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Tagungsbericht: Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer"

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Zeitenwende? Der Ukrainekrieg und die Folgen. 35 Analysen & Essays. „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben Transformation und Deutsche Einheit Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Geschichtspolitik von oben? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten „Ihr Völker der Welt“ „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Was bedeutet die Liquidierung von Teilen Memorials? Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2021 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur The Games at the Gate Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Das Scheitern der Jugendhilfe in der DDR - ein Beispiel Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts Alltag und Gesellschaft Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! 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Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? 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Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Heimat ist ein Raum aus Bytes Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? 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Tagungsbericht: Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer"

Tessa Gütschow

/ 6 Minuten zu lesen

Auf der Deutschlandforschertagung 2014 wurde in mehreren Sektionen der Leitfrage "Was bleibt von der Mauer?" nachgegangen. In der Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" beschäftigten sich die Referentinnen und Referenten unter anderem mit dem Grenzregime und dem dichten Netz von Zugträgern und Informanten der Stasi.

Was bleibt von der Mauer? Reststück der Berliner Mauer auf dem Gelände des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors (© picture-alliance/dpa)

Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls befasste sich die Deutschlandforschertagung 2014 mit der Frage "Was bleibt von der Mauer?" und lud dazu ein, das Thema neben der deutschen Dimension auch in einem europäischen Kontext zu betrachten. Am zweiten Tag der Tagung, die vom 30. Oktober bis zum 1. November in Weimar stattfand, wurde in mehreren Sektionen gearbeitet.

"Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" lautete der Titel der ersten Sektion. Geleitet wurden sie von Dr. Andreas Malycha, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in Berlin.

Widerstand, Tourismus und Normalität – Leben in den Grenzregionen

Den Einstieg machte Dr. Michael Heinz von der Außenstelle Rostock des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zum Thema "Verurteilt wegen 'staatsgefährdender Hetze' - Reaktionen auf den Mauerbau im Bezirk Rostock". Heinz legte die Argumentation für den Mauerbau von Seiten der Staatsführung dar, die den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor "den Verlockungen der angeblich attraktiven Fassade des kapitalistischen Systems in Westdeutschland" vorschützte – so der erste Sekretär der SED-Bezirksleitung, Karl Mewis. Der Bau der Berliner Mauer wurde auch im Bezirk Rostock kritisiert. Heinz vollzog einige Protestaktionen nach. Darunter auch eine Bootstour, auf der junge Erwachsene eine Erklärung aufsetzten, die als "staatsgefährdend" bewertet wurde. Diese Aktion endete mit der Verhaftung der Beteiligten. Zahlreiche Verurteilungen im Bezirk Rostock seien im Übrigen auf Denunziationen aus der Bevölkerung zurückzuführen.

Marie-Thérèse Heinrich, Doktorandin an der Universität Rostock, stellte die bisherigen Erkenntnisse aus ihrem Promotionsvorhaben vor, in dem sie sich mit dem westdeutschen Ostseetourismus in die DDR beschäftigt, der mit Unterzeichnung des Grundlagenvertrages 1972 deutlich anstieg. Der Titel ihres Vortrages lautete "'Operativ interessante Gäste' - Der Tourist als Sicherheitsproblem in den Nordbezirken der DDR 1972-1989".

Die SED-Führung forcierte den Tourismus aus dem Westen, da er wertvolle Devisen einbrachte. Gleichzeitig wurden die Besucherinnen und Besucher aus dem kapitalistischen Ausland aber als Sicherheitsproblem wahrgenommen. Um etwaige Spionagetätigkeiten, Fluchthilfe oder generelle Einwirkungen auf Bürgerinnen und Bürger der DDR zu vermeiden, erfolgte eine umfassende Überwachung der Touristen während ihres gesamten Aufenthaltes. Heinrich verwies in diesem Zusammenhang auf die "Helfer der Volkspolizei" und die "Freiwilligen der Grenztruppen", die neben den inoffiziellen Mitarbeitern (IM) der Stasi tätig wurden.

Kontrovers diskutiert wurde das tatsächliche Ausmaß der Überwachung. Dem Einwand eines Zuhörers, er sei während seiner häufigen Besuche in die DDR seiner Wahrnehmung nach nicht überwacht worden, wurde entgegengehalten, dass der Sinn des Abschöpfens ja gerade darin bestehe, dass der Abgeschöpfte es nicht merke. Andere Zuhörer verwiesen darauf, dass die Aktenlage das Ausmaß der Überwachung eindeutig bewiese. Selbst die Überwachungsgruppen, so ein Teilnehmer, wurden bei Verdacht auf Dekonspiration, also bei Zuwiderlaufen oder Aufdeckung der Überwachungstätigkeiten, ausgetauscht.

Maximilian Kutzner stellte die Ergebnisse seiner Bachelor-Arbeit vor, deren Kern eine empirische Untersuchung über die Erinnerungskultur des ehemaligen Grenzgebietes zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen) war. Die sogenannte "Oral History"-Methode, bei der Zeitzeugen möglichst ohne Beeinflussung durch den Fragensteller frei erzählen, bildete die Grundlage des gut strukturierten Beitrages. Das Ergebnis der sorgfältigen Untersuchung bestätigte die bisherige Forschung. Im Verlauf der Jahre sei das Leben in unmittelbarer Umgebung der Mauer für die Bewohner von Geisa-Rasdorf, obwohl diese eine ständige potenzielle Gefahr darstellte, "dann irgendwann normal" gewesen, so Kutzner: "Das Provisorium wurde zum Kontinuum".

Im Anschluss an den Vortrag kam es zu einer angeregten Diskussion unter anderem über die Frage, welche Bedeutung der Denunziation von ortsfremden Fluchtversuchenden durch Dorfbewohner zukam. In der Tendenz kam das Auditorium zu dem Ergebnis, dies sei ein eher nachrangiges Problem gewesen, da die Gebiete an der Grenze bereits unter umfassender staatlicher Überwachung standen.

Interner Link: Eine Zusammenfassung der Forschungsarbeit Kutzners ist 2013 unter dem Titel "Alltagsleben im Grenzgebiet" im Deutschland Archiv erschienen.

Vom Sinn und Unsinn des Vergleichens – Die DDR-Grenze und die Festung Europa

Einen Blick auf die "Legitimierung der Befestigung der Grenzanlagen" warf Johannes Schulze, der seine Masterarbeit an der Universität Leipzig schreibt. Er stellte einen "Vergleich zwischen der innerdeutschen Grenze und den EU-Außengrenzen" an. Obgleich selbst Schulze zu dem Ergebnis kam, eine Vergleichbarkeit dieser beiden Grenzen könne keinen tatsächlichen Erkenntnisgewinn bringen, weshalb er das Thema in seiner Master-Arbeit nicht mehr verfolgen will, folgte seinem Vortrag eine angeregte Diskussion.

Trotz der offensichtlich unterschiedlichen Entstehungshintergründe der beiden Grenzen (Ost-West-Konflikt versus Globalisierung und Abschottung gegen Wirtschaftsflüchtlinge), wurde angemerkt, dass es durchaus Ähnlichkeiten hinsichtlich sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Aspekte gebe. So seien beide Grenzen eine Reaktion auf eine gefühlte oder konstruierte Bedrohung von außen, und der Verzicht auf eine Abschottung wäre mit steigenden volkswirtschaftlichen Kosten verbunden. Dies sei, so Schulze, wissenschaftlich jedoch "vollkommen nichtssagend" Von größerer Bedeutung für die Debatte um die EU-Außengrenzen seien Fragen wie "Wer sind wir als Europäer und wer wollen wir sein?" und "Wem gehört der 'Raum der Freiheit'?"

Im "Schatten der Mauer" – Kritiker und Konspirateure

"Mit dem Donnerer gegen die Mauer – Nietzsche in der DDR", unter dieser Überschrift stand der Vortrag von Prof. Dr. Matthias Steinbach, Professor für Geschichte und Geschichtsdidaktik an der Technischen Universität Braunschweig.

Nietzsche passte nicht in das sozialistische Konzept der SED, weswegen lediglich ein einziges Werk Nietzsches, der Ecce Homo, in der DDR publiziert wurde. Oder wie Steinbach formulierte: Nietzsche sei "Argument für kommunalstaatlichen Eigensinn, gegen ökonomische Zumutungen und einen verwalteten und verwaltenden Großstaat."

Zusätzlich wurde Nietzsche, nicht nur in der DDR, als philosophischer Wegbereiter des Nationalsozialismus wahrgenommen, von dem sich die DDR im Rahmen ihrer "antifaschistischen" Politik zu distanzieren suchte. Diese Lesart Nietzsches könnte auch eine Erklärung dafür sein, dass die Bestände des Nietzsche-Archivs in Weimar zwar Forschern aus dem westlichen Ausland zugänglich gemacht wurden, sie aber für Bürgerinnen und Bürger aus der DDR weitestgehend verschlossen blieben. Dessen ungeachtet wurde am Grab des Philosophen in Lützen im heutigen Sachsen-Anhalt manch heimlicher Pilger gesichtet.

Steinbach ging auch auf Wolfgang Harich ein, der in der DDR der 1950er Jahre Philosophieprofessor in Berlin und Lektor des Akademie-Verlages war. Harich wandte sich gegen eine Darstellung Nietzsches als Nazi. Er las Nietzsche politisch, änderte aber offenbar seine Haltung, nachdem er 1957 aufgrund regimekritischer Äußerungen verurteilte wurde und mehrere Jahre im Zuchthaus zubrachte.

Dr. Müller-Enbergs, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen, referierte unter dem Titel "Was bleibt vom unsichtbaren Schatten der Mauer – die Konspirateure". Leitfrage seine Vortrages war, "wie die SED-Diktatur konspirativ das Leben mit der Mauer in Ost und West" gestaltete. Müller-Enbergs stellte die These auf, dass es falsch sei, die inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi pauschal als Hauptträger von Unrecht und Repression zu bezeichnen. Notwendigerweise zu erweitern sei der Fokus um diejenigen Auskunftspersonen, die auf eigene Initiative Informationen weitergegeben, also denunziert haben. Eine derartige Unterscheidung sei wichtig. Der Begriff "Konspirateur", also Verschwörer, im Titel seines Beitrages wurde in diesem Sinne, so Müller-Enbergs, als bewusste Provokation gewählt.

Auch plädierte Müller-Enbergs dafür, die Tätigkeit der IMs differenziert zu betrachten. Dafür teilte er die Informanten in unterschiedliche Kategorien ein, von denen nicht alle uneingeschränkt als "Spitzel" oder "Denunziant" bezeichnet werden könnten. So war der denunziatorische Eifer bei sogenannten Sitz-IM, die nur auf Anfrage Berichte verfassten und sich am unteren Ende der Hierarchie inoffizieller Mitarbeiter befanden, gering. Dahingegen sind die Akten der hochrangigen, wirklich wichtigen IM häufig nicht mehr auffindbar.

Die Motive für eine Denunziation bei der Stasi seien unterschiedlich gewesen: Etwa zwei Drittel, so Müller-Enbergs, hätten aus ideellen Gründen gehandelt. Nur wenige seien tatsächlich erpresst worden, jedoch habe die Angst, eine Mitarbeit zu verweigern, eine nicht zu unterschätzende Bedeutung gehabt. Bezeichnend ist die Auswertung von Karteikarten, die über alle Auskunft gebenden Personen angelegt wurden. Auf ihnen sei auch registriert gewesen, wie bereitwillig die jeweilige Person Auskunft gab. In dem exemplarisch untersuchten Kreis Saalfeld waren sechs Prozent der Bevölkerung als "Auskunftspersonen" erfasst. Laut Müller-Ensbergs gaben im Falle Saalfelds diejenigen von ihnen, die nicht IM waren, mehr Auskünfte. Aus diesem Grund plädierte Müller-Enbergs abschließend dafür, anstelle von "Denunzianten" den differenzierbaren Begriff Auskunftsperson zu verwenden, "einem Oberbegriff für all jene, die konspirativ dem SED-Staat, aber auch seinen Organen […], halfen, die Mauer zu sichern und somit das Alltagsleben zu bestimmen."

Zitierweise: Tessa Gütschow, Tagungsbericht: Sektion "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer", in: Deutschland Archiv, 28.11.2014, Link: http:\\www.bpb\197027

Fussnoten

Fußnoten

  1. Landesarchiv Greifswald (LAG), SED-BL Rostock V/2/3, 325, Bl. 20.

  2. Henning Ottmann, Philosophie und Politik bei Nietzsche, Berlin 1999, 2. verb. u. erw. Aufl., S. 429.

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Studierte Politikwissenschaft und Öffentliches Recht in Halle, Lille (Frankreich) und Jena mit Abschluss Bachelor of Arts. Seit 2013 Projektassistenz bei Prof. Dr. Dr. Timmermann von der Akademie Rosenhof e.V. in Weimar, Mitarbeit bei der Durchführung von Studienreisen zu den Themen Erster Weltkrieg und Europäische Integration.