesetz Verfassungsbeschwerde einlegen werden und werde dies evtl. selbst auch tun.

Torsten Benzin | 23.07.2015 um 07:00 [Antworten]

Keine Strafbarkeit der ärztlichen Sterbehilfe

Die Aussage, dass sich Ärzte bei der Suizidbeihilfe strafbar machen können, ist schlicht falsch. Das Strafrecht ist für alle Menschen gleich: Suizidbeihilfe ist derzeit noch straflos. Ob Angehörige, Freunde, Ärzte oder Vereine helfen.
Das Problem, das Ärzte mitunter vorschützen, ist ihr eigenes Standesrecht. Dieses ist uneinheitlich und unklar. Aber es überlagert nicht das Strafrecht. Im Übrigen bedroht es die Ärzte aber noch nicht einmal mit dem oft beschworenen Entzug der Approbation.
Ärzte können also heute bereits straflos Suizidbeihilfe leisten. Was ja auch einige Beispiele beweisen: Die Sterbehilfe von Sterbehilfe Deutschland e.V. zum Beispiel ist eine ärztliche Sterbehilfe. Außerdem gibt es ja prominente Einzelpersonen, die als Arzt Sterbehilfe praktizieren.

Regine Bernstein-Bothe | 16.08.2015 um 13:27 [Antworten]

Beratung statt Strafe

150 Strafrechtslehrer warnen vor der geplanten Ausweitung der Strafbarkeit der Sterbehilfe und haben die Resolution der Strafrechtsprofessoren Hilgendorf/Rosenau unterzeichnet,

http://www.jura.uni-augsburg.de/lehrende/professoren/rosenau/aktuelles/resolution_sterbehilfe.html

während die Abgeordneten des Deutschen Bundestags weiterhin neue Straftatbestände ins Strafgesetzbuch einführen wollen, um u.a. den Verein "Sterbehilfe Deutschland" verbieten und die Suizidbeihilfe von Ärzten und sonstigen Sterbehelfern unterbinden zu können. Auch mein Selbstbestimmungsrecht am Ende meines Lebens sehe ich von diesen Gesetzentwürfen direkt betroffen. Den Abgeordneten geht es offentsichtlich um den Lebensschutz für alle Bundesbürger, für den sie die Beihilfe zum Suizid teilweise kriminalisieren bzw. den ärztlich assistierten Suizid unter strengsten Voraussetzungen legalisieren wollen, doch das Recht auf Selbstbestimmung am Ende des Lebens wird dabei unzureichend beachtet.

Bislang ist die Beihilfe zum Suizid keine Straftat, sofern die Entscheidung in freier Verantwortung getroffen wird und die Person umfassend über mögliche Alternativen aufgeklärt worden ist. Auch der Altersfreitod sei in Deutschland legal durchführbar, meint der Medizinethiker und Jurist Wolfgang Putz, nur das ärztliche Standesrecht verunsichere die Ärzte und könne diese von der Suizidbeihilfe abschrecken.

3sat Fernsehen, nano spezial 17.06.2015 "Sterbehilfe - Beistand in der letzten Lebensphase", Gespräch mit Wolfgang Putz
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/182173/index.html

Zur Selbstbestimmung am Lebensende gehört meiner Meinung nach die Möglichkeit des assistierten Suizids dazu, denn palliative Behandlung, Behandlungsverzicht und -abbruch reichen nicht, wenn ich mich in einer Situation befinde, in der ich nur noch sterben will. In solch einer Situation will ich meinen Tod nicht in palliativer Sedierung "erschlafen" müssen und ich will auch nicht auf den fünften Herzinfarkt bzw. Schlaganfall warten müssen, an dessen Folgen ich endlich sterben darf, sofern der von mir verfügte Therapieverzicht beachtet wird. Der Gesetzentwurf der Bundestagsabgeordneten Hintze/Lauterbach/Reimann würde hier nur im Falle palliativer Sedierung eine Alternative bieten, in dem u.U. unerträglichen Leidenszustand nach 4 Herzinfarkten bzw. Schlaganfällen wäre man zum Weiterleben verpflichtet oder müsste einen einsamen Suizid durchführen.

Ich bin gegen die Gesetzentwürde, die neue Straftatbestände einführen wollen, und auch gegen den Entwurf, der den ärztlich assistierten Suizid in sehr engen Grenzen im Bürgerlichen Gesetzbuch regeln will und stimme Katja Keul Bündnis 90/Die Grünen zu, die ihre Rede im Bundestag leider nur zu Protokoll geben durfte, in der sie zur Ablehnung der 4 vorliegenden Gesetzentwürfe auffordert.

Plenarprotokoll des Deutschen Bundestags vom 2.7.2015, Anlage 2, S. 11212-11214
http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/18/18115.pdf

Ich meine, für Menschen mit Sterbewunsch müssen Beratungsstellen geschaffen werden, in denen Ärzte, Psychologen u.a. ergebnisoffen beraten und alle möglichen Optionen erörtern müssen/dürfen. Wenn am Ende solch eines Beratungsprozesses der Sterbewunsch aktuell bleibt und die Freiverantwortlichkeit der Entscheidung geklärt ist, soll auch der assistierte Suizid legal sein. Das Betäubungsmittelgesetz muss geändert werden, damit Ärzte das Betäubungsmittel Natriumpentobarbital für den assistierten Suizid einsetzen dürfen, so wie es in der Schweiz schon seit langem üblich ist.


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