Beleuchteter Reichstag

Deutschlandforschertagung 2014

Auf der Deutschlandforschertagung vom 30. Oktober bis zum 1. November 2014 in Weimar gingen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Frage nach "Was bleibt von der Mauer?" Ein wichtiger Ausgangspunkt für die weiteren Betrachtungen war die Aufforderung, die Geschichte der beiden deutschen Staaten nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern die gegenseitigen Wechselbeziehungen zu berücksichtigen und auch den europäischen Kontext mit einzubeziehen.

In mehreren Sektionen stellten Referentinnen und Referenten aus den unterschiedlichen Disziplinen der Geschichts-, Sozial- und Geisteswissenschaften ihre aktuellen Forschungsvorhaben vor. Die Tagungsdokumentation des Deutschland Archiv bietet eine Überblick zu den zentralen Themen und Thesen.

Die Deutschlandforschertagung 2014 war eine gemeinsame Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung, die Akademie Rosenhof e.V. Weimar, der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, der Union Stiftung Saarbrücken und des Deutschland Archiv.

Christoph Kleßmann

Christoph Kleßmann

Was bleibt von der Mauer? Gemeinsame Nachkriegsgeschichte in Deutschland, in Europa?

In seinem Einführungsvortrag blickt Christoph Kleßmann zurück auf das Leben und den Alltag mit der Mauer und erläutert das Konzept einer integrierten deutschen Nachkriegsgeschichte, die immer auch aus der europäischen Perspektive betrachtet werden sollte.

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Ein Reststueck der Berliner Mauer, aufgenommen am Samstag (01.08.11) am Baudenkmal Berliner Mauer auf dem Gelaende des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors.

Tessa Gütschow

Tagungsbericht: Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer"

Auf der Deutschlandforschertagung 2014 wurde in mehreren Sektionen der Leitfrage "Was bleibt von der Mauer?" nachgegangen. In der Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" beschäftigten sich die Referentinnen und Referenten unter anderem mit dem Grenzregime und dem dichten Netz von Zugträgern und Informanten der Stasi.

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Fachbuchausstellung in Magdeburg, 1952

Jan-Philip Blumenscheit

Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer"

Auf der Deutschlandforschertagung 2014 wurde in mehreren Sektionen der Leitfrage "Was bleibt von der Mauer?" nachgegangen. Die Vorträge in der Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" verdeutlichten, dass Musik und Literatur Brücken zwischen Ost und West schlagen konnten. Es wurde aber auch auf die politische Instrumentalisierung von Kultur eingegangen.

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Heiner Timmermann

Interview mit Heiner Timmermann

Das Thema wird mehr und mehr Geschichte

Prof. Dr. Heiner Timmermann, Initiator der Deutschlandforschertagung, freut sich über das hohe Interesse an der diesjährigen Konferenz – sowohl von "gestanden" Wissenschaftlern als auch von Nachwuchsforschern. Für die Zukunft wünscht er sich eine noch stärkere Verknüpfung von innerdeutschen und internationalen Themen.

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Angela Siebold

Interview mit Angela Siebold

Kein Deutscher Sonderweg

Die Bildungslandschaft in Deutschland sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass man Geschichte vor allem dann gut vermitteln kann, wenn sie in der eigenen Familie erlebt worden ist, sagt Dr. Angela Siebold im Interview mit dem Deutschland Archiv. Stattdessen sollte es um die Vermittlung allgemeiner historischer Erkenntnisse gehen, mit denen sich alle Menschen in unserer Gesellschaft identifizieren können.

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Jérôme Vaillant

Interview mit Jérôme Vaillant

Die politische Großwetterlage beachten

Im Interview mit dem Deutschland Archiv betont Prof. Dr. Jérôme Vaillant, dass die Teilung und Vereinigung Deutschlands nur vor dem Hintergrund der politischen Großwetterlage betrachtet werden könne. Gleichzeit plädiert er für eine integrierte europäische Nachkriegsgeschichte, in die die deutsche Geschichte seit 1945 eingebettet ist.

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Irmgard Zündorf

Interview mit Irmgard Zündorf

Die DDR aber auch die Bundesrepublik waren keine Inseln

Die Kulturpolitik war für die DDR ein wichtiges Instrument, um für die politische Anerkennung im Ausland zu werben und den deutsch-deutschen Austausch voranzutreiben, erläutert Dr. Irmgard Zündorf im Interview mit dem Deutschland-Archiv.

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Andreas Malycha

Interview mit Andreas Malycha

Geschichte der beiden deutschen Staaten nicht losgelöst voneinander betrachten

Um nicht nur die Sehnsucht nach gesellschaftlichem Wandel der Ostdeutschen im Herbst 1989, sondern auch so manche politische Entscheidung in der deutschen Nachkriegsgeschichte verstehen und einordnen zu können, darf die Geschichte der beiden deutschen Staaten nicht voneinander losgelöst betrachtet werden, sagt Dr. Andreas Malycha.

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Berlin, 31.5.1988.

Erich Röper

Die Mauer in westdeutschen Köpfen

Der Mauerbau sollte auch die Kommunikation der Menschen von West nach Ost und umgekehrt einschränken. Es gab aber auch schon zuvor eine staatliche Abgrenzung Westdeutschlands zur SBZ / DDR. Auch auf der zwischenmenschlichen Ebene kehrten die Westdeutschen dem Osten mehr und mehr den Rücken zu; diese emotionale Abgrenzung von der früheren DDR und den heutigen östlichen Bundesländern war und ist auch eine Mauer in den Köpfen, schreibt Erich Röper in seinem Beitrag, den er auf der Deutschlandforschertagung 2014 zur Diskussion stellte.

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Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 19. September 1965
    Wahlen zum 5.Bundestag: Demoskopische Umfragen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostiziert, doch gewinnt die CDU/CSU die Wahlen erneut deutlich vor der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Willy Brandt. Die FDP verliert beträchtlich an Stimmen. Weiter
  • 19. September 1989
    Als vierte Mission muss die Botschaft der BRD in Warschau den Publikumsverkehr wegen des Zustroms ausreisewilliger DDR-Bürger vorläufig einstellen. Die nicht kommunistische Regierung Mazowiecki sagt zu, dass die Flüchtlinge nicht in die DDR abgeschoben... Weiter