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Redaktion Netzdebatte am 23.09.2016

Hinter Gittern: Arbeit und Rente im Gefängnis

In Deutschland sitzen knapp 63.000 Menschen hinter Gittern. Für viele von ihnen gilt die Arbeitspflicht: Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. Zwar erhalten die Gefangenen einen Lohn. In die Rentenkasse zahlen sie jedoch nicht ein. Netzdebatte hat mit Prof. Kirstin Drenkhahn, Juniorprofessorin für Strafrecht, und Oliver Rast, Gründer der ersten Gewerkschaft für Gefangene, über die Situation der Gefangenen gesprochen.

In Deutschland sitzen knapp 63.000 Menschen hinter Gittern. Für viele von ihnen gilt die Arbeitspflicht: Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. Zwar erhalten die Gefangenen einen Lohn. In die Rentenkasse zahlen sie jedoch nicht ein. Oliver Rast, Gründer der ersten Gewerkschaft für Gefangene, der GGBO, findet das nicht richtig. Er setzt sich dafür ein, dass auch Gefangene in die Sozialversicherungen mit einbezogen werden. Das Thema ist umstritten. Wir haben mit ihm und Kirstin Drenkhahn, Juniorprofessorin für Strafrecht an der FU Berlin, über die Arbeit im Gefängnis gesprochen.


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